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Einkaufen in der Wirtschaftskrise: Chancen durch weltweit fallende Preise

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Wie der russischen OAO Severstal geht es vielen Stahlkochern weltweit, sie drosseln wegen mangelnder Nachfrage ihre Produktion - und zwar deutlich. Severstal will um mehr als ein Drittel weniger produzieren. Nordamerikanische und italienische Hersteller haben im Herbst ihre Produktion um 30 % zurückgefahren.

Wirtschaftskrise lässt die Preise fallen

Selbst das erfolgsverwöhnte China muss auf die Stahlbremse treten. Die vier Platzhirsche Shandong Iron & Steel, Hebei Iron & Steel, Shougang Corp und Anyang Iron & Steel haben seit Oktober ihren Ausstoß um 20 % gesenkt.
Doch was des einen Leid, ist des anderen Freud. Für das Einkaufen in der Wirtschaftskrise bieten sich neue Chancen: Die Stahlkocher sind endlich von ihrem hohen Ross herunter.
In China beispielsweise sind die Stahlpreise seit Sommer um 20 %
gefallen. Weltweit sind es durchschnittlich 10 %. Kohlenstoffstahl kostet heute ca. 1.000 $/t. Genau 10,2 % weniger als das Allzeithoch vom Juli 2008. Im neuen Jahr wird sich diese Entwicklung fortsetzen. Den Stahlkochern wird das zwar gar nicht schmecken und sie werden ihre Produktion weiter zurückfahren, die Gesetze des Marktes können sie mit dieser Strategie aber nicht aushebeln. Und die besagen immer noch, dass die Nachfrage den Preis bestimmt.

Warmband: 550 €/t und weniger

Die Finanzkrise und die daraus resultierende Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Spuren auch am Warmbandmarkt: Vor allem die schlecht gelaunten Autohersteller drücken auf die Stimmung. Mit einem Absturz der Preise ist wohl nicht zu rechnen, mit einem Sinkflug aber schon.

Wo lohnt sich das Einkaufen in der Wirtschaftskrise?

Beispiel Osteuropa.
Hier haben die Preise bereits um bis zu 80 €/t nachgegeben. Diese Tendenz nach unten wird sich angesichts düsterer Konjunkturprognosen im ersten Quartal 2009 fortsetzen. Weitere Nachlässe sind im MOE-Raum sehr wahrscheinlich.

Beispiel Italien.
In Westeuropa hat sich das Land zu einer Art Frühindikator entwickelt. Gehen dort die Preise zurück, folgt bald der ganze Kontinent.

Walzdraht: Eile mit Weile
Über die Details sind sich die Experten noch nicht einig, fest steht für sie aber, dass
sich das Einkaufen in der Wirtschaftskrise hier lohnt. Die Hausse, die den Einkäufern
2008 Verteuerungen von bis zu 80% bescherten, ist vorüber. Bestes Beispiel
dafür ist wiederum Italien. Dort laufen die Geschäfte mehr schlecht als recht. In den vergangenen Wochen hatten die Walzdrahterzeuger ihre Preise um 100 €/t reduzieren müssen. Bei der
gegenwärtigen Kaufzurückhaltung wird es 2009 weiter abwärtsgehen.

Schrott: Schon ab 80 €/t
Jürgen Karle, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und
Entsorgungsunternehmen (BDSV), spricht von einem regelrechten Preisverfall.
Je nach Region, Ausgangslage und Sorte bewegten sich die Margen zwischen 80 und 140 €/t. Die Preise am belgischen Eisenschrottmarkt waren zum Beispiel im Oktober um durchschnittlich 25 € je Tonne gesunken. Derzeit bewegen sich die Tonnenpreise für belgischen SM-Schrott bei
ca. 150 €. Das dürfte aber noch nicht das Ende der Talfahrt sein - Einkaufen in der Wirtschaftskrise lohnt sich also besonders hier.

Kohle: In Asien purzeln die Preise

Auf diese Nachricht haben Einkäufer lange gewartet. Angesichts schwächerer Nachfrage vor allem von indischen und chinesischen Stahlunternehmen verkaufen Kokskohlelieferanten ihre Ware bereits zu Preisen, die den Produktionskosten nahe kommen. Für das nächste Jahr hat z. B. BHP Billiton Mitsubishi Alliance (BMA), der größte Exporteur von Kokskohle, mit japanischen
Stahlwerken Benchmark-Preise für Premium-Hartkohle von 300 $/t vereinbart.
Auch hier dürfte in den nächstenMonaten noch mehr drin sein.

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