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Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

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Achtung, Hersteller und Händler halten die Hände auf!

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Preissteigerung
Urheber: Elnur | Fotolia

Von Jens Holtmann,

Deutliche Preissteigerungen bei den Stahlpreisen, die sich bereits im Frühjahr 2016 abzeichneten, nehmen Anfang 2017 Fahrt auf. Die Preise für die Herstellung von Roheisen und Stahl in Deutschland stiegen von März 2016 bis Dezember 2016 um 11,2 % (siehe Grafik unten), obwohl die Rohstahlproduktion 2016 um 1,4 % auf rund 42 Mio. t sank. Die Kapazitätsauslastung der Werke lag bei 85 % und damit auf Höhe des Vorjahres.

Die Preise für Warmband stiegen beispielsweise im Januar 2017 in Deutschland, Frankreich und Benelux mit rund 570 €/t, auf den höchsten Stand seit 3 Jahren. Auch die Lieferzeiten verlängern sich aktuell bei einigen Produkten deutlich. Die Stahlhersteller wollen 2017 mit aller Macht kräftig in die „Kassen der Kunden“ greifen. Das gilt auch für die Stahlhändler und die Stahl-Service-Center, die allerdings noch auf Liefervereinbarungen zu alten Preisen sitzen.

Walzdraht plus 100 €/t


Die Hersteller von Walzdraht stellen sich für das 1. Quartal 2017 einen Preisanstieg von mindestens 100 €/t vor. Die Begründung dafür liefern die Vormaterialmärkte der Stahlhersteller. Eisenerz, Schrott und Kokskohle sind 2016 teurer geworden. Angaben des Vereins der Kohlenimporteure zufolge stiegen die Preise für hochwertige australische Kokskohle von rund 80 US$/t im Januar 2016 auf rund 220 US$ im Januar 2017. Deutscher Schredderschrott z. B. stieg im selben Zeitraum von rund 170 € auf 220 €/t. Eisenerze stiegen im vergangenen Jahr um rund 40 %. Tendenz: weiter steigend.

Dass es bei den Vorprodukten 2017 weiter in diesem Umfang aufwärtsgeht, darf vor dem Hintergrund der großen Volatilität (Schwankungsbreite) auf den Rohstoffmärkten und der insgesamt schwachen Weltkonjunktur bezweifelt werden. Tatsache ist, dass die Stahlhersteller alles versuchen werden, weitere Preiserhöhungen durchzusetzen.

 

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Import-Stahl ist keine Alternative

Aufgrund des schwachen Euro sind Stahlimporte, z. B. aus China, wenig interessant – von den monatelangen Lieferzeiten aus dem Reich der Mitte einmal ganz abgesehen. Außerdem hat es sich in der Branche weltweit herumgesprochen, dass in Europa die Preise steigen. Viele italienische Stahlproduzenten arbeiten derzeit nur auf Tagespreisbasis.

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