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Effektive Wertermittlung mit der Markt-Zielpreisfindung

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Lieferant
Urheber: OFC Pictures | Fotolia

Von Jens Holtmann,

Was für manche Einkaufsabteilungen noch neu ist oder, wenn bekannt, oft stiefmütterlich behandelt wird, wird sich immer mehr durchsetzen. Der aktuelle Trend zu mehr Einkaufskosten-Transparenz ist ungebrochen.

Alle damit verbundenen Maßnahmen verfolgen das Ziel der effektiven Wertermittlung der Lieferantenleistungen. Was hierbei viele Lieferanten gerne geheim halten, wird von immer mehr Einkaufsabteilungen eingefordert.

Schließlich besteht die Möglichkeit, bei einer Offenlegung der Kalkulationsdaten gemeinsam Kostenpotenziale zu realisieren. Dieser Austausch von Kosteninformationen wird gerne auch „Open Book“ genannt. Wobei hier die Gemeinkosten und Gewinne eines Unternehmens nicht unbedingt offengelegt werden.

Vorreiter ist dabei die Automobilindustrie. Hier liegt der Anteil der Lieferanten, die Kosteninformationen mitteilen, bereits heute bei rund 80 %. Hierbei bedarf es einer kompetenten Einkaufsabteilung, die über die einzelnen möglichen Lieferanten- Kostenblöcke Bescheid weiß und auch die Prozess-Abläufe der Lieferanten oder deren Fertigung kennt.

Der Anfang einer Kostentransparenz im Einkauf beginnt bereits in der Beschaffungsanfrage. Und zwar indem hierbei vom Lieferanten mehr als nur ein Preis oder ein Pauschalangebot verlangt wird – wenn nicht sogar eine konkrete Kostenstruktur-Transparenz.

Natürlich ist es hilfreich, wenn der Einkauf seinem Lieferanten auch mehr interne Infos wie bisher im Vorfeld gibt. So wäre beispielsweise ein Mehr an Background-Informationen sicherlich hilfreich, um zu signalisieren, dass man trotz Kostendruck ein partnerschaftliches Verhältnis anstrebt. Dazu ist Voraussetzung, dass bereits im Zuge des Anfrageprozesses die einzelnen Kostenblöcke angefragt bzw. angefordert werden.

Mögliche Anfrage-Kostenblöcke:

  • Materialanteile
l Werkzeugkosten

  • Werkzeug-Rüstung
  • Lagerkosten in % oder m2-Preis
  • Kommissionierungskosten
l anfallende Montagekosten

  • Fertigungskosten
  • Lohnkostenbestandteile

Seriöse Lieferanten werden die Zahlen angeben. Andere werden per Bilanzanalyse oder Wirtschaftsauskunft überprüft. Der Einkauf kann natürlich das Ganze als Hilfestellung für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit „verkaufen“.

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Danach folgt der Ansgebotsvergleich mit weiteren Kostenblöcken:

  • Beschaffungskosten
  • Bemusterungskosten
  • Angabge der Materialpreisbasis
  • Zahlungsbedingungen
  • Lieferbedingungen
  • Angebotsgültigkeit
  • Sonstiges

Nur wenn diese Daten vorliegen, lässt sich eine Markt-Zielpreisfindung per partieller Preisvergleich durchführen. Nach dem Erstellen des partiellen Preisvergleichs wird verhandelt, um den Markt-Zielpreis zu erreichen. Hierbei bedarf es aber keiner Bluff-Taktik. Sie führen den effektiven Markt-Zielpreiswert ins Feld. Dies führt zum besten Ergebnis.

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