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Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

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Hedging im Metalleinkauf

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Urheber: Kadmy | Fotolia

Von Sebastian Hell,

Der Begriff Hedging stammt wie so vieles mittlerweile aus dem Englischen und leitet sich von dem Wort hedge (Deutsch: Hecke) ab. Man geht davon aus, dass sich dieser Begriff als Oberbegriff für Absicherungsgeschäfte durchgesetzt hat, da man hier auch versucht eine sichere Hecke um etwas zu bauen. Hedging beschreibt die Tätigkeit das Risiko einer Preisveränderung von Rohstoffen oder Währungen oder im Finanzbereich auch Portfoliorisiken durch spezielle Sicherungsmaßnahmen abzufangen.

Dabei können Termininstrumente der regulierten Börsen wie Futures & Optionen oder auch außerbörsliche Instrumente, sogenannte OTC (Over the Counter) Produkte eingesetzt werden. Zudem gibt es auch Möglichkeiten sich über mittel-und langfristige Lieferverträge oder auch internes Netting (Aufrechnung von Positionen) abzusichern.

In Deutschland ist das Hedging jedoch bei weitem nicht so stark verbreitet wie in den angelsächsischen Ländern, wo es für Landwirte sehr normal ist, ihre Ernten wie Weizen, Mais oder Sojabohnen über die Terminmärkte zu sichern, um dadurch Plan- und Kalkulierbarkeit in ihre Unternehmenszahlen zu bringen.

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Zu oft schrecken gerade mittelständische Firmen, die das Gros der deutschen Unternehmen ausmachen, vor Absicherungen zurück. Der Hauptgrund hierfür liegt darin, dass Hedging meist einen externen Spezialisten erfordert, der sich mit den Märkten und den zur Verfügung stehenden Instrumenten auskennt. Dies sind zusätzliche Kosten die einerseits für die Absicherung und auch die Beratung entstehen.

Allerdings zeigt sich, dass diese Investition oftmals mehr als übertroffen wird, von den eingesparten Geldern durch den Hedge. Preisrisiken können dadurch gezähmt werden und man ist als Unternehmen weniger stark von den Schwankungen an den Rohstoff-, Währungs- oder auch Zinsmärkten abhängig.

Aufgrund sich verändernder Zeiten, die immer schnelllebiger werden, müssen sich Firmen an dieses neue Umfeld anpassen. Viele Terminbörsen handeln an fünf Tagen der Woche fast rund um die Uhr. Währungen werden von Sonntag 23:00 Uhr bis Freitag 23:00 Uhr durchgehend gehandelt, ähnlich wie viele Zinsprodukte. Es gibt so gut wie keine freien Handelstage im Jahr, außer weniger als einer Handvoll. Ständig ändert sich damit die kalkulatorische Basis für viele Einkäufer.

Ständiges Neukalkulieren vor allem bei den aktuell volatilen Rohstoff- und Währungskursen kann einen enormen Aufwand und Ressourcenbindung hervorrufen. Daher macht es durchaus Sinn, sich über Absicherungsstrategien Gedanken zu machen, die einen Preis von vornherein auf eine bestimmte Zeit fixieren und man dadurch Planungssicherheit erhält.

Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass Hedging vielen Unternehmen dabei helfen kann, sich frei von der Geisel der schwankenden Märkte zu machen und sich vorwiegend auf das eigene Kerngeschäft zu konzentrieren.

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