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Global Sourcing: Worauf Sie beim China-Einkauf achten sollten

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Was passiert, wenn Chinas Wirtschaft in die Knie geht? Ganz sicher würde ein Kollaps der Volksrepublik die Welt in eine neue, womöglich noch tiefere Rezession stürzen als in den Folgejahren von 2008 – mit gewaltigen Schäden für das globale Finanz- und Wirtschaftssystem.

Dazu kann es, muss es aber nicht kommen. Denn erstens sind alle Gedankenspiele nur Mutmaßungen, und zweitens führt weder jetzt noch in der Zukunft ein Weg an China vorbei – wenngleich der einstige Shootingstar heute auf Normalmaß zusammengeschrumpft ist.

China-Sourcing will gut überlegt sein

Das war keineswegs immer so. Noch vor wenigen Jahren galten Unternehmen, die nicht in China einkauften, als rückständig und hoffnungslos antiquiert. Einkäufer (die ihr Handwerk verstehen) gehen heute gottlob wesentlich bedachtsamer vor. Denn besonders für Mittelständler ist China- Sourcing nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss.

Damit sich ein China-Einkauf lohnt, sollten neben dem Produktpreis unbedingt auch alle Nebenkosten in der Beschaffungskalkulation berücksichtigt werden.

  • Verpackungsmaterialien: Deshalb sind Glas und ähnlich zerbrechliche Güter wegen der aufwendigen Verpackung für den China-Einkauf ungeeignet.
  • Transportkosten und -zeiten: 6 Wochen braucht ein Containerschiff von China nach Europa. Mit Air-Cargo geht zwar alles viel schneller, dafür sind in der Regel aber auch alle Kostenvorteile weg.
  • Zollsätze und Ausfuhrbeschränkungen: Selbst eine WTO-Mitgliedschaft ist keine Garantie dafür, dass Peking nicht überraschend die Ausfuhrmengen beschneidet (wie zuletzt bei den Seltenen Erden).
  • Wartezeiten für Verzollungen oder für das Löschen der Lieferwaren.
  • In der Kalkulation berücksichtigt werden sollten auch die Update-Intervalle von Produkten. Sind diese Intervalle kürzer als ein Jahr, weichen Sie besser auf Zulieferer aus Osteuropa aus. Der Grund: Chinesischen Anbietern fehlt oft das technische Knowhow, um auf Produktänderungen schnell genug reagieren zu können.

Der „Einkaufsmanager” -Praxis-Tipp: Um auf Ihre Kosten zu kommen, sollten Ihre in China beschafften Waren vom Gewicht und Volumen eher klein sein, vom Warenwert aber groß!

Chinas Löhne werden zum Problem

Zwar liegen sie derzeit noch um 80 % unter westlichem Niveau, ein China-Einkauf lohnt sich heute aber nur noch, wenn Sie Waren mit einem hohen Lohnkostenanteil einkaufen. Nicht weiterverarbeitete Metallgussteile kann ein chinesischer Lieferant heutzutage nur um rund 1 % billiger anbieten als seine westliche Konkurrenz. Werden die Lieferteile im Land aber zusätzlich gereinigt, poliert und verpackt, liegt der Kostenvorteil schon bei 15 %. Bei höherwertigen Artikeln kann sich dieses Plus schnell verdoppeln.

Beachten Sie: Erst wenn Ihre Gesamtkosten dadurch um 15 % günstiger werden – wohlgemerkt: mit allen Zusatz- und Nebenkosten! –, sollten Sie ernsthaft eine China-Sourcing-Option in Ihre Einkaufsstrategie aufnehmen.

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