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Sourcineering: der Lückenschließer

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Eine mehr als notwendige Übung. Wenn rund 70 % der beeinflussbaren Produktkosten bereits im Entwicklungsstadium festgeklopft werden, dann kommt denen, die von Kosten am meisten verstehen, nämlich den Frauen und Männern vom Einkauf, ohne Frage eine Jokerrolle zu. Theoretisch jedenfalls. In der grauen Unternehmenspraxis aber stehen genau sie als Beschaffermäuse oder als Ausputzer vom Dienst (wenn es brennt) meist ganz hinten an. Vor diesem Hintergrund ist der neue Mix aus Einkauf und Technik eine kleine Revolution in der Beschaffung.

Sourcineering: Was ist das eigentlich?

Vom reinen Wortbegriff her ist Sourc(e)ineering eine Kombination des bekannten „Sourcing“ (Quelle, Beschaffung) und des englischen „Engineering“ (Technik, Konstruktion).

Vom Wortsinn her umschreibt Sourcineering eine enge Zusammenarbeit von Einkauf und Konstruktion bzw. F&E. Und zwar in den praxisrelevanten Stufen

  • Planung (planning),
  • Analyse (analysis),
  • Entwurf (design) und
  • Realisierung (construction).


Beachten Sie:
Sourcineering ist als Idee und Fachbegriff so neu, dass sich noch keine eindeutige Schreibweise durchgesetzt hat.

Ihnen wird also immer mal wieder ein „Sourceneering“ begegnen (mit einem -ein der Mitte).

Im Einkauf liegen die größten Potenziale

Es ist noch gar nicht so lange her, da waren Verkäufer und Außendienstler die gehätschelten Stars einer jeden Firma (und in nicht wenigen Unternehmen sind sie es noch immer).

Sie allein sorgen für Umsatz, Einkommen und Wettbewerbsfähigkeit. Der Einkauf dagegen kostet nur Geld.

Dabei sollte eigentlich alles klar sein. Wenn der Einkauf bei der Beschaffung von Teilen und Materialien 5 % Kosten einspart, müsste der Verkauf im Gegenzug seinen Umsatz um 50 % steigern, um zu gleichen Ergebnissen zu kommen.

Diese zusätzlichen 50 % lassen sich selbstredend nicht so aus dem Ärmel schütteln – sie sind Fantasiegrößen. Materialkostensenkungen von 5 % aber nicht.

Womit sich auch jede Diskussion erübrigt, wo in einem Unternehmen die größten Potenziale liegen: nämlich im Einkauf.

Es hat sich ausgespart

Mit Einkaufsmethoden von gestern, muss hinzugefügt werden! Denn die suchen ihr Kostenheil lediglich bei der operativen Beschaffung.

Sparpotenziale, die so gut wie ausgereizt sind. Heutzutage setzen moderne Einkaufsmethoden ihre Sparhebel entlang der gesamten Wertschöpfungskette an.

Vorausgesetzt, die Beschaffung hat im Unternehmen den gleichen Stellenwert wie die Produktion und F&E!

Zwar würde eine enge Verzahnung und Zusammenarbeit dieser Bereiche den Unternehmen beachtliche Wettbewerbsvorteile sichern, doch kaum eine Firma schaft diesen Spagat.

Technologie- und Einkaufsmanagement sind in den überwiegenden Fällen noch immer zwei Königskinder, die nicht zusammenfinden.

Beachten Sie:
Damit sich das ändert und sich die Beschaffung zu einem aktiven Element der Wertschöpfungskette mausert, muss sie unbedingt mehr Stärke und Durchsetzungswillen entwickeln – gerade den meist tonangebenden Ingenieuren gegenüber.

Garantiert kein leichter Job und mit links ist er auch nicht zu schaffen.

SCHOTT: mit gutem Beispiel voran

Diese Stärke und den Durchsetzungswillen haben die Einkäufer des Technologiekonzerns SCHOTT AG schon bewiesen und vor ein paar Jahren ein crossfunktionales SCHOTT Procurement Office gegründet.

