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3 wichtige Absicherungsstrategien: Swaps, Caps und Hedging

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Über kurz oder lang werden sich die meisten Metalle wieder durchgängig verteuern, das sagt Jens Holtmann, Chefredakteur des Fachinformationsdienstes Rohstoffeinkauf aktuell , voraus.

Vorsorgen ist Trumpf
Das Gebot der Stunde, so der erfahrene Einkaufsexperte, sei es deshalb, vorzusorgen und sich mit Finanzinstrumenten vertraut zu machen, die strategisch wichtige Beschaffungen gegen Wechselkursschwankungen und/oder steigende Preise absichern.

Hier drei Absicherungsstrategien für Ihr Einkaufsmanagement

Strategie 1: Swaps - Finanzielle Festpreisvereinbarung mit Barausgleich

Swap-Geschäfte (engl.: Swap = Tausch) bestehen im Prinzip aus 2 Vorgängen:

  • Kassageschäft: Ein Partner (Ihre Hausbank) stellt einem anderen Partner (Ihre Firma) Devisen zur Verfügung.
  • Termingeschäft: Gleichzeitig vereinbaren Sie mit der Bank den Rückkauf zu einem festen Termin und zu einem festen Kurs.

Der Swap-Satz ist die Differenz zwischen dem Termin- und dem Kassakurs einer Währung.
Beachten Sie: Swaps verlangen zwar einiges Finanz-Know-how, dafür machen Sie sich aber unabhängiger von Preisschwankungen. Außerdem können Sie Beschaffungskosten besser kalkulieren und müssen auch keine Prämien zahlen.

Strategie 2: Cap - eine Art Einkaufsversicherung

Durch eine Prämienzahlung des Unternehmens wird ein maximaler finanzieller Rohstoffeinkaufspreis zwischen den Vertragsparteien vereinbart. Die Prämienhöhe kann frei vereinbart werden und hängt ab von der:

  • Höhe der gewählten Obergrenze,
  • Volatilität der Preise und der
  • Vertragslaufzeit.

Während dieser Laufzeit wird der monatliche Durchschnittspreis der Obergrenze gegenübergestellt. Liegt am Ende des Monats der variable Durchschnittspreis über der gewählten Obergrenze, bekommt das Unternehmen von seiner Bank eine Ausgleichszahlung in Höhe des Differenzbetrags.
Liegt am Ende des Monats der variable Durchschnittspreis dagegen unter der gewählten Obergrenze, lässt das Unternehmen den Cap verfallen und kauft den Rohstoff zum niedrigeren Marktpreis ein.
Beachten Sie: Die Prämien für die Absicherung der Obergrenze müssen in jedem Fall gezahlt werden. Sie werden auch nicht rückerstattet. Auf der Habenseite stehen dagegen Gewinne bei fallenden Rohstoffpreisen.

Strategie 3: Hedging- die strategische Absicherungsvariante

Für Metalleinkäufe eignen sich 2 Hedging- Strategien (engl.: „to hedge“, sich mit einer Hecke abgrenzen):
1. Optionen: Eine Option ist das Recht, eine bestimmte Ware (Basiswert) in einer festgelegten Menge (Bezugsverhältnis)

  • bis zu oder zu einem bestimmten Zeitpunkt (Laufzeit),
  • zu einem fixierten Preis (Basispreis),
  • zu kaufen oder zu verkaufen (Call oder Put).

2. Forward: Forwards sind Termingeschäfte, bei denen der Kauf/Verkauf und die Lieferung unmittelbar aufeinander folgen, eben zu einem bestimmten Termin. Das Volumen und den Terminkurs legen Sie bei Abschluss des Forwards fest.
Aber anstatt einer tatsächlichen (physischen) Lieferung am Termintag findet ein Barausgleich zwischen Ihnen und Ihrer Hausbank statt. Der Barausgleich schreibt den effektiven Rohstoffpreis auf den Terminkurs fest.
Steigt der Börsenkurs des Rohstoffs bis zum Termin, so wird der gestiegene Einkaufspreis durch die Zahlung der Bank an Ihre Firma ausgeglichen.

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