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Globale Beschaffung: Container- und Frachtraten im freien Fall

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250 $ auf dem Spotmarkt für den Seecontainer von Asien nach Europa. Im Zuge der schwersten Wirtschaftskrise seit der Großen Depression schrumpft der Welthandel mit Rohstoffen per Seeweg atemberaubend zusammen.

Gewaltige 90 % des Welthandels werden über den Seeweg abgewickelt. Der weltweite Seehandel mit Rohstoffen gilt als Frühindikator für das Wirtschaftswachstum!

Von 2.500 auf 250 $
Als die Globalisierung Wachstum bescherte, wuchs die Containerschifffahrt zweistellig. Seit einigen Wochen brechen die Preise für Schiffscharter und Frachten ein. „Auf dem Spotmarkt kostet der Transport eines Containers von Asien nach Europa teilweise nur noch 250 Dollar“, sagt Detthold Aden, Chef des Bremer Logistikers BLG und Präsident des Seehafen-Verbands ZDS. „Normal sind 2.500 Dollar.“

Platzmangel für Container
Auch die Nachfrage der Reedereien nach Containern ist in den letzten Wochen erheblich gesunken. Der Druck auf Leasing- Gesellschaften und Lieferanten nimmt weiterhin zu, da Linienreedereien wegen des schwächeren Ladungsaufkommens Mietcontainer zurückliefern.
In China hat ein Großteil der Containerfabriken die Produktion sogar vorübergehend eingestellt. „Unsere 12 Depots in China und Thailand platzen aus allen Nähten. Wir haben absolut keinen Platz mehr für weitere Container“, bestätigte Siong Seng Teo, Chef des Containerhändlers Singamas und der Linienreederei Pacific International Lines, auf der Intermodal- Messe in Hamburg.

Charterraten fallen auch
Rund die Hälfte der Container transportieren Linienreeder mit gemieteten Schiffen. Die Leihgebühren haben sich seit dem Frühjahr halbiert, die Frachtraten für Massengut sind seit Juni sogar um mehr als 90 % gefallen. Mittlerweile nehmen die ersten Linienreeder Schiffe außer Betrieb, um nicht noch größere Verluste anzuhäufen.
Die weltweiten See-Frachtraten sind innerhalb von nur 5 Monaten drastisch nach unten gegangen. Der so genannte „Baltic-Dry-Index“ (BDI), der die Frachtraten für Massengüter von 26 der wichtigsten Schifffahrtsrouten abbildet, ist um mehr als 90 % gefallen.

Beachten Sie: Containerschiff-Ladungen erfasst der BDI nicht.
Je mehr Güter über See transportiert werden, desto höher steigt der BDI. Mit der Globalisierung schoss der Index, der 1985 bei 1.000 startete, in die Höhe. Anfang 2004 knackte er die 5.000er-Marke, im Mai 2008 erreichten die Preise für Schiffsraum ihren Höchststand: 11.793 Punkte. Inzwischen liegt er bei nur noch knapp über 1.000 Punkten.

Laut Schätzungen des Schiffsbrokers Lorentzen & Stemoco soll die Zahl der den globalen Häfen ohne Aufträge liegenden Schiffe mindestens 20 % betragen. Diese Zahl korrespondiert auch mit anderen einzelnen Dominosteinen, wie der Ankündigung des größten Stahlproduzenten der Welt, ArcelorMittal, seine globale Stahlproduktion um mehr 30 % zu drosseln. Auch der größte Eisenerzproduzent der Welt, die Companhia Vale do Rio Doce aus Brasilien meldete eine Drosselung der Erzförderung!

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