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Globaler Einkauf: Lettland ist führend im Baltikum

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Die lettische Volkswirtschaft zählt zu den dynamischsten Wachstumsregionen in Europa. Für die lettische Wirtschaft ist die Entwicklung im Transportbereich von besonderer Bedeutung.

Das Land ist eine wichtige Drehscheibe im Ostseeraum. So profitiert Lettland auch von der dynamischen Entwicklung in den nordeuropäischen Staaten sowie in Russland und den GUS-Staaten.

Binnenwirtschaft

Die lettische Wirtschaft wuchs im ersten Quartal 2004 mit ansehnlichen 8,8 % real im Jahresabstand. Eine besondere Dynamik legten dabei die Bauwirtschaft (+13,0 %) sowie die Sparten Handel (+11,3 %), verarbeitende Industrie (+10,6 %) und Gastgewerbe (+10,3 %) an den Tag. Tragende Säule bleibt nachfrageseitig weiterhin die kräftige Binnenkonjunktur.
Die Ausgabenfreudigkeit der Unternehmen bzw. privaten Haushalte ist, wie es am robusten Kreditwachstum und an rekordverdächtigen Einzelhandelsdaten unschwer zu erkennen ist, ungebrochen, sodass die lettische Wirtschaft im Gesamtjahr 2004 mit voraussichtlich +7,3 % real nur geringfügig langsamer wachsen wird als 2003 (+7,5 %).
Die robuste Binnennachfrage, der Kreditboom, der hohe Ölpreis sowie Preis- und Steueranpassungen im Zuge des EU-Beitritts trieben dabei nicht nur die Verbraucherpreise auf ein Sechsjahreshoch (Halbjahresdurchschnitt 2004: 5,1 %), sondern führten zugleich auch zu einer Verschärfung der externen Schieflage des Landes.
So rutschte die Leistungsbilanz im ersten Quartal 2004 angesichts der hohen Importneigung vor dem EU-Beitritt weiter ins Minus und wies letztlich ein Defizit in Höhe von 9,5 % des BIP auf (1. Quartal 2003: 5 %).
Außenwirtschaft
Über die Hälfte seines Handels wickelt Lettland mit der EU ab. Deutschland führt vorzugsweise Vorprodukte ein. Holz- und Holzwarenimporte haben hier den größten Anteil. Die Lohnveredelung nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert ein.
Die Ausfuhren werden dominiert von Holzprodukten, Textil, Metallwaren, Chemikalien und Maschinen. Eingeführt werden überwiegend Maschinen und Ausrüstungen, Textilwaren sowie Lebensmittel. In zehn Jahren der Systemtransformation hat Lettland seinen Außenhandel fast vollständig auf Europa ausgerichtet: 2003 wurden etwa 60 % mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union abgewickelt.
Größter nationaler Außenhandelspartner Lettlands ist Deutschland mit einem Anteil von 14,9 % an den Gesamtexporten und 16,1 % an den Gesamtimporten. 2003 wies der bilaterale Außenhandel einen Anstieg von etwa 11 % zum Vorjahr aus. Andere wichtige Handelspartner Lettlands sind Großbritannien (bei den Exporten mit einem Anteil von 15,5 % noch vor Deutschland), Schweden, Russland, Finnland, Litauen, Dänemark und Estland. Lettland ist Mitglied im Baltischen Freihandelsabkommen mit Estland und Litauen.
Land und Leute
Die Republik Lettland, mit einer Gesamtfläche von 64.589 km2 etwas kleiner als Bayern, grenzt im Norden an Estland, im Süden an Litauen und im Osten an Russland und Weißrussland.
In Lettland leben 2,33 Millionen Einwohner, davon sind ca. 57 % Letten und etwa 30 % Russen. Knapp ein Drittel der Bevölkerung lebt in der Hauptstadt Riga (757.000 Einwohner). Weitere große Städte sind Daugavpils (114.000), Liepaja (87.000) und Jelgava (63.000).
Weitere wichtige Rahmenbedingungen
Qualifikation der Arbeitnehmer:
gutes Bildungsniveau, insbesondere im Technologiebereich
Korrespondenzsprachen: Lettisch, Deutsch, Englisch, Russisch.
Arbeitskosten (je geleistete Stunde im Landesdurchschnitt): 2,42 Euro (Industrie und Dienstleistungssektor, 2000). Vergleich EU: 22,70 Euro, Deutschland: 26,54 Euro.
Währung (Stand: 06.09.2004):
1 Lettische Lats (LVL) = 100 Santims
1 Lettische Lats = 1.52442 Euro
1 Euro (EUR) = 0,65599 Lettische Lats (LVL)
Lohnniveau/Personalkosten: Gesetzlicher Monatsmindestlohn: 70 Lats (107 €); durchschnittlicher Monatsbruttolohn: 173 Lats (264 €); durchschnittlicher Monatsnettolohn: 118 Lats (180 €). Beträchtliche Schwankungen zwischen Großstädten und ländlichen Gebieten. Angestellte von Auslandsfirmen erwarten höhere Bezüge. Durchschnittlicher Monatsbruttolohn (Vergleich mit Deutschland/EU, 2003): 266 Euro (Deutschland: 2.808 Euro/EU: 2.335 Euro).

Sozialversicherungsabgaben:
Arbeitgeberanteil: 24,09 % der Lohnsumme (Sozialsteuer bei Krankheit, Rente, Mutterschaft und andere zusätzliche soziale Leistungen).

Arbeitnehmeranteil:
9 % der Lohnsumme (Sozialsteuer bei Krankheit, Rente, Mutterschaft und andere zusätzliche soziale Leistungen). Eine Anpassung von Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteilen an westliche Modelle ist vorgesehen.
Mögliche Gesellschaftsformen bei Gründung eines Unternehmens/Mindestkapital: Aktiengesellschaft (lettisch: a/s)/25.000 Lats, GmbH (lettisch: sia)/2.000 Lats; Ein-Mann-AG und -GmbH möglich.
Besteuerung: Einkommensteuer: 25 %, Körperschaftsteuer: 19 %, 15 %, Mehrwertsteuer: 18 %, seit 1.3.03 Ausnahmen in den Bereichen Tourismus und Medizin (9 %).

Quellensteuer:
5 bis 25 % auf Dividenden und Zinsen.

Sonderwirtschaftszonen:
Freihandelshäfen Riga und Ventspils (Windau) sowie Sonderzonen Hafen Liepaja (Libau) und Stadt Rezekne.
Hilfreiche Links
www.ahk-balt.org
Hier finden Sie zahlreiche Publikationen, eine umfangreiche Liste mit nützlichen Adressen in Lettland und einen Firmenadressen-Recherche-Service. Die Deutsch-Baltische Handelskammer in Estland, Lettland und Litauen ist Bestandteil des Auslandshandelskammernetzes der deutschen Wirtschaft. Das Netzt umfasst derzeit 117 Büros (Auslandshandelskammern, Delegiertenbüros und Repräsentanzen) in 90 Ländern weltweit.
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