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Global Sourcing: Logistikdrehscheibe Polen

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Wenn die Infrastruktur bei unserem Nachbar auch noch nicht top ist, die Wachstumsraten der Branche sind es auf jeden Fall. In Fachkreisen von sich reden machte Polen z. B. vor ein paar Wochen, als der niederländische Logistikdienstleister CEVA Logistics ( www.cevalogistics.com/ en-NL/Pages/default.aspx ) einen täglichen Eisenbahnshuttle zwischen China und Europa via Russland und Polen startete.

An der polnischen Ostgrenze trifft die europäische Normalspur (1.435 mm Spurweite) nämlich auf die russisch-chinesische Breitspur (1.524 mm).

Und anders als beim Personenverkehr, für deren Züge spezielle Wechselfahrgestelle entwickelt wurden, müssen die Frachtcontainer am Grenzbahnhof umgeladen werden. Eine Arbeit, die zwar Stunden kostet, nicht aber den Zeitvorteil von 13 bis 15 Tagen gegenüber der See-Variante auffrisst.

Ein Blick auf die Landkarte genügt

Zentraler als Polen geht es in Europa kaum. Eine geografische Sonderstellung, die das Land geradezu als logistische Drehscheibe prädestiniert – und das in alle Himmelsrichtungen, ob nach Westen, Süden, Osten oder Norden. Kein Wunder, dass sich Logistikkonzerne und Wirtschaftsentwickler zwischen Danzig und Krakau die Klinke in die Hand geben und ein Hub nach dem anderen entsteht.

Schlesien ist Boomregion Nummer 1

Und das in jeder Hinsicht. Entlang der Autobahn A4 (Dresden, Breslau, Kattowitz, Krakau) haben sich in den vergangenen Jahren ganze Hightech-Industrien angesiedelt – von Autobauern und Zulieferern über IT-Unternehmen bis hin zu Chemieund Pharmafirmen.

All diese Betriebe brauchen erstklassige Logistikstrukturen, inklusive moderner Lagerhallen. Der in Polen aktive Immobilienkonzern Jones Lang LaSalle (JLL) schätzt die Leerstandsquote in Oberschlesien auf unter 5 %. Ein Spitzenwert bei einer jährlichen Nachfrage von rund 1,5 Mio. m² in der Region.

Beachten Sie: Überproportional teuer sind Grundstücke in Warschau und Krakau. Hoch sind dort auch die Lagerflächenpreise.

Ein guter Platz für Sonderleistungen

Viele Lagerhallen und -plätze werden aber nicht nur für Vertriebszwecke genutzt, sondern auch für Sonderleistungen wie aktive Veredelungen.

Bei so einer Produktkonfektionierung werden die entsprechenden Vormaterialien nur zur Bearbeitung nach Polen (ins EU-Zollgebiet) eingeführt, um sie dann in veredelter Form wieder zu verlassen. Im Allgemeinen sind die eingeführten Nichtgemeinschaftswaren von allen Einfuhrabgaben befreit.

An der Infrastruktur wird fleißig gebaut

Denn ohne sie würde die Logistikdrehscheibe Polen bald stillstehen. Das weiß man auch in den Warschauer Regierungsetagen und hat deshalb fleißig in die Hände gespuckt.

  • Straßenverkehr: Im Frühjahr 2012 wurde z. B. die komplette A2 (Berlin- Warschau) und im Herbst das Autobahnkreuz bei Lodz in Betrieb genommen, sodass gegenwärtig rund 1.500 km Autobahnen und etwa 1.100 km Schnellstraßen zur Verfügung stehen. Zum Vergleich: 2007 war das polnische Autobahnnetz dreimal kleiner als das der Schweiz!
  • Flughäfen: In Polen gibt es 10 internationale Flughäfen, wobei der Chopin- Flughafen in Warschau mit rund 50.000 t/Jahr im Frachtsektor den Ton angibt – gefolgt von Kattowitz (5.650 t/Jahr) und dem Lech-Walesa-Flughafen in Danzig (3.500 t/Jahr).
  • Schifffahrt: Frachtkähne können auf über 3.800 km Flüssen und Kanälen fahren und Hochseeschiffe in 3 großen Häfen anlegen, Danzig (Güterumschlag 25 Mio. t) mit Tiefwasserterminal, Stettin (Güterumschlag 18 Mio. t) und Gdingen (Güterumschlag 15 Mio. t). Alle Angaben dieses Beitrags stammen aus dem Jahr 2012.
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