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Tigerstaaten & Co.: Ist der Boom vorbei?

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Der viel beschworene Boom von Tigerstaaten & Co.schrumpft immer mehr auf Normalmaß zurück. Dabei haben Währungsturbulenzen in den meisten Schwellenländern den Beschaffungsmarkt ziemlich verunsichert.

Für den Einkauf bedeuten diese Turbulenzen u. a. Nachverhandlung der Preise (seitens der Zulieferer) und erhöhte Lieferantenausfälle.

In den vergangenen Monaten besonders zu leiden hatte zum Beispiel die Türkei. So war die Lira von 0,36 TRY im Januar gegenüber dem Euro zeitweise auf unter 0,31 TRY gefallen.

Der Grund: Ein hohes Leistungsbilanzdefizit kombiniert mit niedrigen Währungsreserven zwingen das Land, Kapital an den Finanzmärkten aufzunehmen. Dort aber sitzt das Geld längst nicht mehr so locker, wie das Beispiel beschränkter Anleihekäufe der US-Notenbank beweist.

Beachten Sie: Amerika-Kritiker sehen in dieser Drosselung den Hauptgrund für den Währungsverfall in den Schwellenländern. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Für viele dieser so genannten Emerging Markets ist China heute der wichtigste Handelspartner. Stottert dort der Konjunkturmotor, wie in letzter Zeit, läuft es auch in den Schwellenländern nicht mehr rund.

Marktbeobachtung ist wichtig

Zu den hausgemachten Problemen gehört auch eine häufig einseitige Ausrichtung der Volkswirtschaften auf Rohstoffe. Fallen auf diesen Märkten die Preise, wie für Industriemetalle seit rund 4 Jahren, fallen auch die Nationaleinkommen. In Südafrika z. B. von 401 Mrd. $ (2011) auf 380 Mrd. $ (2012). Doch bloße BIP-Zahlen sagen nicht alles.

Neben der politischen Stabilität kommt es auch auf die Größe eines Lieferlandes an. Gemessen in Euro oder US-Dollar dürfte Brasilien Währungsturbulenzen besser überstehen als etwa das kleine Ghana.

Für Rohstoffeinkäufer heißt das, sie sollten nicht nur das Auf und Ab der Preise auf den Märkten beobachten, sondern auch die Entwicklung der infrage kommenden Wechselkurse. Um im Fall des Falles Lieferant inklusive Lieferland zu wechseln.

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