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Stahl: Mit Asiens Marktmacht steigen auch die Preise

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Von coupling-media,

Fast 50 % der weltweiten Stahlproduktion gehen allein an China.Für das laufende Jahr 2010 wird in Expertenkreisen mit einem weiteren Anstieg der chinesischen Produktion von knapp 10 % auf über 600 Mio. t Stahl der verschiedenen Güten gerechnet.

Damit würden im Reich der Mitte fast die Hälfte der weltweiten Stahlmengen gekocht werden. Dennoch erwarten diese Expertenkreise keine gravierenden Überkapazitäten mit fallenden Preisen, wie noch vor Kurzem vermutet. Im Gegenteil: Mit der Produktionsmenge wird im gleichen Atemzug auch die Nachfrage steigen, zumindest in China. Diese Nachfrage wird die Preise für Eisenerz, Kohle und Schrott weiter in die Höhe treiben. Ein Karussell, das sich dann in der ganzen Welt dreht.
Denn auch in Indien wurden trotz Wirtschaftkrise im vergangenen Jahr 15 % mehr Stahl hergestellt (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Mit 47 Mio. t. Jahresproduktion ist Indien der drittgrößte Stahlerzeuger im Weltvergleich. Auf dem Subkontinent hat vor allem eine höhere Nachfrage der Automobil- und Bauindustrie die Nachfrage angekurbelt. Innerhalb eines Monats schraubte sich der Ausstoß allein bei Fertigstahlprodukten von 4,67 Mio. t im November 2009 auf 5,14 Mio. t im Dezember 2009 hinauf.
Trotz dieser Produktionsausweitungen kam es in Asien dennoch zu ersten Engpässen. Einige chinesische Stahlkonzerne nutzten die Gunst der Stunde und erhöhten postwendend ihre Preise für das 1. Quartal 2010. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich europäische Hersteller dieser Preisentwicklung anschließen.

Kohle: Die Preise ziehen weiter an

Dank der steigenden Nachfrage vor allem der chinesischen und indischen Stahlhersteller dreht sich die Preisspirale immer schneller. Eine nach wie vor prekäre Energiesituation bei den chinesischen Kohleförderern tut ihr Übriges. Die durch Produktionsausfälle verursachten Fehlmengen müssen sich die Chinesen auf dem Spotmarkt besorgen. In Schanghai lagen die Preise für Kokskohle im Januar noch bei 180 $/t. Zum Quartalsende werden aber bereits 200 $/t erwartet. Ähnlich sieht es bei australischer Kokskohle aus. Statt 190 $/t zum Jahresanfang dürften Einkäufer Ende März gut 230 $/t auf die Tische der Kohlehändler legen müssen.

Eisenerz: In China werden die Preise gemacht

Am Spotmarkt müssen Einkäufer derzeit 130 $/t und mehr zahlen. So viel wie seit 16 Monaten nicht mehr. Denn mit dem kräftig gestiegenen Stahlausstoß haben auch die chinesischen Importzahlen von Eisenerz (+42 % yoy) zugelegt. Nach Schätzungen sollen in den chinesischen Häfen mittlerweile 66,8 Mio. t Eisenerz im Bunker liegen. Eine Menge, mit der sich gut Politik machen lässt. So haben die führenden Stahlkonzerne Chinas bei ihren Verhandlungen mit den Erzminenbetreibern auch kräftig die Muskeln spielen lassen. Preisnachlässe von bis zu 30 % forderten sie für sich.

Schrott: Ein Preisfrühling kündigt sich an

Die höheren Eisenerzpreise schlagen auch auf die Schrottpreise durch. Bspw. könnte europäischer HMS-1-Schrott von gegenwärtig rund 280 $/t FOB Rotterdam im nächsten Quartal um 10 bis 15 $/t zulegen. Selbst 300 $/t sind im ersten Halbjahr 2010 drin. In der Türkei bspw., dem wichtigsten Schrottmarkt der Welt, decken sich die Händler mit Material ein, wo sie nur können.
Relativ ruhig verhält sich der belgische Schrottmarkt. Bisher stiegen die Preise dort nur moderat: SM-Schrott z. B. um 10 €/t auf 175 €/t.

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