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Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

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Preise an der strombörse 20 % Preisrückgang in 3 Monaten – handeln Sie jetzt!

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Von coupling-media,

Die Preise an der Strombörse brechen immer weiter ein. Noch vor wenigen Jahren war es leicht, die Entwicklung der Energiebörsenpreise vorherzusagen. Sie stiegen – mal mehr, mal weniger. Lange Zeit galt eine einfache Regel: Am besten kauft man möglichst früh und bindet sich möglichst lange.

Noch vor wenigen Jahren war es leicht, die Entwicklung der Energiebörsenpreise vorherzu-sagen. Sie stiegen – mal mehr, mal weniger. Lange Zeit galt eine einfache Regel: Am besten kauft man möglichst früh und bindet sich möglichst lange. Diese simple Beschaffungsformel ist spätestens seit 2008 nicht mehr gültig. Im Moment scheint es, als müsste man nur lange genug abwarten. Die Preise fallen und fallen. Und ein Ende ist (noch) nicht in Sicht.

Chart: Entwicklung der Strompreise


Doch ganz so einfach ist es nicht. Der Strompreis an der Börse in Leipzig reagiert nicht nur auf die Entwicklungen in Deutschland. Es gibt zahlreiche Abhängigkeiten von anderen Brennstoffen und der wirtschaftlichen Entwicklung in ganz Europa. Diese Entwicklung hat ganz maßgeblich mit den niedrigen Handelspreisen an der Börse zu tun. Die Abhängigkeit der Konsumenten von den Produzenten sinkt. Die dezentrale Energieerzeugung verhagelt den großen Versorgern das Geschäft.

Regenerative geben Ton an

Wir steuern auf 30 % regenerativ erzeugte Energie zu. Den größten Zuwachs hatten wir in den letzten 5 Jahren. Das ist ein herber Schlag für die etablierte Ver sorgungswirtschaft. Das einstige Oligopol bröckelt, und nichts scheint mehr sicher.

Kraftwerksbetreiber jammern auf hohem Niveau

Es war ein tolles Geschäft in den letzten Jahren. Alte, abgeschriebene Kraftwerke haben Strom im Schnitt für unter 2 ct/ kWh produziert und über zum Teil mit öffentlichen Mitteln gebaute Netze zum Konsumenten gebracht. Da ging den Versorgern das Herz auf. Jahr für Jahr wurden traumhafte Ergebnisse erzielt, und so haben sich die großen Vier nach und nach weltweit immer mehr Beteiligungen zusammengekauft.

Doch nun wird es langsam anders. Selbstverständlich produzieren unsere alten Kraftwerke weiterhin Strom, doch die Entwicklung der Brennstoffkosten (Kohle, Gas und CO2-Zertifikate) haben die Bilanz bereits verschlechtert. Aus Sicht eines Kraftwerksbetreibers liegt das Problem in der Laufzeit der Anlagen. Der starke Ausbau der Windkraft- und Photovoltaikanlagen zwingt die Großkraftwerke in die Knie. Der Vorrang der Erneuerbaren sorgt dafür, dass die konventionellen Kraftwerke runtergeregelt werden oder kalt bleiben. Doch die Wirtschaftlichkeit hängt maßgeblich vom Nutzungsgrad der Kraftwerke ab. Großkraftwerke zu betreiben wird immer uninteressanter.

Ruf nach neuer Umlage wird laut

Die Lobby der Kraftwerksindustrie ist stark. Die Vernetzung von Politik und Energiewirtschaft ist perfekt und über Jahre aufgebaut. Die Kraftwerksbetreiber bringen bereits eine neue Umlage ins Spiel. Kraftwerke sollen in Reserve gehalten werden. Dafür möchte der Betreiber eine entsprechende Vergütung erhalten. Das ist legitim und nachvollziehbar, sorgt aber für einen zusätzlichen Umlageprozess und steigende Kosten.

Kaltreserve muss netzregulierend verfügbar sein

Diese als Kaltreserve bezeichneten Kraftwerke werden von den Produzenten in Bereitschaft gehalten. Innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen sind sie dann in der Lage, Energie zu produzieren und so netzstabilisierend zu wirken. 2012 gab es 2 solcher Fälle, bei denen Kraftwerke netzstabilisierend eingreifen mussten. In der Regel geschieht das in den windigen Monaten, wie zuletzt im Januar 2013: Der starke Wind im Norden hat eine Windleistung von rund 22 Gigawatt zur Verfügung gestellt. Das entspricht der Leistung von 20 Atomkraftwerken. Keine einfache Aufgabe für das Stromnetz. Denn der Strom kann nicht problemlos von Norden nach Süden transportiert werden. Diese Schieflage im Stromnetz muss durch Kraftwerke im Süden der Republik aufgefangen werden. In diesem Fall wurden Kraftwerksreserven in Österreich angefordert, um den Netzkollaps zu vermeiden.

Jetzt aktiv werden und Stromvertrag verhandeln

Nutzen Sie als Unternehmer die günstige Stunde und beschäftigen Sie sich schon jetzt mit den Vertragsabschlüssen der nächsten Jahre. Sinnvolle Vertragsmodelle stellen wir Ihnen in einem separaten Beitrag vor (siehe Seite 1 unten). Ihr neuer Stromvertrag wird dabei sicherlich günstiger als bisher. Die Preisentwicklung an den Energiebörsen wird sich maßgeblich auf Ihren neuen Liefervertrag auswirken. Zumindest der reine Energiepreis ohne Steuern und Abgaben wird sinken. Daraus lässt sich jedoch leider noch keine generelle Kostensenkung ableiten, denn Netzkosten, Steuern und Abgaben werden sich in den nächsten Jahren höchstwahrscheinlich verteuern.

Spätere Lieferjahre werden günstiger

Es ist bereits ein kleiner Trend zu erkennen: Die Handelspreise für die Lieferjahre ab 2015 liegen zum Teil schon unterhalb der Preise für das Handelsjahr 2014. Denn der unvermeidliche Ausbau der erneuerbaren Energien wird Jahr für Jahr die Märkte weiter unter Druck setzen. Dennoch sollten Sie nun mit den Vorbereitungen der nächsten Ausschreibung starten. Aktuell ist noch nicht abzuschätzen, ob die Börse auf diesem niedrigen Preisniveau bleibt. Gut vorbereitet können Sie sehr schnell agieren, wenn der Markt umschwenkt oder Sie die Lieferjahre absichern wollen.

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