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EEG-Umlage So kann auch Ihr Unternehmen von einer Begrenzung der EEG-Umlage profitieren

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Von coupling-media,

Wie Sie ermitteln, ob Sie die Anforderungen erfüllen, und die Ausgleichsregelung beantragen. Stromintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes und Schienenbahnen sind von den Kosten durch die EEG-Umlage besonders betroffen.

Stromintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes und Schienenbahnen sind von den Kosten durch die EEG-Umlage besonders betroffen. Die sogenannte besondere Ausgleichsregelung soll deshalb verhindern, dass solche Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, durch die EEG-Umlage in ihrer Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt werden. Mit der Änderung des EEG 2012 sollen bestehende Ungleichbehandlungen minimiert werden.

Wie viele Unternehmen profitieren von einer EEG-Reduzierung?

2012 profitierten 734 Unternehmen von einer Reduzierung der EEG-Umlage. Die begünstigte Strommenge betrug 85.402 GWh.

Mindestverbrauch wurde abgesenkt

Der Kreis derer, die von einer Vergünstigung profitieren, wurde deutlich ausgeweitet, sodass jetzt auch mittelständische Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen von einer Begrenzung profitieren können. Die wichtigsten Änderungen: Die Mindestverbrauchsschwelle wurde von 10 auf 1 GWh abgesenkt und der Anteil der vom Unternehmen zu tragenden Stromkosten an der Bruttowertschöpfung von 15 auf 14 % gesenkt. Außerdem wurde eine Staffelung der zu begünstigenden Stromanteile eingeführt.

Wie wirkt sich diese Veränderung bereits aus?

Durch die Änderungen werden deutlich mehr Unternehmen von der Besonderen Ausgleichsregelung profitieren als bisher. Das belegen folgende Zahlen des BAFA: Für 2013 stellten bereits 2.057 Unternehmen einen Antrag zur Teilnahme an der Besonderen Ausgleichsregelung mit einer angegebenen Gesamtstrommenge von 107.477 GWh.

Gesetzesänderung seit 1.1.2013 wirksam

Obwohl die Gesetzesänderung bereits 2011 verabschiedet wurde und zum 1.1.2012 in Kraft trat, entfaltete sie erstmals zum 1.1.2013 Wirkung, da in diesem Jahr die Anträge wirksam werden, die 2012 gestellt wurden.

Prüfen Sie, ob auch Ihr Unter nehmen EEG-Kosten sparen kann

Dreh- und Angelpunkt ist die Berechnung der Bruttowertschöpfung, denn einen Antrag können Sie nur stellen, wenn Ihre Stromkosten tatsächlich mindestens 14 % Ihrer Bruttowertschöpfung betragen. Machen Sie den Test für Ihr Unternehmen. Mit einem positiven Berechnungsergebnis erfüllen Sie die restlichen Anforderungen sicher auch.

Ermittlung der Bruttowertschöpfung
Unter dem Stichwort „EEG-Rechner“ finden Sie bei unterschiedlichen Anbietern kostenlose Berechnungsschemata, in die Sie Ihre Werte nur einzutragen brauchen.

Folgende Angaben aus Ihrer Bilanz werden zur Berechnung abgefragt:

  • Umsätze aus Lieferungen & Leistungen
  • Bestandsveränderungen
  • aktivierte Eigenleistungen
  • sonstige betriebliche Erträge
  • Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren (ohne Umsatzsteuer)
  • Kosten für durch andere Unternehmen ausgeführte Lohnarbeiten
  • Kosten für sonstige industrielle/handwerkliche Dienstleistungen (nur fremde Leistungen) wie Reparaturen, Instandhaltungen, Installationen und Montagen ohne Umsatzsteuern
  • Kosten für Leiharbeitnehmer sowie Mieten und Pachten (ohne Umsatzsteuer)
  • sonstige Kosten (ohne Umsatzsteuer)

Anhand dieser Daten wird Ihre Bruttowertschöpfung errechnet. Um das Verhältnis von Stromkosten zur Bruttowertschöpfung zu errechnen, benötigen Sie noch Ihre Stromkosten einschließlich Stromsteuer. Sie brauchen die Werte nur einzugeben, errechnet wird im System.

Das Antragsverfahren

Wo kann ich einen Antrag stellen?

Den Antrag stellen Sie an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Seit 2012 steht Ihnen für die Antragstellung zur Besonderen Ausgleichsregelung ausschließlich ein papierloses, elektronisches Teilnahmeverfahren über das Online-Portal ELAN-K2 zur Verfügung.
Dieses Portal beruht auf dem Konzept der Benutzer-Selbstverwaltung. Um an diesem Verfahren zur Nutzung des Online-Portals des BAFA teilnehmen zu können, müssen Sie als antragstellendes Unternehmen am Registrierungsprozess teilnehmen. Das Portal finden Sie unter www.bafa.de: Startseite > Energie > Besondere Ausgleichsregelung > Formulare. Nach der Freigabe der aktivierten Registrierung können Sie das elektronische Teilnahmeverfahren nutzen.

Kann ich alle Unterlagen über dieses Portal übermitteln?

Über dieses neue Online-Portal können Sie mit Ihrem personalisierten Login papierlos Anträge einschließlich der erfor- derlichen Antragsunterlagen abrufen und einreichen. Es gibt allerdings 3 Ausnahmen: Auf- grund Ihrer Bedeutung und Form muss die erforderliche Bescheinigung Ihres Wirtschaftsprüfers gebunden und versiegelt auf dem postalischen Weg nachgereicht werden, ebenso die Erklärung am Ende des Antrags. Und auch Widersprüche müssen in Papierform eingereicht werden.

