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Global Sourcing: Asiens Chemiebranche leuchtet immer heller

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Bis auf Indien legte Asiens Chemiebranche 2012 in den meisten Ländern überdurchschnittlich zu. Der Fachinformationsdienst „Einkaufsmanager” macht Bestandsaufnahme zu Chancen und Risiken.

Bis auf Indien legte Asiens Chemiebranche 2012 in den meisten Ländern überdurchschnittlich zu. Der Fachinformationsdienst „Einkaufsmanager” macht Bestandsaufnahme zu Chancen und Risiken. Selbst im rezessionsgeschüttelten Japan konnten die Hersteller die tiefe Delle, die das Erdbeben vom März 2011 hinterlassen hatte, wieder ausbügeln. Heute gehört die petrochemische Industrie erneut zu den globalen Marktführern. Besonders bei Hochleistungskunststoffen für Autos und Flugzeuge. So sind zum Beispiel japanische Kunststoff ersteller die größten Materiallieferanten für den neuen Boeing 787 Dreamliner. Weltspitze sind die Japaner auch bei elektronischen Chemikalien (Flachbildschirme) und bei pharmazeutischen Produkten.

Euro-Einkäufer haben in Japan gute Karten

Zwar hat der Yen in den vergangenen Wochen eine Verschnaufpause bei seinem Sinkflug gegenüber der Gemeinschaftswährung eingelegt, eine Trendumkehr bedeutet dieser Stillstand allerdings nicht. Die mittelfristigen Konjunkturaussichten sind für die Inselrepublik nämlich alles andere als rosig. Und so dürfte sich der aktuelle Wechselkurs 1 EUR = 120 JPY auf Jahressicht auf die Marke von 130 zubewegen.

Für Chemieeinkäufer, die in Japan unterwegs sind, beste Geschäftsaussichten.

Chinas Chemieindustrie verbuchte 2012 ein Rekordjahr

Anders als die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kletterte die chinesische Chemiebranche von einem Siegertreppchen auf das andere. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Bruttoproduktion um satte 37 % auf knapp 4,9 Billionen CNY (rund 730 Mrd. USD). Wobei die Exporte um ebenso beachtliche 36 % auf 86 Mrd. USD zulegten.

Zwar kann es die chinesische Chemieindustrie in Sachen Hightech und Innovation nicht mit der Konkurrenz aus Japan aufnehmen, dennoch hat sich auf den Sektoren Agrarchemie und Arzneimittel in der Volksrepublik viel getan.

Beachten Sie: Im Gegensatz dazu übernimmt die chemische Industrie Hongkongs die Verliererrolle. In der britischen Ex-Kolonie stellen heute die meisten Unternehmen nur noch einfache Produkte aus Plastik oder Gummi her, die europäischen Ansprüchen kaum bis gar nicht genügen.

Taiwan steckt in der Klemme

Den Rückwärtsgang scheint auch die taiwanesische Chemieindustrie eingelegt zu haben. Einst mit führend bei Hochleistungskunststoffen, haben Brände und Werksschließungen (besonders bei der Nummer 1 des Landes, der Formosa Plastics Group (FPG, www.fpg.com.tw/index_eng.asp ) große Lücken hinterlassen. Die taiwanesische Regierung hat inzwischen die Reißleine gezogen, es bleibt daher abzuwarten, wie und wann die Förderprogramme Wirkung zeigen und Taiwan bei Spezialchemikalien und Polymeren für Hochtechnologie (Halbleiter, Optoelektronik) wieder zur Weltspitze aufschließt.

Südkorea auf Innovationskurs

Südkorea rüstet auf Gottlob nicht, um gegen den paranoiden Nachbarn Nordkorea in den Krieg zu ziehen, sondern um die Chemie- und Petrobranche weiter auf Weltniveau zu halten. Ob neue Materialien für Bio- und Nanotechnologien oder elektronische Chemikalien für Batterien (Hybrid- und Elektroautos), die Innovationsliste ist nicht nur lang, ein wieder erstarkter Euro gegenüber dem südkoreanischen Won (KRW) machen auch einen Einkauf in dem noch immer geteilten Land attraktiv.

Beachten Sie: Sonderbarerweise hat die Regierung in Seoul ausgerechnet für Arzneimittel alle Förderprogramme und Steuererleichterungen zusammengestrichen.

Auch Thailand will mehr Wachstum

Die Regierung in Bangkok setzt dabei kurz- wie mittelfristig besonders auf hochwertige Chemieprodukte für die Auto-, Verpackungs- und Elektro- bzw. Elektronikindustrie. Nicht ohne Grund, denn schon heute erwirtschaftet die heimische Petrochemie rund 5 % des BIPs. Indorama Ventures ( www.indorama.net ), seines Zeichens weltgrößter Polyesterproduzent, hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 25 % auf 7,7 Mrd. USD gesteigert. Trotz flutbedingter Einnahmeausfälle mit teilweise 6-monatigen Werkschließungen!

Vietnams Petroindustrie sollen Flügel wachsen

Zumindest wenn es nach den Plänen Hanois geht. Für 2013 hat sich das Wirtschaftsministerium ein Exportziel von mindestens 1,5 Mrd. USD gesetzt. Einschränkend muss allerdings hinzugefügt werden, dass sich die gesamte Branche auf einem relativ niedrigen Entwicklungsniveau befindet. So muss das Schwellenland noch immer viele

Basismaterialien einführen, um daraus Düngemittel und einfache Kunststoffe herzustellen. Doch das soll sich bald ändern. Die kommunistische Regierung setzt dabei auf große Chemiecluster im Umfeld vorhandener oder geplanter Raffinerien. So sucht zum Beispiel der Staatskonzern Petrovietnam ( english.pvn.vn ) Partner und Investoren für die Produktion anspruchsvoller Verpackungs- und Agrarchemikalien.

Indien ist Schlusslicht

Durchwachsener könnten die Wachstumsaussichten für die Chemieindustrie des Subkontinents nicht sein. Zwar gelten Petrochemie und Pharmaka aus gesamtwirtschaftlicher Sicht noch immer als Wachstumsmotoren (+5 % in den vergangenen Jahren), 2012 schwächelte allerdings die Produktion chemischer Erzeugnisse und ging gemessen zum Vorjahr um fast 1 % zurück.

Der Grund: Wichtige Abnehmerbranchen wie die Auto- und die Konsumgüterindustrie fragten deutlich weniger Material nach. Ausgeblieben waren auch die nordamerikanischen und europäischen Chemieeinkäufer.

Beachten Sie: Ähnlich durchwachsen sind auch die Aussichten in Malaysia. Während Basischemikalien um 8,2 % zurückgingen, legten andere Sparten (Kunststoffrohre, Gummiprodukte) um bis zu 30 % zu.

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