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Engpässe bei Mais und Weizen?

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Besonders Mais- und Weizeneinkäufer haben aktuell einen schweren Job: Im Juni kam die Preiswende. Und sie kam sehr dramatisch mit einer Dürre, wie sie beispielsweise die USA seit 1956 nicht mehr erlebt hatte. Mit dieser Dürre koppelten sich die Notierungen wichtiger Agrarrohstoffe von den anderen Sorten ab und explodierten geradezu.

Beachten Sie: Preissprünge gab es auch bei Sojabohnen: von 14 US$/Bushel (Mai 2012) auf 17 US$/Bushel (August 2012).

Agrarrohstoffe Mais und Weizen: Dramatische Lage in den USA

Noch im April hatte das US-Landwirtschaftsministerium bei Mais und Weizen mit einem weltweiten Ernteüberschuss gerechnet. Doch dann kam die Dürre, und der ausbleibende Regen warf alle Prognosen über den Haufen. Denn nicht nur in den USA hatte es zu wenig geregnet, sondern in den großen Agarexportländern Russland und Brasilien auch.
Damit nicht genug, auch Südeuropa (Italien, Spanien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien) musste große Dürreschäden vermelden.

1.584 Landkreise zum Katastrophengebiet erklärt

Wegen der Dürre sah sich das US-Landwirtschaftsministerium im August gezwungen, 1.584 Landkreise zum Katastrophengebiet zu erklären. Die sich abzeichnenden Lieferengpässe (allein bei Mais wird mit weltweiten Mindermengen von 12 % gerechnet) hatten Mais und Weizen so teuer werden lassen wie seit 4 Jahren nicht mehr:

  • Weizen bis zu 900 US-Cent/Scheffel
  • Mais bis zu 850 US-Cent/Scheffel

Russland rechnet mit Schäden

Noch im Erntejahr 2011/12 belegte das Riesenreich Platz 3 der weltweit größten Weizenexporteure. Ob Russland diesen Rang allerdings halten kann, dür?e nach dem katastrophalen Erntejahr 2012/13 die große Frage sein. Denn ähnlich wie die USA hatte auch Russland gegen eine Jahrhundertdürre anzukämpfen.
Bis dato sind rund 5,6 Mio. Hektar Weizen und andere Kulturpflanzen auf den Feldern vertrocknet. Das Moskauer Landwirtscha?sministerium bezifferte die Schäden im August bereits auf 36,5 Mrd. Rubel (umgerechnet 1,2 Mrd. US$). Und das ist noch nicht das Ende der Negativbilanz.

UN rechnet mit Lebensmittelkrise

Wegen dieser Dürreschäden in den USA und Russland sind laut Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen die globalen Nahrungsmittelpreise im Juli bereits um 6,2 % (zum Vormonat) gestiegen. Was kaum verwundern kann, sind doch Weizen und Mais die wichtigsten Getreidesorten der Welt.
Im gleichen Atemzug warnt die UN-Organisation vor einer Lebensmittelkrise wie in den Jahren 2007/08.

Statt Regenwolken nur trübe Aussichten

Wenngleich es in etlichen Dürregebieten in den vergangenen Wochen geregnet hatte, entweder kam der Regen zu spät, oder er war nicht ergiebig genug. Mit steigenden Agrarpreisen ist also weiterhin zu rechnen. Nicht unbedingt im ähnlichen Tempo, da sich die Erntesaison in den meisten Anbauländern dem Ende zuneigt, gesichert ist diese Prognose allerdings nicht. Denn die hängt bei allen Agrarrohstoffen – wie sollte es anders ein – vom Wettergott oder, aktueller gesagt, von den Auswirkungen des Klimawandels ab.
Beachten Sie: Geradezu entspannt ging und geht es dagegen bei der Preisentwicklung anderer Agrarsorten zu (jeweils von Januar 2012 bis August 2012):

  • Baumwolle: 1 US$/lb auf 0,70 US$/lb
  • Kaffee: 2,20 US$/lb auf 1,76 US$/lb
  • Zucker: 0,24 US$/lb auf 0,20 US$/lb
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