Gratis-Download

Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

Jetzt downloaden

Neue Stromspeicherförderung: Mit Batteriesystemen den selbst erzeugten PV-Strom optimal nutzen

0 Beurteilungen

Von coupling-media,

Bei der Berechnung Ihrer neuen Photovoltaikanlage (PV-Anlage) kommt heraus, dass Sie bei starker Sonneneinstrahlung mehr Strom produzieren, als Sie in Ihrem Gebäude verbrauchen können. Eine komplette Nutzung des selbst erzeugten Stroms wäre nur über ein Speichersystem zu realisieren. Eine neue Förderung kann Sie dabei unterstützen.

Wer die Kosten des selbst erzeugten Stroms ins Verhältnis zum Strombezugspreis setzt, wird schnell erkennen, dass es optimal wäre, den gesamten PV-Strom selbst zu verbrauchen.

Photovoltaikstrom ist meist mindestens 5 ct/kWh günstiger als gekaufter Strom.

Der Preisunterschied ist in der Regel enorm. Selbst große Unternehmen mit mehreren GWh Stromverbrauch pro Jahr zahlen aufgrund der hohen Steuern und Abgaben realistisch mindestens 14 ct/KWh. Der PV-Strom lässt sich aber bereits für unter 10 ct/kWh produzieren. Bei kleineren Unternehmen liegt der Bezugspreis vor Mehrwertsteuer schnell bei 18 ct/kWh oder mehr.

Gleichzeitigkeitsfaktor berücksichtigen

Bei der Bewertung der Erträge Ihrer künftigen Photovoltaikanlage vergleicht man schnell die Gesamtjahresproduktion mit dem eigenen Jahresverbrauch des Objekts. Bei einer kleinen PV-Anlage werden Sie fast immer mehr Strom verbrauchen, als Ihre Anlage liefern kann.
Doch wird dabei schnell übersehen, dass die Produktionsleistung nur in den Tagstunden zur Verfügung steht und in den Wintermonaten kaum von einer wesentlichen Produktion gesprochen werden kann. Ihr Gesamtverbrauch summiert sich aber über alle Stunden des Jahres inklusive der Nachtzeiten.

Eine PV-Anlage erzeugt in den Monaten April bis September etwa 70 % der Jahresenergiemenge. Zwischen 9 und 16 Uhr werden etwa 80 % der Tagesproduktion erzeugt.

KfW-Förderung für Solarstromspeicher

Seit dem 1.5.2013 unterstützt die Bundesregierung den Einbau von Solarstromspeichern, die gemeinsam mit einer Photovoltaikanlage an das elektrische Netz angeschlossen sind. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat dazu ein neues Programm (Erneuerbare Energien „Speicher“; Programmnummer 275) aufgelegt.

Was wird gefördert?

Mit zinsgünstigen Darlehen von der KfW wird die Neuerrichtung einer Photovoltaikanlage in Verbindung mit einem stationären Batteriespeichersystem gefördert. Auch der nachträgliche Einbau eines Batteriespeichersystems wird gefördert, sofern die PV-Anlage nach dem 31.12.2012 in Betrieb genommen wurde. Vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) erhalten Sie einen Tilgungszuschuss von 30 % der Kosten des Speichersystems.

Sie erhalten über das BMU 30 % Tilgungszuschuss für die Kosten des Speichersystems.

Umfang der Förderung

Die Leistung der Photovoltaikanlage darf 30 kWp nicht übersteigen. Damit handelt es sich um eine Förderung für Kleinstanlagen. Das Programm der KfW richtet sich an natürliche Personen und Unternehmen. Bedingung für die Unterstützung ist die Einhaltung einer maximalen Leistungsabgabe der Photovoltaikanlage am Netzanschlusspunkt von 60 % der installierten Leistung der PV-Anlage. Diese Begrenzung gilt für die gesamte Lebensdauer der Anlage, mindestens aber 20 Jahre.

Die Förderung gilt pro Anlage!

Durch den Bau mehrerer Anlagen könnten Sie insgesamt deutlich umfangreicher von diesem Förderprojekt profitieren. So können Sie zum Beispiel auf mehreren Gebäuden Anlagen mit jeweils bis zu 30 kWp errichten. Das ist aber nur dann realisierbar, wenn die Anlagen an unterschiedlichen Netzanschlusspunkten einspeisen. Werden alle Gebäude über einen Anschluss versorgt, können Sie die Förderung nur einmal nutzen.

Fördermechanismus genau betrachten!

Bei der Beantragung der Fördergelder werden die Gesamtkosten der Anlage pauschaliert bewertet. Jedes kWp wird im Moment mit 1.600 Euro bewertet. In der Praxis ist allerdings davon auszugehen, dass die Anlagenkosten unterhalb von 1.600 Euro pro kWp liegen. Betragen die Kosten einer 20-kWp-Anlage inklusive Batteriesystem z. B. 1.700 Euro pro kWp, liegen die förderfähigen Kosten nur bei 20- mal 100 Euro – obwohl das Batteriesystem vielleicht 8.000 Euro kostet. Daher kann es sinnvoll sein, den Bau der Anlage sowie die Installation des Batteriesystems zu trennen und zeitlich versetzt zu errichten. Dann werden die Kosten des Batteriesystems voll bewertet und entsprechend vergütet. Zwischen dem Bau der Photovoltaikanlage und der Installation des Batteriesystems müssen 6 Monate liegen. Der Fördertopf ist begrenzt Es handelt sich zunächst um eine überschaubare Förderung. Der Fördertopf ist im Moment mit 25 Millionen Euro ausgestat- tet. Splitten Sie den Bau der Anlage, könnte es passieren, dass die Fördergelder aufgebraucht sind.

Resümee

Derzeit lassen sich die Kosten eines Speichersystems auch mit Förderung wirtschaftlich kaum abbilden. Vielmehr ist es eher der Wunsch einer unabhängigeren Versorgung, der
zu Überlegungen der PV- Speicherung führt.
Das System wird realistisch nur in den sonnenreichen Monaten dafür sorgen, dass Sie je nach Nutzungsverhalten eine autarkere Versorgung erhalten. Mit etwa 200 Ladezyklen pro Jahr und einer Entnahme von z. B. 10 kWh speichern Sie lediglich 2.000 kWh pro Jahr. Bei einer rechnerischen Lebensdauer von 20 Jahren beträgt die Gesamtspeicherleistung 40.000 kWh.
Bei einem geschätzten Preis von 10.000 Euro liegen die Speicherkosten bei 25 ct pro Kilowattstunde. Das ist weit weg von jeder wirtschaftlichen Betrachtung.
Alle weiteren Informationen zu die- sem Förderprogramm erhalten sie auf der Homepage der KfW unter www.kfw.de > Förderprodukte > Förderprogramm: 275.

Die Stromproduktion pro kWp beträgt je nach Region (Anzahl Sonnenstunden) und Ausrichtung der Anlage etwa 800 bis 1.000 kWh pro Jahr. Für jedes kWp sind etwa 8 qm Kollektorfläche nötig.

Einkauf & Beschaffung heute

Erweitern Sie Ihr Einkaufs-Wissen mit dem besten Praxis-Know-how, erfolgserprobten Arbeitshilfen und Best-Practice-Beispielen für Einkaufsprofis.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Preisentwicklungen und Praxis-Know-how für Einkaufsleiter weltweit

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Marktanalysen & Preis-Prognosen für Rohstoffprofis