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Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

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Kupfer: Die Preise steigen wieder

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Kupfer
Urheber: 3desc | Fotolia

Von Jens Holtmann,

An der London Metal Exchange (LME) ging es in diesem Jahr bis Oktober mit den Notierungen im Quartalsrhythmus zwischen 5.000 und 4.500 US$/t immerzu rauf und runter. Seit November steigen die Kurse wieder an.

Bei diesem Hin und Her wurde eine 10-tägige Aufwärtsbewegung Ende Oktober schon als große Preiswende gefeiert, wie es sie seit Jahren nicht gegeben hatte. In der Tat waren die Kupfernotierungen auch um 600 US$/t von 4.600 auf 5.200 US$/t gestiegen. Anfang November lag der Kupferpreis knapp über 5.600 US$/t.

Ob sich diese Aufwärtsbewegung fortsetzt oder die nächste Talfahrt bevorsteht, ist allerdings noch offen. Selbst Erwin Faust, Vorstandssprecher des größten europäischen Kupferproduzenten Aurubis, meinte kürzlich: „So richtig schlau wird man derzeit nicht aus dem Kupfermarkt.“

Kupfer wird oft als Indikator für den Zustand der Weltwirtschaft gehandelt

Die Weltwirtschaft ist noch lange nicht aus ihrem Tal heraus. Beliefen sich die Lagermengen an Kupfer im März 2016 auf 160.000 t, waren es im Oktober 350.000 t.

Möglich machte diese Verdoppelung der Lagermengen eine forcierte Produktion der Kupferanbieter, allen voran der chilenische Codelco, seines Zeichens weltgrößter Kupferkonzern (www.codelco.com, Marktanteil über 14 %).

Bitte beachten Sie: Neben der LME sind die US-amerikanische Comex und die chinesische Shanghai Futures Exchange 2 weitere Handelsplätze für Kupfer.

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China ist der weltweit größte Kupferverbraucher


Der chinesische Jahresbedarf wird gegenwärtig auf 10,5 Mio. t geschätzt. Entsprechend groß ist der Einfluss der Volksrepublik auf den Kupfermarkt und seine Preise. Experten erwarten, dass chinesische Einkäufer über das Gesamtjahr 2016 etwa 2 % mehr Kupfer nachfragen als 2015. In der Summe sind das immerhin 210.000 t.

Angesichts dieser Größenordnung relativiert sich der Materialüberschuss am Weltmarkt − was allerdings nicht gleich heißt, dass die nächste Preisrallye bevorsteht. Denn

  1. es melden alle europäischen Hersteller eine gute bis sehr gute Versorgungslage und
  2. derzeit sind chinesische Kupfereinkäufer kaum auf dem europäischen Markt aktiv. Ihre Schrotteinkäufe sanken z. B. von Januar bis August um rund 8 % auf gut 2 Mio. t.

Doch das ist nur einen Momentaufnahme. Die Rohstoffmärkte sind in Bewegung!

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