Gratis-Download

Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

Jetzt downloaden

Zählerwesen: Ein Wechsel des Messdienstleisters kann bares Geld sparen

0 Beurteilungen

Von coupling-media,

Wie Sie einfach und automatisiert Ihre Stromlastprofile erhalten und auswerten können. Vielleicht kennen Sie die Situation: Bei der Prüfung der letzten Stromrechnung fällt Ihnen eine merkwürdig hohe Leistungsspitze auf.

Der abzurechnende Leistungspreis ist rund 100 Kilowatt höher als sonst. Bei 50 € Leistungspreis pro kW kommen da schnell mal 5.000 € zusammen. Aber woher kommt diese Leistungsspitze? Wann war die? Ist da richtig gemessen worden?

Fragen, die Sie ohne einen Blick in Ihren Lastgang – also Ihre gemessenen Verbrauchswerte – nicht beantworten können.
Sie fordern bei Ihrem Energieversorger die Lastgangdaten an. Ihre freundliche E-Mail wird prompt mit einer Abwesen- heitsnotiz quittiert. Egal, sind ja nur noch 2 Tage. Gefühlte 7 Tage später erhalten Sie von Ihrem Lieferanten Ihr Lastprofil. Ein Blick in die Datei verrät Ihnen den genauen Zeitpunkt der Leistungsüberschreitung (Donnerstag vor 7 Wochen, 14.45 Uhr). Alle Ihre Bemühungen, in der Produktion in Erfahrung zu bringen, was an die- sem Tag vielleicht anders gemacht wurde als sonst, führen ins Leere. Niemand kann sich jetzt noch daran erinnern.

Keine zeitnahe Bereitstellung der Verbrauchsdaten

Ihre Energieverbräuche werden einmal pro Monat ausgelesen. Diese Daten werden dann vom Netzbetreiber geprüft und gehen als Abrechnungsgrundlage an den Lieferanten. Der erstellt daraus die Rechnung und archiviert Ihre Messdaten.
Er übermittelt Ihnen diese Daten in der Regel nicht. Aber selbst wenn Sie die Daten regelmäßig per E-Mail erhalten würden, ist die Analyse unkomfortabel, und Rückschlüsse lassen sich nach einigen Wochen auch nicht mehr anstellen. Denn bis die Daten des Abrechnungsmonats bei Ihnen sind, vergehen gut und gerne 14 Tage. Eine wirkliche Analyse ist mit dieser Zeitverzögerung nur oberflächlich möglich.

Liberalisierung des Zählerwesens

Die Bundesnetzagentur hat bereits 2005 die Liberalisierung des Zählerwesens beschlossen. Damit war es möglich, ein anderes Unternehmen mit der Messung Ihrer Verbrauchswerte zu beauftragen. Eine Hoheit, die die Netzbetreiber nur ungern abgegeben haben.
In den ersten Jahren spielte dieses Thema kaum eine Rolle. Niemand wusste von diesen Möglichkeiten, und es gab kaum Anbieter für diese Dienstleistungen. Doch das hat sich deutlich verändert. Smart-Meter oder intelligente Zähler sind Begriffe, die man mittlerweile überall in der Branche hört. Das Angebot an Anbietern und Dienstleistungen ist groß.

Ziele der Liberalisierung

Wer Energieeffizienz realisieren will, braucht einen Einblick in seine Daten. Genau das haben die Versorger in den letzten Jahren ungern getan. Über Jahre hat man versucht, diese Daten – die auch für die Angebotslegung benötigt werden – nur für sich zu behalten. Sehr wahrscheinlich war das ein Versuch, die Liberalisierung auf dem Strommarkt auszubremsen.
Ziel ist, dass die Kunden ihre Daten regelmäßig erhalten und analysieren. Es sollen intelligente Systeme und Netze entstehen. Das ist mit Uralt-Zählern und manueller Auslesung nicht zu machen.

Neue Messdienstleister bieten viel

Auf den ersten Blick braucht man so einen Zähler nicht, denken viele. Doch wer einmal das beschriebene Szenario erlebt hat oder aus anderen Gründen seine Last- gangdaten kurzfristig benötigt, entschei- det sich anders.
Tagesaktuelle Bereitstellung der Mess- daten und Rund-um- die-Uhr-Zugriff über das Internet sind Standard geworden. So können Sie jeden Tag bereits das Lastprofil des Vortags sehen und bewerten. Wer es noch schneller braucht, kann selbstverständlich seine Daten auch in Echtzeit betrachten.

Wer hat schon Zeit für so etwas?

Es bedarf intelligenter Systeme und Einstellungen, damit Sie sich eben nur dann mit Ihren Messdaten beschäftigen müssen, wenn etwas aus dem Ruder läuft. So lassen sich z. B. verschiedene Hinweisfunktionen anlegen, die per E-Mail oder SMS über Leistungsüberschreitungen, Ausfälle oder sonstige Unregelmäßigkeiten informieren. Die Systeme sollen Ihnen schließlich das Leben vereinfachen und Ihnen nicht täglich Zeit stehlen.

Optimal bei verteilten Standorten

Einige Funktionen bieten nach und nach auch die regionalen Netzbetreiber auf Anfrage. Doch Unternehmen mit mehreren Standorten in unterschiedlichen Netzen können durch den Wechsel zu einem neuen Messdienstleister über einen einzigen Log-in alle ihre Standorte betrachten und miteinander vergleichen.

Besserer Service – weniger Kosten

Die Liberalisierung hat in diesem Bereich für die Kunden einige Vorteile mit sich gebracht. So wird die Datenverfügbarkeit deutlich besser, Analysemethoden ermöglichen häufig eine direkte Bearbeitung im Online-Portal des Dienstleisters, und die Kosten werden geringer.

Durch den Wechsel des Messstellenbetreibers entfallen bei den Netzentgelten im Bereich der Messkosten außerdem 2 Kostenpunkte: der Messstellenbetrieb und die Messung. Lediglich die Abrechnungskosten verbleiben beim Netzbetreiber.
Das Entgelt des Messdienstleisters zahlen Sie direkt und nicht über die Stromrechnung. Es ist meist geringer als die sonst anfallenden Netzgebühren. Je nach regionaler Kostenstruktur der Netzentgelte kommt es zu einer Ersparnis zwischen 100 und 500 Euro pro Jahr.

Netzbetreiber mit merkwürdiger Kostenstruktur

Einige Netzbetreiber verteilen die Messkosten auffällig merkwürdig auf die 3 Kostenbestandteile. Messstellenbetrieb und Messung sind sehr günstig, die Abrechnung dagegen unverhältnismäßig teuer.
Es ist sicher ein Zufall, dass gerade die Kosten, die dauerhaft an den Netzbetreiber bezahlt werden müssen, besonders hoch sind. Denn in manchen Gebieten kann es vorkommen, dass der neue Anbieter aufgrund dieser Netzentgelte seine Dienstleistungen nicht günstiger anbieten kann.

Einkauf & Beschaffung heute

Erweitern Sie Ihr Einkaufs-Wissen mit dem besten Praxis-Know-how, erfolgserprobten Arbeitshilfen und Best-Practice-Beispielen für Einkaufsprofis.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Preisentwicklungen und Praxis-Know-how für Einkaufsleiter weltweit

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Marktanalysen & Preis-Prognosen für Rohstoffprofis