Bis wann muss der Antrag gestellt werden?

Anträge auf eine Begrenzung der EEG- Umlage müssen einschließlich der vollständigen Unterlagen und Nachweise bis zum 30. Juni des Antragsjahres eingereicht werden, bei Unternehmens-Neugründungen gilt die verlängerte Frist bis zum 30. September. Wird diese Frist versäumt oder fehlen einzelne nach dem Gesetz vorzulegende Antragsunterlagen bzw. gesetzlich vorgeschriebene Angaben ganz oder teilweise, führt das unweigerlich zu einer Antragsablehnung. Bis zum Ablauf der Ausschlussfrist kann der Antrag jedoch jederzeit noch bearbeitet werden.

Was passiert, wenn meinem Antrag entsprochen wird?

Sie erhalten einen Begrenzungsbescheid des BAFA. Dadurch erfolgt eine kostenmäßige Begrenzung, die sich ausschließlich auf die Höhe der EEG-Umlage auswirkt. Die Begrenzung wird immer nur mit Wirkung für die Zukunft ausgesprochen. Es erfolgt keine rückwirkende Erstattung bereits gezahlter EEG-Umlagen. Die finanzielle Umsetzung der Begrenzungswirkung obliegt im Wesentlichen den Vertragsparteien, d. h. dem Energieversorger, dem begrenzten Unternehmen und den Übertragungsnetzbetreibern.

Reduzierung der EEG-Umlage

Checkliste:

Welche Unterlagen werden benötigt? Wie bereits beschrieben, ist das Verfahren des BAFA sehr streng: Werden Unterlagen nicht oder nicht rechtzeitig eingereicht, führt das unweigerlich zur Ablehnung Ihres Antrags für den nächsten Begrenzungszeitraum. Das BAFA hält aber eine Support-Rufnummer, an die Sie sich auch während des Registrierungsprozesses wenden können, und eine ausführliche, bebilderte Schritt- für-Schritt-Anleitung unter „Publikationen“ bereit.

Für die Selbstregistrierung:

Zuerst muss eine Person als Mandant- Administrator festgelegt werden. Nur diese Person erhält das Recht, sicherheitsrelevante Einstellungen zu ändern, auch wenn mehrere Personen zur Bearbeitung angemeldet werden können. Dann brauchen Sie Ihre Unterneh- mensstammdaten inklusive der Unternehmensnummer. Nach erfolgter Freigabe durch das BAFA wird eine Bestätigung an die angegebene E-Mail-Adresse des eingetragenen Benutzers gesendet. Erst jetzt können Sie das eigentliche Portal nutzen.

Für die Arbeit im Portal halten Sie Folgendes bereit:

  • Ihren Stromverbrauch
  • eventuell Unterlagen über Ihre Neugründung
  • eventell Unterlagen über Ihre Umstrukturierung/Umfirmierung (Handelsre- gisterauszüge, Gesellschafterverträge, Kaufverträge etc.)
  • Angaben zu Ihrem Wirtschaftsprüfer
  • oder Ihrem Wirtschaftsprüfungsunternehmen
  • sämtliche Stromkosten: Stromlieferkosten, Netzentgelte, Systemdienstleistungs- kosten, Stromsteuer, KWKG-Kosten, EEG-Stromkosten, Stromsteuer- und Netzentgelt-Erstattungen (erwartete und erhaltene), Weiterleitung von Strom an Dritte
  • die Daten aus Ihrer Bilanz, um die Bruttowertschöpfung und dementsprechend den Anteil Ihrer Stromkosten an der Bruttowertschöpfung ermitteln zu können
  • Details zu Ihrer Abnahmestelle bzw. Ihren Abnahmestellen; Bezeichnung, Adresse, Wirtschaftszweignummer, regelverantwortlicher Übertragungsnetzbetreiber

Für das Nachweisjahr müssen die Stromlieferungsverträge und Stromrechnungen erfasst und hochgeladen werden. Für das Begrenzungsjahr sind nur die Angaben zum Elektrizitätsversorgungsunternehmen zu machen, das Sie im entsprechenden Jahr mit Strom beliefern wird.

Wichtig für Unternehmen mit einem Stromverbrauch > 10 GWh!

Sie benötigen unbedingt eine Zertifizierung nach einem Energiemanagementsystem – sind Sie noch nicht zertifiziert, ist das ein Ausschlusskriterium! Das Ausstellungsdatum des Nachweises darf nicht älter als der Beginn des letzten abgeschlossenen Geschäftsjahres sein. Benötigt werden alle relevanten Daten (Art der Zertifizierung, Ausstellungsdatum, Gültigkeit, Datum des Überwachungsaudits, die Registrierungsnummer sowie Unternehmensname und Daten des Zertifizierers). Folgende Zertifizierungen sind zuge- lassen: EMAS, ISO 50001 und zurzeit auch noch die DIN EN 16001 (läuft aus und wird durch die ISO 50001 ersetzt) Nach Eingabe aller Daten sind noch einige statistische Angaben zu Ihrem Unternehmen zu machen.

Außerdem müssen Sie noch folgende Dokumente hochladen:

  • die Dokumente Ihres Wirtschaftsprüfers (dieselben, die Sie im Original auf posta- lischem Weg nachreichen müssen) und
  • Ihren Jahresabschluss.

Wichtig! Vergessen Sie nicht, die Erklärung am Ende auszudrucken und zu unterschreiben – auch sie muss per Post an das BAFA geschickt werden.

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