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Krim-Krise: Erdgas-Poker und bedrohte Lieferketten

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Was bedeutet die Lage in Russland, der Ukraine und auf der Krim für deutsche Einkäufer? Jens Holtmann, Chefredakteur des Fachinformationsdienstes Rohstoffeinkauf aktuell, beleuchtet heute zwei aktuelle Entwicklungen und ihre möglichen Konsequenzen für die deutsche Wirtschaft.

Erdgas ist die Waffe in Putins kaltem Krieg

Da ist zum einen die Ukraine als Transitland. Immerhin werden 70 % aller russischen Erdgaslieferungen nach Europa über ukrainisches Territorium transportiert. Fällt die Ost-Ukraine an Russland, ist die Energieversorgung Westeuropas ernsthaft gefährdet. Im Embargofall kann nur rund die Hälfte der Gaslieferungen derzeit über andere Länder umgeleitet werden.

Und da ist zum anderen die vermurkste Energiewende, die auf moderne Gaskraftwerke setzt, wenn zwischen Kiel und Konstanz weder Sonne scheint noch Wind weht. Diese Kraftwerke brauchen aber nicht weniger, sondern mehr (russisches) Gas!

Für die Bundesregierung Gründe genug, die komplette Versorgung in Deutschland vom Kopf auf die Füße zu stellen – bspw. durch eine Diversifikation der Gaslieferanten und vor allem der Gastransporte. Neben den bestehenden Pipelines muss dringend der Transport von Flüssiggas im großen Stil möglich gemacht werden.

Beachten Sie: Der internationale Energiemarkt reagiert weiterhin gelassen auf die Krim- und Ukraine-Krise. Die nicht abreißenden Negativnachrichten aus China, immer noch der größte Ressourcenverbraucher der Welt, drücken auf die Preise.

Krim-Krise: Lieferketten in Gefahr?

Bislang sind zwar noch keine eindeutig krisenbedingten Produktionsausfälle in der Ukraine oder auf der Krim bekannt geworden. Einkäufer, die von dort Waren beziehen, sollten sich aber auf alle Eventualitäten vorbereiten. Möglich sind z.B. verzögerte Zollabfertigungen oder die komplette Schließung eines Grenzübergangs. Für diese Krisenfälle sollten Sie einen Plan B in der Schublade haben, um z.B. Ihre Lieferware per Luftfracht in Richtung Westen schaffen zu lassen.

Beachten Sie: Ob als Importeur oder Exporteur, laut BDI sind gegenwärtig in der Ukraine rund 1.000 deutsche Unternehmen aktiv. In Russland sind es zwischen 6.000 und 7.000.

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