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Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

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Gasbeschaffung:Schluss mit Verträgen ohne Preisgarantie und Anpassungen, die sich nicht erklären lassen!

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Von coupling-media,

Die Zeiten von Ölpreisbindungen und quartalsweise neuen Lieferpreisen sind vorbei. Festpreise bei der Gasbeschaffung liegen im Trend und geben Ihnen endlich Preissicherheit. Lieferverträge mit Preisgarantien bis zu 3 Jahren lassen sich problemlos realisieren.

Festpreisverträge sind für nahezu jede Verbrauchsgröße realisierbar

Über einen Zeitraum von 1 bis 3 Jahren haben Sie dann verbindliche Konditionen. Sprechen Sie Ihren Lieferanten auf ein Festpreisangebot an. Sollte das nicht möglich sein, bleibt immer noch der Wechsel zu einem anderen Gasanbieter. Gleiches gilt bei schlechten Konditionen. Eine Preiseinschätzung finden Sie auf Seite 7. Die Gasbelieferung durch Drittanbieter ist bundesweit problemlos möglich.

Stichwort: Kündigungsfrist

Viele Kunden werden in einem allgemeinen Tarif versorgt. Das bedeutet, dass sie jederzeit mit einer Frist von in der Regel 4 Wochen kündigen können. Meist erkennen Sie diese Belieferungsform daran, dass Sie zwar monatliche Abschläge bezahlen, aber nur einmal pro Jahr eine Rechnung erhalten. Kunden mit monatlicher Rechnung sind Sondervertragskunden und haben mit größter Wahrscheinlichkeit eine geregelte Kündigungsfrist, die sie im Vertrag nachlesen können. Sind Sie kein Sondervertragskunde, prüfen Sie die Kündigungsbedingungen auf der Internetseite Ihres Gaslieferanten: einfach die Tarifbezeichnung auf Ihrer Rechnung ablesen und nachschauen!

Es existiert kein Vertrag?

Es kann sein, dass Sie seit Jahren nur Preisanpassungen erhalten haben. Der ursprüngliche Vertrag wurde von Ihrem Vor-Vorgänger abgeschlossen und vor 5 Jahren vernichtet. Das ist keine Seltenheit. Leider besteht in diesen Fällen nur die Möglichkeit, mit Ihrem Lieferanten Kontakt aufzunehmen und die Bedingungen des Vertrags zu klären. Nicht selten ergeben sich dabei merkwürdige Vertragsoder Kündigungsbedingungen. Viele Regelungen sind heute nicht mehr gültig und vereinfachen den Weg aus dem Vertrag.

2 Qualitäten: H-Gas und L-Gas

Die deutsche Gasversorgung erfolgt in 2 unterschiedlichen Gasqualitäten. Sie unterscheiden sich hauptsächlich im Methangehalt pro m3. Für die Belieferung und Nutzung des Erdgases ist es irrelevant, ob Sie H-Gas (High) oder L-Gas (Low) beziehen. Abgerechnet wird Ihr Gasverbrauch in kWh. Dieser errechnet sich aus dem tatsächlichen Brennwert Ihres Erdgases.

Besonderheit Konvertierungsentgelt

Ihr Betrieb liegt entweder im H-Gasoder im L-Gas-Gebiet. Beim Preisvergleich der Lieferanten sollten Sie darauf achten, ob Ihr Anbieter eventuell eine andere Gasqualität liefert, als Sie benötigen. In diesem Fall wird ein sogenanntes Konvertierungsentgelt fällig. Es fällt dafür an, dass die Lieferqualität an die jeweilige Netzqualität angepasst werden muss. Dieser Prozess entsteht nur dann, wenn Ihr Betrieb z. B. im H-Gas- Gebiet liegt und Ihr Lieferant L-Gas liefert. Das Konvertierungsentgelt sollte im Angebot separat aufgeführt sein und verteuert das Angebot um bis zu 0,15 ct/kWh. Es wird regelmäßig auf der Seite Ihres Gasnetzbetreibers veröffentlicht und gilt für alle Kunden gleichermaßen.

Tipp

Durch die Umstellung von einem ölpreisbasierten Vertrag auf einen Festpreis lassen sich bis zu 40 % Preisersparnis realisieren.

Ölpreisbindung: Was ist das?

Genau genommen hat man mit der Koppelung von Öl zu Gas nur erreichen wollen, dass die Preise sich gleichmäßig entwickeln und es keine Wettbewerbsverzerrungen geben kann. Es war abzusehen, dass der Ölpreis – aufgrund knapper werdender Ressourcen – schneller steigen würde als der Gaspreis. Da die meisten Ölkonzerne auch Gas fördern, lässt sich die Interessenlage gut nachvollziehen. Berechnet wird die Koppelung nach unterschiedlichen Formeln, beispielsweise nach der 6-1-3- oder 6-3-3-Formel nach HEL-Rheinschiene. Das bedeutet, dass als Referenzwert der durchschnittliche Heizölpreis mehrerer Orte am Rhein gemittelt und der ermittelte Wert zeitlich versetzt auf den Gaspreis angewandt wird. Bei der 6-1-3-Regelung werden über den Zeitraum von 6 Monaten die Preise für leichtes Heizöl gemittelt und mit einer Verzögerung von 1 Monat auf den Gaspreis übertragen. Dieser Preis gilt dann 3 Monate lang. Diese Regelung hat zur Folge, dass sich die so formelbasierten Preise kontinuierlich nach oben entwickelt habenn – obwohl es reichlich Gas am Markt gibt und immer mehr Lieferanten miteinander konkurrieren.

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