Gratis-Download

Durch die systematische Optimierung der Beschaffungskosten können die den Gewinn Ihres Unternehmens deutlich zu erhöhen – und das ohne schmerzliche...

Jetzt downloaden

International einkaufen: Wie viel Zoll muss ich zahlen?

0 Beurteilungen

Erstellt:

Wer in so genannten Drittstaaten (Nicht-EU-Länder wie USA, Brasilien, Japan usw.) auf Beschaffungstour unterwegs ist und seine eingekauften Waren selbst beim Zoll anmelden will, braucht neben Rechen- auch Übersetzertalente, um das Behörden-Kauderwelsch zu verstehen.

International einkaufen: Wie viel Zoll muss ich zahlen? Das fängt schon mit diesem Satz an: ‘Erhoben werden die Zölle bei der Einfuhrzollstelle, bei der die Waren zum freien Verkehr abgefertigt werden sollen.’ Wer sich da nicht sicher ist, greift zum Telefon - und landet in der Regel in der Warteschleife des nächsten Zollamts oder in einem Callcenter.

Grundsätzlich gilt bei

  • Warenwerten bis 1.000 € eine mündliche Zollanmeldung. Begleitpapiere wie Rechnungen, Frachtunterlagen o. Ä. sind ggf. vorzulegen.Warenwerten bis 10.000 € ist eine schriftliche ‘Zollanmeldung Einheitspapier’ vorgeschrieben.
  • Warenwerten über 10.000 € zusätzlich eine Zollwertanmeldung (Formular 0464 ‘Anmeldung der Angaben über den Zollwert’) abzugeben.

So wird der Zollwert ermittelt

Maßgeblich ist der Transaktionswert, d. h. der Rechnungspreis der Ware. Dieser Wert wird durch Abzug einiger Positionen gemindert, wie z. B. Skonto, Preisermäßigung etc. Es empfiehlt sich also, diese zollwertmindernden Abgaben in der Rechnung getrennt aufzuführen. Beachten Sie: Zum Zollwert addiert werden außerdem alle Transport- und Versicherungskosten bis zum ersten EU-Grenzort.

So wird die Einfuhrumsatzsteuer festgelegt

Zusätzlich unterliegen alle Lieferungen, die ein Einkäufer aus einem Drittland bezieht, der Einfuhrumsatzsteuer (EUSt). Die Bemessung erfolgt nach dem ermittelten Zollwert. Hinzuaddiert werden der gezahlte Zoll und mögliche Verbrauchssteuern, plus aller Beförderungskosten bis zum Bestimmungsort in der EU. So weit die Theorie.

In der Praxis können sich die Einfuhrabgaben einerseits durch Vorzugszölle oder Zollbefreiungen (Zollpräferenzen) verringern, andererseits jedoch durch Verbrauchsteuern (Steuern auf Alkohol, Tabakwaren, Mineralöl etc.), Anti-Dumping-Zölle oder Abgaben für bestimmte Agrarerzeugnisse u. Ä. erhöhen. Im Zweifelsfall kommt man um einen Anruf beim nächsten Zollamt (samt Warteschleife) nicht herum.

Einkauf & Beschaffung heute

Erweitern Sie Ihr Einkaufs-Wissen mit dem besten Praxis-Know-how, erfolgserprobten Arbeitshilfen und Best-Practice-Beispielen für Einkaufsprofis.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Preisentwicklungen und Praxis-Know-how für Einkaufsleiter weltweit

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Marktanalysen & Preis-Prognosen für Rohstoffprofis