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E-Sourcing: Kein Hype weit und breit

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Urheber: Andrey Popov | Fotolia

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Zu diskutieren gibt es im Grunde nicht viel. Die Anforderungen an den Einkauf und seine Organisation sind in den letzten Jahren enorm gestiegen – seien es nun Kostendruck, zunehmende Globalisierung und Konkurrenz der Schwellenländer oder knapper werdende Rohstoffe. Warnsignale en masse, um Einkäufer eigentlich scharenweise in die IT-Schmieden zu treiben, damit sie sich dort kostensenkende Software beschaffen. Doch weit gefehlt. Statt auf IT-Systeme setzen Einkaufsabteilungen lieber aufs Drücken der Preise.

Zu diskutieren gibt es im Grunde nicht viel. Die Anforderungen an den Einkauf und seine Organisation sind in den letzten Jahren enorm gestiegen – seien es nun Kostendruck, zunehmende Globalisierung und Konkurrenz der Schwellenländer oder knapper werdende Rohstoffe.

Warnsignale en masse, um Einkäufer eigentlich scharenweise in die IT-Schmieden zu treiben, damit sie sich dort kostensenkende Software beschaffen.

Doch weit gefehlt. Statt auf IT-Systeme setzen Einkaufsabteilungen lieber aufs Drücken der Preise.

E-Sourcing steckt noch immer in den Kinderschuhen

Knowhow-Defizite, Zeitdruck und falsche Erwartungen sind die größten Anwendungskiller.

Deshalb haben es nach gut 10 Jahren IT-Beschaffung nur elektronische Kataloge in Deutschland zu nennenswerter Akzeptanz und Anwendungsdichte gebracht.

Ausschreibungs- und Auktionssysteme oder Tools für das Lieferantenmanagement fristen dagegen noch immer ein ausgesprochenes Mauerblümchendasein.

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In seinem Stimmungsbarometer „Elektronische Beschaffung 2014“ kommt der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V. (BME) deshalb auch zu dem Schluss, dass der „Einsatz von E-Lösungen in den meisten Einkaufsabteilungen längst zum Geschäftsalltag gehört, die Nutzungsintensität bei allen Tools aber immer noch zu gering ist“.

Die Liste der Vorbehalte ist lang

Wie nicht anders zu erwarten, halten in erster Linie Wirtschaftlichkeitsaspekte Einkaufsmanager davon ab, E-Sourcing-Lösungen in ihren Unternehmen einzuführen.

Welche weiteren Hinderungsgründe es gibt, wollten die Analysten des BME natürlich auch wissen.

Hier sind die Antworten (für Katalogsysteme; Mehrfachnennungen waren möglich):

  • Das Einsparpotenzial bei den Prozesskosten steht in keinem Verhältnis zum Aufwand = 25 %.
  • Die Zahl der Bestellvorgänge ist so gering, dass sie mit traditionellen Einkaufsmethoden schneller zu erledigen sind = 25 %.
  • Zu hohe Kosten für Anschaffung und Betrieb der IT-Systeme = 25 %.
  • Die benötigten Waren oder Dienstleistungen tauchen in keinem Katalog auf = 37 %.
  • Lieferanten haben ihrerseits keine Katalogsysteme installiert = 6 %.
  • Fehlende Ressourcen an Personal und Technik = 18 %.
  • Unternehmensleitung lehnt IT-Einsatz ab = 6 %.
  • Nicht näher beschriebene rechtliche Hindernisse = 6 %.

Beachten Sie: Aber auch viele Sourcing-Programme halten nicht, was ihre Anbieter vollmundig versprechen.

Von den Einkäufern beklagt werden in erster Linie mangelnde Systemreife.

In viel zu vielen Fällen macht sie eine komplizierte Bedienerführung mit unnötigen Funktionen nicht nur unflexibel, obendrein lassen sie sich schlecht oder gar nicht in hauseigene IT-Systeme integrieren.

Als problematisch wird von den Männern und Frauen der Beschaffung auch die starke Fragmentierung des E-Sourcingmarkts beklagt.

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