Gratis-Download

Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

Jetzt downloaden

Wie weit kann der Euro noch steigen?

0 Beurteilungen

Von dgx,

Der Euro steigt gegenüber dem US-Dollar fast unaufhaltsam nach oben. Momentan erreichen die Notierungen bereits Werte von fast 1,49 US-Dollar. Kurzfristig sind Kursziele bei 1,5150 möglich, da erst ab hier wieder ein nennenswerter Widerstand den Anstieg bremsen könnte. Das Allzeithoch des Währungspaares lag bei 1,61 USDollar/ 1 Euro.

Einige Leser-Mails haben uns in den letzten Tagen erreicht mit der Frage, warum der Euro derart stark ist. Erklärbar ist die derzeitige Aufwärtsbewegung primär mit dem Vorgehen der europäischen Zentralbank (EZB). Während in den USA die Zinsen nach wie vor auf einem niedrigen Niveau bei fast null Prozent verharren, sind diese vor Kurzem in der EU auf 1,25 Prozent erhöht worden.

Während in den USA die Märkte weiterhin mit billigem Geld geflutet werden und dadurch ein deutlicher Anstieg aller Anlageklassen gefördert wird, versucht die EZB hierzulande, die Geldschwemme einzudämmen. Im Gegensatz zu ihrem amerikanischen Pendant ist das Hauptziel der EZB die Bekämpfung und Eindämmung der Inflation.

Man will um jeden Preis eine stark steigende oder galoppierende Preisverteuerungsrate verhindern. In den USA hingegen ist die Notenbank (FED) neben der Inflationsbekämpfung auch für die Entwicklung der Wirtschaft zuständig. Daher wird dort nicht nur auf die Preisteuerungsrate, sondern auch die Arbeitslosigkeit und andere Fakten geblickt.

Momentan befinden wir uns in einer Situation, in der Geldanlagen innerhalb der EU über ein Prozent mehr an Zinsen abwerfen als in den USA. Aufgrund dieser Differenz legen Banken und Hedgefonds ihre Gelder lieber hierzulande an als in Übersee. Man nennt diese Vorgehensweise auch Carry Trade. Dabei leihen sich die Fonds und Banken Geld zu einem geringen Zins in den USA und legen dieses in der EU an.

Diese Vorgehensweise führt zu einem starken Abwertungsdruck auf den US-Dollar. Wir rechnen damit, dass auf Sicht von sechs bis neun Monaten Kurse von 1,55 bis 1,60 bei EUR/USD erreichbar sind.
Zinsentwicklung in der USA und in der EU

Einkauf & Beschaffung heute

Erweitern Sie Ihr Einkaufs-Wissen mit dem besten Praxis-Know-how, erfolgserprobten Arbeitshilfen und Best-Practice-Beispielen für Einkaufsprofis.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Preisentwicklungen und Praxis-Know-how für Einkaufsleiter weltweit

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Marktanalysen & Preis-Prognosen für Rohstoffprofis