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Märkte beobachten: Was tun, wenn die Preise wieder steigen?

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Von DGx,

Die nächste Rallye kommt so sicher wie das Amen in der Kirche Dass Einkaufen heutzutage vor allem ein Informationsberuf ist, sollte allgemein bekannt sein.

Ohne detaillierte Kenntnisse des Marktes, der Branchenspielregeln und der einzelnen Lieferunternehmen ist bei der Beschaffung kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Mehr noch: Um die Versorgungssicherheit Ihres Unternehmens zu gewährleisten, ist es Ihre Pflicht, sich alle notwendigen Marktinformationen zu beschaffen - und zwar fortlaufend! Wenn es sein muss, mit täglichen Updates.
Wer mehr weiß, zahlt weniger
Falls Sie Rohstoffe, Industriemetalle oder Kfz-Teile in Mumbai beschaffen und nicht in Barcelona, haben Sie mit diesen Recherchen natürlich einigen Mehraufwand. In Zeiten wieder steigender Preise zahlt sich der aber doppelt und dreifach aus.
Bekanntlich werden Rohstoffe und Metalle an Warenbörsen zu Tagespreisen mit entsprechenden Ausschlägen nach oben oder unten gehandelt. Hat Ihr Lieferant zu Niedrigpreiszeiten seine Rohstoff- und Metalllager bis unters Dach vollgestopft, sprudeln seine Gewinne nur so. Denn Ihnen stellt er ja die höheren Tagespreise in Rechnung. Das müssen Sie unbedingt verhindern!
Wie gut kennen Sie Ihre Lieferanten?
Wie James Bond in geheimer Mission müssen Sie Ihre Nachforschungen ja nicht gleich betreiben. Aber wann immer es Ihnen möglich ist, werfen Sie einen ebenso langen wie genauen Blick über den Zaun Ihres Zulieferers. Nutzen Sie z. B. den nächsten Lieferantenbesuch, um etwas über die Einkaufsmethoden und -märkte Ihres Zulieferers zu erfahren. Hören Sie auch auf die Zwischentöne (und die Gespräche auf dem Flur oder im Nebenzimmer).
Vereinbaren Sie Preisgleitklauseln
Angesichts einer absehbaren Hausse werden sich viele Lieferanten nicht mehr auf einen (noch) moderaten Rohstoff-Festpreis einlassen. Vor allem bei längerfristigen Verträgen (über 1 Jahr) empfiehlt es sich, Gleitklauseln mit ihnen auszuhandeln, z. B.:

  • Einseitige Baisse-Klausel: „Die Preise basieren auf heutigen Kosten. Sinken sie bis zum Zeitpunkt der Lieferung, sinkt auch der Preis. Steigen die Kosten bis zum Zeitpunkt der Lieferung, gilt der heute vereinbarte Preis ...“
  • Bagatellklausel: „Treten während der Vertragslaufzeit Preisveränderungen ein, werden diese nur wirksam, wenn der neue Preis vom vereinbarten Preis um mindestens -2 % oder +2 % (Beispielzahlen) abweicht ...“

Selbstläufer sind Preisgleitklauseln allerdings nicht. Das Ausarbeiten ihrer Inhalte kostet nicht nur viel Zeit, es setzt von der Lieferantenseite auch einigen Kooperationswillen voraus. Behalten Sie bei Ihren Entscheidungen für oder gegen eine Klausel immer das Zusammenspiel von Zeit und Preisverlauf im Auge. Dann fahren Sie am besten.

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