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Rund um Glasbearbeitung: Glasarten und Herstellungsmethoden

 
Urheber: Pixabay.com @ jplenio (CC0 Creative Commons)

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Glas ist nicht gleich Glas, es gibt viele unterschiedliche Arten dieses Rohstoffes. Damit einhergehend werden diese unterschiedlichen Glasarten auch mit unterschiedlichen Methoden hergestellt. Dieser Beitrag erklärt, welche Glasarten und Herstellungsmethoden es gibt und wie es sich mit der Wirtschaftlichkeit für die Anschaffung von individuellen Gläsern verhält.

Aus welchen Rohstoffen besteht Glas?

Der Sammelbegriff Glas bietet viel Raum für Spekulationen, wenn es um die zugrunde liegenden Rohstoffe geht. Grundsätzlich werden unterschiedliche Materialien zusammengeschmolzen, um beim Abkühlen ohne die Kristallisation zu erstarren. Die Ähnlichkeit mit flüssigen Rohstoffen ist zwar optisch vorhanden, jedoch ist Glas ein Festkörper. Die Hauptbestandteile von Glas sind Soda, Kalk und natürlich Quarzsand. Dank unterschiedlicher Metall-Oxide entsteht die jeweilige Färbung, die zum Beispiel mit Kupfer Blau oder mit Schwefel-Eisen Braun zum Ergebnis hat. Die Produktion von Glas war bereits seit 3000 Jahren vor Christus im alten Ägypten bekannt. Doch wurden damals nur einzelne Teile mit Glas bestückt. In Deutschland erwuchs der Glasbau während der Römerzeit in Trier bei Köln. Die eigentliche Herstellung von Glas in Deutschland wurde durch das Zerkleinern verschiedener Rohstoffe und das Zusammenmischen dieser erforscht. Sie wurden eingeschmolzen und haben sich verbunden. Heute gehört Glas zu den wertvollen Materialien, die auch gerne genutzt werden, um platzsparende Lösungen in Büros, Industrieanlagen oder in den eigenen vier Wänden umzusetzen. Glasbereitungsmaschinen-Hersteller präsentieren Lösungen im Bereich der Flachglasverarbeitung sowie -veredelung.

 

Die unterschiedlichen Glasarten: Eine Aufzählung

Obwohl sich relativ schnell Unterschiede in der Glasqualität erkennen lassen, ist es gar nicht so einfach, die unterschiedlichen Glasarten sofort zu erkennen. Die folgende Aufzählung gibt Aufschluss über gängige Varianten:

Fensterglas: Das Fensterglas dürfte jedem ein Begriff sein. Dieses Glas wird auch Natronglas genannt und wird durch die Zusammenführung von Quarzsand, Kalkstein und Soda – also dem ganz normalen Herstellungsprozess – geschmolzen und hergestellt. Die Eigenschaften des Glases sind, dass es nicht beständig gegen Trübung ist, jedoch gegen viele Arten von Säure. Das Glas ist nicht kristallin und somit amorph.

Bleiglas: Das Bleiglas, oder auch Kleikristallglas genannt, findet Verwendung in verschiedenen Bereichen. Es setzt sich aus Kalkstein, Quarzsand und Bleioxiden zusammen. Diese gewährleisten eine hohe Dichte und sind somit leicht erweich- und veränderbar.

Böhmisches Glas: Kaliglas ist die allgemeine Bezeichnung für dieses Glas. Wie auch die anderen beiden Glasarten besteht es aus Quarzsand und Kalkstein. Die Besonderheit liegt in der Pottasche, die hierbei hinzukommt. Diese Zutat macht das Glas resistenter, härter und schwerer zu schmelzen, jedoch ist es stärker lichtbrechend als Natronglas.

