Gratis-Download

Durch die systematische Optimierung der Beschaffungskosten können die den Gewinn Ihres Unternehmens deutlich zu erhöhen – und das ohne schmerzliche...

Jetzt downloaden

Importpraxis China: Einsparpotenziale nutzen durch vorausschauendes Zollmanagement

1 1 Beurteilungen

Erstellt:

Der chinesische Zollraum besteht aus dem Hoheitsgebiet der Volksrepublik China mit Ausnahme von Hongkong, Macao, Taiwan und einigen Freihandelszonen wie dem Hafen von Schanghai. Das Geschäft mit China ist nach wie vor interessant - für Einkäufer aus dem Ausland bringt es jedoch eine Reihe von Unwägbarkeiten mit sich, darunter die Problematik der tendenziell steigenden Zollabgaben. Rohstoffeinkauf Aktuell gibt Tipps, wie Sie hier proaktiv vorgehen und gezielt Einsparpotenziale nutzen.

Im Gegensatz zur Europäischen Union belegt China etliche Warenarten mit Ausfuhrzöllen. Dabei gibt es grundsätzlich drei Zollabgabearten:

  • Einfuhrzölle,
  • Transitzölle,
  • Ausfuhrzölle.


Die jeweilige Höhe der Ein- und Ausfuhrzölle richtet sich nach Zolltarifen (eine Nummernliste aller nur denkbaren Waren von Rohstoffen bis hin zu Industriegütern), die das chinesische Finanzministerium (MOF) festlegt. Wie jüngst geschehen werden die Tarife ständig den volkswirtschaftlichen Gegebenheit angepasst. Vor allem die Ausfuhrzölle werden von der Regierung gern benutzt, um die Exportströme zu regulieren und den Abfluss vor allem von Rohstoffen (besonders Metalle) aus dem Land zu begrenzen.
Steigenden Zollsätzen zuvorkommen
Generell ist in China eine Tendenz zu steigenden Zollsätzen beim Warenexport auszumachen. Einkäufer stehen dieser Entwicklung aber nicht hilflos gegenüber. Um die Zollkosten so gering wie möglich zu halten, sollten sie alle sich bietenden Einsparpotenziale nutzen, die ein aktives Zollmanagement bietet. Ansatzpunkte in China sind zum Beispiel:

  • Zolllager (bleiben meist von tagespolitischen Entscheidungen verschont),
  • Logistikparks mit ihren vielen Sonderrechten (ausgeführte Waren gelangen z. B. nicht in das chinesische Zoll- und Steuerinland),
  • aktive oder passive Veredelung der eingekauften Waren vor Ort.


Untersuchungen haben ergeben, dass beim globalen Sourcing viel zu oft Zollfragen vernachlässigt werden. Zum Beispiel, welche Waren in China mit möglichen Ausfuhrzöllen und bei der Verbringung in die EU mit Einfuhrzöllen belegt werden und wie sich die jeweiligen Zollbelastungen entwickeln könnten. Da China erst seit einiger Zeit Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO) ist, besteht ein Zollsatzniveau, mit dem europäische Unternehmen nicht vertraut sind. Ausfuhrzollsätze von 30 % und mehr sind in China keine Seltenheit. Erst kürzlich hat das chinesische Finanzministerium per Erlass neue Exportzölle festgelegt: Das MOF bezeichnete die neuen Exportzölle als vorläufig und hatte sie zum 1.9.2008 in Kraft gesetzt.
Umsatzsteuererstattung für Exporte nutzen
Zu einem aktiven Zollmanagement gehört auch, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die Umsatzsteuer, die auf Waren in China erhoben wird, bei der Ausfuhr erstattet zu bekommen. Auch hier hat das MOF gerade erst Veränderungen für etliche Exportgüter vorgenommen (Bestimmte Textilwaren u. a.).

Einkauf & Beschaffung heute

Erweitern Sie Ihr Einkaufs-Wissen mit dem besten Praxis-Know-how, erfolgserprobten Arbeitshilfen und Best-Practice-Beispielen für Einkaufsprofis.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Preisentwicklungen und Praxis-Know-how für Einkaufsleiter weltweit

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Marktanalysen & Preis-Prognosen für Rohstoffprofis