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Energiemanagement: Wie Sie die optimale Versorgungsart für kleinere Lieferstellen finden

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Bei kleineren Lieferstellen mit einem Jahresverbrauch um die 100.000 kWh stellt sich die Frage, ob sie besser mit oder ohne Leistungsmessung versorgt werden.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese Berechnung durchführen und worauf Sie bei einer Umstellung achten müssen. Dadurch können Sie locker 2.000 € pro Jahr sparen.

Prinzipiell wird bei Stromverbräuchen ab 100.000 kWh eine Leistungsmessung eingebaut.

Dann wird der Strom nicht mehr rein nach den verbrauchten Kilowattstunden abgerechnet, sondern es entsteht zusätzlich ein Entgelt für die Leistungsbereitstellung.

Kunden mit SLP-Belieferung (SLP = Standardlastprofil) sind in der Regel klein. Sie finden diese Versorgungsart auch bei Ihnen zu Hause.

Werden die Energieverbräuche größer, wird aus einem SLP-Standort eine RLMLieferstelle (RLM = registrierende Leistungsmessung).

Der Zähler wird umgebaut, und ab dann gelten andere Bedingungen. Ihre Leistung (gleichzeitige Entnahme aus dem Stromnetz) wird alle 15 Minuten gemessen.

Bei einem SLP-Anschluss, der bis 30 kW Leistung ausgelegt ist, ist es egal, wann Sie den Strom beziehen und wie stark die Entnahme schwankt.

Bei leistungsgemessenen Standorten spielt das dagegen sehr wohl eine Rolle.

Welche Versorgung ist günstiger?

Neben den unterschiedlichen Netzentgelten gilt bei SLP-Standorten auch eine deutlich höhere Konzessionsabgabe.

Sie orientiert sich an der Größe der Gemeinde und ist eine Art „Wegezoll“ für die Nutzung des kommunalen Erdreichs.

Jede Stadt legt die Höhe der Konzessionsabgabe selbst fest. Abhängig von der Gemeindegröße gelten dabei jeweils individuelle Höchstgrenzen.

Die Konzessionsabgabe für leistungsgemessene Standorte liegt bei relativ geringen 0,11 ct/kWh.

Das Rechenbeispiel unten zeigt, dass die Belieferung mit Leistungsmessung unter Umständen günstiger ausfällt.

Allerdings hängt die Bewertung von der Höhe der dann tatsächlich auftretenden Leistung ab. Es ist realistisch, dass die Leistung eines SLP-Anschlusses bei ca. 30 kW im Maximum liegen wird. So hoch ist die technische SLP-Anschlussleistung ausgelegt.

Prüfen Sie besonders bei Verbräuchen über 100.000 kWh, ob eine Leistungsmessung nicht deutlich günstiger wäre.

Energieversorger „vergessen“ manchmal, dass diese Art der Belieferung für den Kunden günstiger wäre.

Je nach Höhe der regionalen Netzentgelte wird das Rechenbeispiel anders ausfallen. Nicht selten sind leistungsgemessene Standorte auch bei 50 kW Leistung immer noch günstiger als die einfache SLP-Belieferung.

Es lohnt sich auf jeden Fall, die Art der Versorgung beim eigenen Standort zu überprüfen.

Wie läuft die Umstellung?

Sprechen Sie mit Ihrem Netzbetreiber (das ist die Netzeinheit Ihres Vor-Ort-Versorgers). Er kann bei Ihnen eine Probemessung durchführen.

Hierzu muss noch kein neuer Zähler installiert werden; diese Messung erfolgt über sogenannte Messzangen. Damit werden über einige Tage die Lastverläufe gemessen.

Die Auswertung zeigt dann schon recht genau, unter welchen Bedingungen die Belieferung künftig sinnvollerweise zu organisieren ist.

Ist die Entscheidung für die Leistungsmessung gefallen, lassen Sie den Zähler vom Netzbetreiber oder von einem freien Messdienstleister umbauen.

Bundesweit unterschiedliche Netzkosten

In ganz Deutschland gibt es etwa 900 Netzbetreiber mit unterschiedlichen Kosten. Berechnen Sie diese Kosten Ihres Netzbetreibers vor einer möglichen Umstellung selbst.

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