Jenaerglas: Das Jenaerglas, oder auch Borosilikatglas genannt, ist ein durch viele Rohstoffe zusammengesetztes Glas. Es besteht aus Aluminiumoxiden, Barium-, Natrium-, Magnesium- und Calciums-Oxid sowie Quarzsand. Durch das Boroxid wird verhindert, dass das Glas selbst bei Wärme nicht springt. Barium ist für die erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Basen zuständig. Das Aluminium sorgt für die glatte Struktur und senkt dadurch die spröde Oberfläche. Falls am Jenaerglas doch einmal etwas geändert werden muss: Bei ca. 650 °C erweicht schließlich auch diese Zusammensetzung.

Die Nutzung von Glas: Baustoff, Lichtbringer, Übermittler und Alltagsbegleiter

Glas ist ein Baustoff, der für die unterschiedlichsten Zwecke, Bauarten und Maschinen benötigt wird. Hierunter fallen in der Elektrobranche zum Beispiel Smartphones, Monitore, Fernseher und vieles mehr. Im Bereich des Bauens hat Glas eine große Bedeutung, denn es ist für das lichtdurchlässige Element in einem Haus notwendig. Denn, damit es im Innenraum hell ist, sind ein Fenster, eine Fassade oder Türen aus Glas nötig. Diese unterschiedlichen Glasnutzungsarten dienen darüber hinaus zur Wärmedämmung. Damit das Dach optimal isoliert und geschützt wird, bieten Hersteller glasfaserverstärkte Kunststoffe sowie Glasfasermatten an.

Eine weitere und vor allem alltägliche Nutzung von Glas sind Lampen und deren Leuchtmitteln. Hierbei werden die Leuchtmittel mit Glas erzeugt, um den Lichtschein nicht zu hindern und die Wohnung optimal zu beleuchten. In den Laboren dieser Welt befinden sich eine Menge Spezialgläser. Diese werden zum Beispiel für Reagenzgläser oder Pipetten genutzt. Eine weitere Form des Spezialglases stellen optische Gläser dar. Dazu zählen zum Beispiel Mikroskope oder Kameras. Diese können das Glas nutzen, um das Licht zu brechen und so durch Krümmungen einen Zoom zu erzeugen.

Natürlich spielt das Glas auch in der Industrie eine große Rolle, beispielsweise im Autobau. Hier wird das Glas nicht nur für jegliche Fenster genutzt, sondern auch für diverse Spiegel. Darüber hinaus erfüllt das Material einen weiteren wichtigen Zweck und zwar als Glasfaserkabel, um elektrische Signale in Licht umzuwandeln und diese über größere Strecke zu übermitteln. Da Licht schneller als Impulse überträgt, wird Glasfaser im Leitungsbau mittlerweile bevorzugt. Aber auch im täglichen Bedarf ist der Rohstoff so ziemlich überall zu finden: Von Gläsern über Flaschen bis hin zu Wohnungsdekorationen.

Wie hoch sind die Kosten für unterschiedliche Gläsertypen und rechnet sich dies?

Die unterschiedlichen Gläser haben auch unterschiedliche Preise. Es kommt immer auf den Nutzen des Glases an. Ein Beispiel sind Gläser mit Wärmedämmung und doppelter Verglasung für das Haus. Diese kosten normalerweise mehr als Modelle ohne diese Eigenschaften, allerdings benötigen Hausbesitzer Fenster mit solchen Funktionen, um energiesparend zu bauen und langfristig Kosten zu sparen.

Im Bereich der Getränkeindustrie ist das Glas im Vergleich zu einer Kunststofflasche etwas teurer, daher bekommen Verbrauchern beim Einkaufen auch den bekannten Pfandwert berechnet und die Gläser werden eingeschmolzen und wiederverwertet. Aber nicht nur die Kosten, sondern auch das richtige Umwelt- und Energiemanagement sind hier ganz stark entscheidend. Daher lässt sich auch festhalten, dass Glas in jedem Fall die wirtschaftlichere Alternative zu Kunststoff ist. Weniger Müll ist nur eine positive Konsequenz. Durch die Recycling-Fähigkeiten ist Glas jederzeit wieder benutzbar, nachdem es eingeschmolzen wurde.

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