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Recht im Einkauf: Mangel- und Mangelfolgeschaden

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Das Thema Recht gehört im Einkauf zum Alltag. Nicht immer läuft bei Ihren Lieferanten alles optimal, Mängel bei Lieferungen sind keine Ausnahme. Dabei gibt es so genannte Mangelschäden und Mangelfolgeschäden. Der Einkaufsmanager zu den Unterschieden zwischen diesen beiden Schadensarten: Die beiden Begriffe werden sowohl bei Mängeln an Kaufsachen (Kaufvertragsrecht) als auch bei Mängeln an bestellten Werken (Werkvertragsrecht) verwendet. Zum Mangelschaden zählen Schäden an der geschuldeten Sache selbst, die durch Nacherfüllung beseitigt werden können, alle weiteren Schäden sind Mängelfolgeschäden. Ein Mangelfolgeschaden ist demnach ein Schaden, der durch die Mangelhaftigkeit einer geschuldeten Leistung an einer anderen Sache oder einem sonstigen Rechtsgut entsteht.Welche Konsequenzen sich in der Praxis aus diesen Schäden ergeben und auf welcher Rechtsgrundlage sich die Regulierung bewegt...

Das Thema Recht gehört im Einkauf zum Alltag. Nicht immer läuft bei Ihren Lieferanten alles optimal, Mängel bei Lieferungen sind keine Ausnahme. Dabei gibt es so genannte Mangelschäden und Mangelfolgeschäden. Der Einkaufsmanager zu den Unterschieden zwischen diesen beiden Schadensarten:
Die beiden Begriffe werden sowohl bei Mängeln an Kaufsachen (Kaufvertragsrecht) als auch bei Mängeln an bestellten Werken (Werkvertragsrecht) verwendet. Zum Mangelschaden zählen Schäden an der geschuldeten Sache selbst, die durch Nacherfüllung beseitigt werden können, alle weiteren Schäden sind Mängelfolgeschäden. Ein Mangelfolgeschaden ist demnach ein Schaden, der durch die Mangelhaftigkeit einer geschuldeten Leistung an einer anderen Sache oder einem sonstigen Rechtsgut entsteht.
Welche Konsequenzen sich in der Praxis aus diesen Schäden ergeben und auf welcher Rechtsgrundlage sich die Regulierung bewegt... Beide Schäden muss der Schuldner im Rahmen des Schadenersatzanspruchs aus der Sachmängelhaftung (Gewährleistungsrecht) ersetzen. Praktische Bedeutung hat die Abgrenzung nach dem seit 2002 geltenden Schuldrecht nur noch für die Bestimmung der Anspruchsgrundlage, aus der sich die genauen rechtlichen Voraussetzungen für die Ersatzansprüche herleiten:
Für Mangelschäden ist § 281 oder § 283 BGB maßgeblich. Für Mangelfolgeschäden ist als sonstiger Schaden dagegen allein § 280 Abs. 1 BGB anzuwenden, wonach der Schadensersatzanspruch auch ohne Fristsetzung besteht und neben anderen Gewährleistungsrechten (Nacherfüllung, Rücktritt, Minderung) geltend gemacht werden kann.
Unter § 281 BGB fallen nur die Kosten für die Reparatur, Ersatzbeschaffung und den nach einer Reparatur verbleibenden Minderwert der Sache. Alle anderen Schäden, die der Gläubiger durch die Mangelhaftigkeit erleidet, insbesondere an anderen Sachen und der Gesundheit, sind nach § 280 Abs. 1 BGB zu ersetzen.
Praxis-Tipp: Unter Mangelfolgeschäden fallen demnach auch Schäden durch den Nutzungsausfall aufgrund der Reparatur, entgangenem Gewinn und Gutacherkosten.

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