Dank intensiver Zusammenarbeit schafften (und schaffen) diese abteilungsübergreifenden Teams Prozesskostensenkungen von 30 % und mehr.

Sourcineering ist mehr als ein Modetrend

Sourcing Engineer, ein neuer Typ von Einkäufer

Gute Lieferanten zu finden und ebenso gute Verträge auszuhandeln sind zwar weiterhin ihre Hauptaufgaben, daneben müssen sie aber mindestens ebenso gute Netzwerker sein.

Um crossfunktionale Teams wie bei SCHOTT zu führen oder ihnen auch nur anzugehören, braucht es nämlich neben dem ingenieurtechnischen Knowhow (sowie den sozialen und emotionalen Kompetenzen) auch allerhand Koordinations und Moderationstalente.


Ein langer Atem ist gefragt

Um diese neuen Teams aufzubauen und mit den neuen Einkaufsmethoden arbeiten zu können, braucht es neben Durchsetzungskraft auch eine kräftige Portion Geduld.

Der Grund: Den Entscheidern fehlt es häufig an Mut, vertraute und Sicherheit gebende Kästchenstrukturen zugunsten einer flexiblen (und als unsicher empfundenen) Prozessorientierung aufzugeben.

In diesen konservativen Denkmustern kommen natürlich auch keine crossfunktionalen Teams vor. Gerade sie sind aber die Voraussetzung für ein funktionierendes Sourcineering.

Die fünf wichtigsten Aufgaben des Sourcing Engineers sind dabei:

  • Wissensdatenbanken zu relevanten Kaufteilen einzurichten und zu pflegen,

 

  • gemeinsam Lieferanten mit F&E sowie der Produktion auszuwählen,

 

  • gemeinsam Vorzugsteile und Vorzugslieferanten festzulegen, einschließlich Alternativlösungen bei Lieferausfällen,

 

  • Sourcineering-Entscheidungen im Unternehmen (und beim Lieferanten) transparent zu machen,

 

  • Logistikprozesse zu verbessern und zu optimieren (auch innerbetrieblich).


Die besten Websites für Einkäufer

www.lorry-rail.com/home/?lng=de
Das Geheimnis, wie Ihre Liefer-Lkws in rund 15 Stunden mehr als 1.000 km schaffen können, lüftet diese Webseite.

Betreiber ist die luxemburgische Eisenbahngesellschaft LORRY-RAIL S.A, die vor genau 10 Jahren damit begonnen hat, eine Autobahn auf der Schiene zu bauen, ähnlich dem bekannten Kombinierten Verkehrs-Prinzip (KV).

www.sourcingmanager.de
In den Bastlerstuben der Software-Häuser ist die Globalisierung offensichtlich noch nicht richtig angekommen.

Denn angeboten werden elektronische Systeme immer nur für einen begrenzten regionalen oder nationalen Einkaufs- und Beschaffungsmarkt.

Diesen Missstand will der Bremer Dienstleister „SourcingManager“ mit seinem gleichnamigen E-Sourcing-Tool beseitigen, mit dem relativ einfach elektronische Auslandsbestellungen in allen gängigen Handelssprachen abgewickelt werden können.

www.resinex.de
1988 als Vertriebsgesellschaft für Shell in Belgien gegründet, ist Resinex heute ein europaweit agierender Zulieferer von Thermoplast- und Kautschuk- Rohstoffen.

Auf seiner Website bietet der multinationale Händler sage und schreibe 10.000 Kunststoffe für nahezu alle Industriebranchen an: von Standardkunststoffen wie PP, PE, PS über technische Thermoplaste (PA, ABS, PC, POM) bis hin zu Spezialitäten (TPE, PPS, LCP, PA46, PA12, PEI) sowie Synthese- und Naturkautschuk.

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