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Als Einkäufer in China: Praktische Tipps für China-Reisende

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China ist nach wie vor ein interessantes Land für Einkäufer - auch wenn die Preisvorteile nicht mehr ganz so enorm sind wie früher und professionelle Einkäufer Ersparnisse noch genauer durchleuchten und analysieren müssen. Wer sich einen Eindruck vor Ort verschaffen will, sollte sich gut vorbereiten, um die weite Reise so nutzenbringend wie möglich zu gestalten.

Flüge: Frühzeitig buchen
Besonders wenn große Messen sind (Hauptansturm im Frühjahr und Herbst), sind Flugplätze oft knapp. Buchen Sie Ihre Flüge daher frühzeitig. Ein Hin- und Rückflug in der Businessclass von Frankfurt nach Shanghai kostet je nach Fluggesellschaft derzeit zwischen 3.200 und 5.600 €.

Transfer vom Flughafen zum Hotel: Setzen Sie beim Taxifahrer keine englischen Sprachkenntnisse voraus

Sie können nicht davon ausgehen, dass jeder chinesische Taxifahrer Englisch oder gar Deutsch spricht. Auch dann nicht, wenn sein Standplatz am internationalen Flughafen von Shanghai ist. Selbst Auto fahren ist in China nicht wirklich sinnvoll.

Tipp: Lassen Sie sich die Zieladresse Ihres Hotels auf Chinesisch aufschreiben und haben Sie diese immer für den Taxifahrer dabei. Sie können sich die chinesische Variante der Adresse beispielsweise von Ihrem gebuchten Hotel vorab faxen lassen.

Währung, Devisen: Chinesische Währung unterliegt strenger Kontrolle

Der chinesische Renminbi (RMB) ist keine frei konvertierbare Währung. Der Devisenverkehr unterliegt einer strengen Überwachung, um Währungsspekulationen zu vermeiden. Ein- und Ausfuhr von Renminbi sind nur sehr eingeschränkt erlaubt (bis maximal 6.000 RMB). Sie dürfen Bargeld maximal bis zu einem Gegenwert von 5.000 US$ ein- und ausführen. Höhere Devisenbeträge müssen Sie unbedingt bei der Einreise anmelden.

Visitenkarten: Ihre Eintrittskarte in die chinesische Wirtschaftswelt

Nehmen Sie einen großen Stapel davon mit. Eine Seite gestalten Sie auf Chinesisch. Von höchster Wichtigkeit ist, dass Sie sich mit einem wichtig klingenden, möglichst hochrangigen Titel schmücken. Der übliche ‘Purchasing Manager’ ist für Ihren chinesischen Partner nichts sagend, da er Ihren Firmenhierarchie-Status nicht daraus ableiten kann. Wählen Sie idealerweise einen Titel, der Ihre Bedeutung für das Chinaprojekt manifest werden lässt, also ‘Director Asia-Pacific’ oder ‘Head of China Project’.

Dolmetscher-Wahl

Auch in China setzt sich - zumindest bei den jüngeren Fach- und Führungskräften - Englisch mehr und mehr als Verhandlungssprache durch. In chinesischen Unternehmen gilt jedoch eine starre Hierarchie. Sie können nicht voraussetzen, dass diejenigen, die letztlich über die Geschäftsbeziehung entscheiden, auch diejenigen sind, mit denen Sie auf Englisch stundenlang verhandelt haben. Außerdem haben Sie keinerlei Kontrolle darüber, dass das, was übersetzt wird, auch das von Ihnen Gesagte ist.

Nutzen Sie einen guten Dolmetscher, der Ihnen nicht nur über die Sprachbarrieren hinweghilft, sondern auch über kulturelle Barrieren und Klippen. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Dolmetscher über betriebswirtschaftliche und technische Grundkenntnisse verfügt. Sparen Sie hier also nicht am falschen Ende. Ein guter Dolmetscher kostet etwa 500-600 € pro Tag. Ein Sinologiestudent von der nächsten Uni reicht dafür nicht aus.

Praxis-Tipp: Holen Sie also Referenzen ein, bevor Sie einen Dolmetscher verpflichten, damit Sie späteren Ärger vermeiden. Ihre IHK oder die Auslandshandelskammer in China kann Ihnen bei der Suche behilflich sein und Ihnen qualifizierte Dolmetscher empfehlen.

Beachten Sie: China ist etwa so groß wie Europa, und in China werden unterschiedliche Sprachen gesprochen. Zwischen der in Shanghai gesprochenen Sprache und den inländischen Sprachen besteht etwa ein Unterschied wie zwischen Deutsch und Französisch. Das einzig Gemeinsame zwischen den verschiedenen chinesischen Sprachen sind die Schriftzeichen. Chinesen aus Beijing können zwar lesen, was Chinesen aus Kanton oder aus dem Norden geschrieben haben, sie können aber nicht miteinander sprechen, wenn sie die Sprache des anderen nicht gelernt haben. Berücksichtigen Sie also bei der Verpflichtung Ihres Dolmetschers, wohin Ihre Reise geht.

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