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Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

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Kleinvieh macht auch Mist: Gemessen am Einkaufsvolumen spielen Logistikkosten in vielen Unternehme nnur eine untergeordnete Rolle

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Mit durchdachten Transportlösungen können Sie aber 30 % und mehr beim Rohstoffeinkauf sparen.

Im Luft- und Seefrachtbereich können es sogar 200 % sein, wie der Bundesverband Materialwirtschaft und Logistik e. V. (BME, www.bme.de) herausgefunden hat. Der BME untersuchte auch die Gründe für dieses mangelhafte Kostenbewusstsein und nennt 4 Kardinalfehler, die Firmen immer wieder machen:

  1. Großunternehmen beschäftigen zwar Heerscharen von Frachteinkäufern, die aber arbeiten mit einem enorm hohen administrativen Aufwand.
  2. Bei kleinen und mittelständischen Unternehmen sind die Zuständigkeiten für den Frachtbereich nicht oder unvollständig geklärt.
  3. Es bestehen keine unternehmens - internen Bewertungskriterien für Transportangebote, sodass ein transparenter Leistungsvergleich kaum möglich ist.
  4. Die meisten Geschäftsbeziehungen zu Logistikdienstleistern sind über viele Jahre (ungeplant) gewachsen. Stichwort: Haus- und Hofspediteur.

Maßnahmen für sofort

Sie müssen nicht gleich eine Expertenrunde einberufen, um Ihr Logistikmanagement auf den neuesten Stand zu bringen. Mit kleinen, sofort in die Praxis umsetzbaren Korrekturen der bisherigen Transportabläufe können Sie aber auf der Stelle viel Geld sparen:

  • Legen Sie verbindlich fest, wer in Ihrer Abteilung/Ihrem Unternehmen für alle Transportvorgänge von der Anfrage bis zur Anlieferung verantwortlich ist.
  • Vergleichen Sie die Marktpreise von mindestens 10 Dienstleistern.
  • Achten Sie dabei auf identische Qualitätsparameter, die Sie am besten selbst festlegen.
  • Wählen Sie aus dem Dienstleister-Pool die besten Anbieter aus (maximal zwei Logistikunternehmen).

Maßnahmen auf lange Sicht

Nicht von ungefähr bemängelte der BME den hohen administrativen Aufwand, der im Logistikbereich weit verbreitet ist. Als gäbe es kein Internet und keine Software- Lösungen für ein modernes Transportmanagement, werden viele Ausschreibungen wie zu Großvaters Zeiten noch immer manuell durchgeführt.
So eine Methode bindet nicht nur Manpower und Ressourcen, mit ihr machen es sich Einkäufer auch unnötig schwer, eingehende Angebote zu vergleichen und transparent gegenüberzustellen.

1.SCM-Tools nutzen

Ein Telefonanruf bei ein, zwei Spediteuren verlangt natürlich weniger Aufwand als ein internetbasiertes Supply Chain Management (SCM), das womöglich auch noch in die hauseigene EDV-Anlage eingefügt werden muss. Aber nur auf den ersten Blick. Auf lange Sicht gibt es für internetbasierte E-Sourcing-Lösungen keine Alternativen. Sich durch die Vielzahl der Anbieter und Lösungen durchzuarbeiten, ist allerdings nicht ganz einfach. Aufgrund der unterschiedlichen Nutzeranforderungen (Einzelfertiger, Massenhersteller) ist der Markt riesengroß. Über die Jahre etabliert haben sich diese Anbieter:

2.Frachtbörsen nutzen

Nicht wenige halten Online-Frachtbörsen für die größte Revolution der Logistikbranche. Faszinierend ist die Idee ja auch. Was der eine sucht, nämlich freien Frachtraum für seine Lieferung, bietet der andere auf einem virtuellen Marktplatz an.

So funktionieren Frachtbörsen

  1. Schon beim Login trennt sich die Spreu der Anbieter vom Weizen. Bietet die Börse im Vorfeld, also ohne Login, keine relevanten Informationen über Kapazitäten, Streckennetze usw., ist schon einmal Vorsicht geboten. Der Verdacht liegt nahe, dass es keine oder nur wenig interessante Angebote gibt.
  2. Eingabe der wichtigsten Parameter (Größe, Art, Gewicht der Lieferung, Transportweg usw.).
  3. Interessierte Logistikunternehmen melden sich beim Interessenten (per E-Mail oder im Login-Bereich).
  4. Verhandeln des Frachtpreises (soweit nicht pauschaliert).
  5. Abschluss eines Transportauftrags (telefonisch, schriftlich).

Von den mehr als 120 europäischen Frachtbörsen sind viele bereits seit über 10 Jahren im Online-Logistikgeschäft aktiv. Zusatzangebote wie Versicherungsleistungen, Benutzerforen oder Frachtverfolgung gehören heute bei den seriösen Anbietern zum Standard. Etabliert haben sich:

SCM-Tools - Vorteile

  • Prozesskosten werden optimiert
  • Administrativer Aufwand sinkt
  • Beschleunigte Handelsprozesse
  • Größere Markttransparenz

SCM-Tools - Nachteile

  • Hohe Investitionskosten
  • Erhöhter Weiterbildungsbedarf
  • Lange Einarbeitungszeit
  • Skeptische Mitarbeiter

News vom 17.12.2010

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