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China: Kauft die Volksrepublik die ganze Welt?

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Von DGx,

Im internationalen Wettbewerb hat sich China längst die Poleposition gesichert Ob das Riesenreich 2009 oder 2010 Deutschland als Exportweltmeister ablöste, wird einst nur eine Fußnote der Wirtschaftsgeschichte sein.

Beeindruckender sind ganz andere Zahlen. 1978 führte China (2008: 1,33 Mrd. Einwohner, BIP 7,92 Bio. $) gerade einmal so viel aus wie Nigeria oder Libyen. 28 Jahre später überrundete das Reich der Mitte die mächtige USA. Beachtlich dabei ist, dass die Ausfuhrerfolge nur unwesentlich aus Billigprodukten bestehen. China ist z. B. längst zum weltgrößten Lieferanten von Elektronikartikeln und Stahlerzeugnissen geworden.
Wachstum ohne Ende
Im Segment elektronische Erzeugnisse startete China 1990 mit einem bescheidenen Weltmarktanteil von 1,1 %. Japan und die USA dominierten damals noch den Exportmarkt mit je 23,7 % bzw. 18,3 %. 2003 überholte China die beiden Weltmarktführer innerhalb eines einzigen Jahres!
Mit einem Anteil von 18,5 % an der gesamten Weltausfuhr behauptet das Land seit 2006 unangefochten den Spitzenplatz. Sehr zu Lasten der bisherigen Großanbieter Japan und USA. Mit Anteilsverlusten von 17,3 Prozentpunkten geriet vor allen Dingen Nippon unter die Räder. Ähnlich, wenn auch nicht ganz so dynamisch entwickelte sich China zum Großexporteur von Elektrotechnik.
Als Nächstes hat das Land den Maschinenbau und die Chemieindustrie im Visier. Wie die vergangenen Jahre lehren, dürfte der chinesische Tiger mit Leichtigkeit auch auf diese Siegertreppchen springen.
China zählt den Dollar an
Laut IWF verfügt China über 25 % aller globalen Dollar-Rücklagen (rund 2,3 Bio. $). Die USA bringen es dagegen nicht einmal auf 1 %. Deutlicher lässt sich die weltwirtschaftliche Schieflage nicht illustrieren. Ein Riese versteckt sich hinter einem Zwerg. Bislang hatte die Pekinger Führung alle Forderungen nach einer Aufwertung ihrer Währung eisern ignoriert. Ihr kam ein künstlich schwach gehaltener Renminbi (RMB, auch Yuan genannt) mehr als gelegen.
In Boomzeiten half die unterbewertete Währung, den Export anzukurbeln und das Wirtschaftswachstum zu beschleunigen. Von 2003 bis Ende 2007 stieg der RMB gerade einmal um knapp 13 %. Der Euro brachte es im gleichen Zeitraum auf über 40 %!
Zweigleisige Strategie
Anfang 2009 wurde in den Pekinger Führungsetagen laut darüber nachgedacht, ob und wie die starren Wechselkurse gelockert werden könnten. Anlass dazu waren nicht zuletzt die gigantischen Rohstoffeinkäufe des China State Reserve Bureau (SRB), das der Staatswirtschaft teuer zu stehen kamen.
Damals kündigte man rasche geldpolitische Straffungsschritte an, von denen zum Jahreswechsel 2009/2010 aber nichts mehr zu hören war. Stattdessen hatte die chinesische Zentralbank im Geheimen Devisentauschgeschäfte mit den Notenbanken von Südkorea, Hongkong, Malaysia, Weißrussland, Indonesien und Argentinien angeschoben. Dank dieser Swap-Geschäfte können die dortigen Einkäufer unter Umgehung der Dollar-Umrechnung ihre Handelsgeschäfte mit China direkt auf Renminbi-Basis abwickeln.
Nicht zuletzt deshalb ist China so schnell wieder aus der Wirtschaftkrise herausgekommen. Im Dezember 2009 bspw. legte die Industrieproduktion um 19,2 % zu (Vormonat: 16,1 %). Bei den Investitionen waren es +32,1 %.

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