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Verbrauchsstrukturanalyse : Allein die Senkung der Grundlast bringt Ihnen Tausende Euro Ersparnis

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Von coupling-media,

Die Auswertung Ihrer Verbrauchsstruktur gibt Ihnen eine ganze Reihe von Ansatzpunkten, Kosten zu senken.Das gilt zumindest für Ihren künftigen Strompreis. Denn bei Ausschreibungen schauen sich Lieferanten Ihre Verbrauchsstruktur sehr genau an.

Je gleichmäßiger und nachvollziehbarer Ihre Energieabnahme ist, desto besser lässt sich die Belieferung prognostizieren, und es entsteht weniger Lieferantenrisiko.

Natürlich lässt sich Ihre Verbrauchskurve nicht genau vorherbestimmen. Allerdings
ist es von Vorteil, wenn im Lastgang Regelmäßigkeiten zu erkennen sind (gleich bleibende
Arbeits- und Pausenzeiten sowie wenig unregelmäßige Leistungsausreißer). Doch dazu
müssen Sie sich mit Ihrem Verbrauchsprofil und Ihrer Produktion beschäftigen. Dann
lassen sich Störeinflüsse lokalisieren und Leistungsüberschreitungen minimieren.

Sie sparen mehr als ein paar Euro Leistungspreis

Die Glättung des Lastprofils wirkt sich bei künftigen Ausschreibungen positiv auf die Ausschreibungsergebnisse aus. Ein regelmäßiger Lastgang mit wenig Ausreißern und erkennbarer maximaler Leistung erhält einen besseren Energiepreis. Das können einige hundertstel Cent pro Kilowattstunde sein, die Sie künftig weniger bezahlen. So kommen schnell ein paar Tausend Euro pro Jahr heraus. Konnten Sie parallel die maximale Leistung reduzieren, sparen Sie zusätzlich einige Tausend Euro pro Jahr.

Blickpunkt Grundlast – einfach umzusetzende Effizienzmaßnahme

Betrachten Sie bei der Analyse Ihrer Lastprofile als einen der ersten Ansatzpunkte zur Effizienzsteigerung die Grundlast.

Was ist die Grundlast?

Ihr Unternehmen hat auch dann einen Energieverbrauch, wenn niemand mehr arbeitet. Irgendwelche Geräte sind immer an. Wie viel Strom sie rund um die Uhr verbrauchen, sehen Sie im Lastgang.
Ein Beispiel:
Am Lastprofil ist deutlich der Produktionszyklus zu erkennen. In den Nachtstunden werden rund 120 kW Leistung gezogen – obwohl keine Mitarbeiter vor Ort sind.

Suchen Sie sich Referenzzeiträume

Der 2. Lastprofilausschnit zum Beispiel ein Wochenende. Während des Wochenendes reduziert sich die Leistung auf rund 60 kW.
Daraus lässt sich ableiten, dass offensichtlich am Wochenende deutlich mehr Maschinen abgeschaltet werden als über Nacht. Hier finden Sie einen ersten Anhaltspunkt, der überprüft werden sollte. Blicken wir nun auf die Grundlast, die mit 60 kW relativ hoch ist.
Es muss ernsthaft angezweifelt werden, dass es sich bei der Leistung komplett um Maschinen oder Prozesse handelt, die durchlaufen müssen. Auch ist unwahrscheinlich, dass diese Last aufgrund von Beleuchtungsanlagen entsteht.

TIPP In einem Jahreslastprofil finden Sie die geringste Grundlast über längere Feiertage wie Weihnachten und Ostern.

Stellen Sie die Grundlast infrage


Machen Sie sich auf den Weg und versuchen Sie zu ergründen, woher die Grundlast kommt. Unser Beispiel zeigt keine Ausnahme. Aber um eine Leistungsdifferenz von mindestens 60 kW zwischen Nacht- und Wochenendbetrieb zu erreichen, braucht es in der Regel mehrere Abnehmer und mehrere Mitarbeiter, die bestimmte Maschinen nicht ausschalten. Fragen Sie, warum.

Berechnung Energieverbrauch nachts:
60 kW Leistung * 5 h * 52 Wochen * 5 Tage = 78.000 kWh pro Jahr;
das entspricht bei geschätzten 15 ct/kWh einer Kostenbelastung von rund 11.700 €.

Schauen wir uns die Grundlast an, die auch am Wochenende anfällt. Sie zu reduzieren bringt am meisten, denn es ist davon auszugehen, dass dieser Verbrauch rund um die Uhr das ganze Jahr existiert. Ob er auch gebraucht wird, ist fraglich.

Berechnung Energieverbrauch absolute Grundlast:

60 kW Leistung * 8760h / 2= 262.800 kWh pro Jahr;
das entspricht bei geschätzten 15 ct/kWh einer Kostenbelastung von rund 39.400 €.

TIPP Jede Kilowattstunde Leistung, die Sie einsparen können, spart 8.760 kWh pro Jahr und damit rund 1.300 €.

Die Reduzierung der Grundlast ist der einfachste Weg, etwas zur Energieeffizienz Ihres Unternehmens tun. In der Regel ist dazu keine Investition nötig. Sie bedarf aber der Umgewöhnung. Denn meist steigt die Grundlast über die Jahre – oft aus Bequemlichkeit. Aber angesichts der deutlichen Einsparpotenziale sollten Sie hier an die Vernunft der Mitarbeiter appellieren.
Wir haben es aber mit einem Veränderungsprozess zu tun, der nicht von heute auf morgen erfolgreich sein wird. Begin- nen Sie deshalb schon bald, diese Chance zu nutzen und unnötige Energie einzusparen. Das können Sie im Lastprofil sehr schnell erkennen.

Schaffen Sie einen Anreiz

Vielleicht machen Sie daraus eine Art Wettbewerb. Die Hälfte des Geldes, das Sie auf diesem Weg einsparen können, wird in eine umfangreichere Weihnachtsfeier in- vestiert und kommt so allen Mitarbeitern wieder zugute.

Einsparung hat Grenzen

Auch wenn Sie sicher nicht alle Verbraucher und Prozesse ausschalten können, um Ihre Grundlast zu reduzieren, werden Sie bei Ihren Bemühungen dennoch Erfolge verzeichnen können. Häufig ergeben sich daraus dann neue Gedankenansätze, die wiederum Energieeinsparungen mit sich bringen.
Bedenken Sie: Unsere Lastprofile und Leistungen sind Beispiele aus dem realen Unternehmensumfeld. Ihre Werte werden anders aussehen, und sicher wird es Prozesse geben, die sich nicht vermeiden lassen. Das ist normal, und darum geht es auch gar nicht.

Machen Sie sich die Verbräuche bewusst

Es soll nur die Energieverschwendung angegangen werden. Betrachten Sie das Potenzial in Ihrem Unternehmen, und beginnen Sie mit der Veränderung. Denn Effizienz beginnt im Kopf.

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