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Stahl: von der Intensivstation herunter

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Trotz spürbarer Wachstumsimpulse erwarten z. B. die deutschen Stahlhersteller 2014 keine substanzielle Trendwende. Die Branche habe zwar ihre Talsohle durchschritten, ließ der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl www.stahl-online.de , Hans Jürgen Kerkhoff, verlauten, plage sich aber immer noch mit Überkapazitäten und einer geringen Nachfrage herum. Dennoch werden die deutschen Stahlkocher in diesem Jahr ihre Produktion um rund 2 % auf 43 Mio. t hochschrauben.

Immer mehr Material

Auf dem globalen Stahlmarkt das gleiche Bild. Trotz massiver Überkapazitäten legte beispielsweise die weltweite Rohstahlproduktion im 3. Quartal 2013 noch einmal um 2,7 % zu. China schafte sogar ein Plus von 8 %!

Dabei redet Peking ständig davon, die einheimische Produktion deutlich zu drosseln, ließ aber zu, dass im vergangenen Jahr 20 neue Hochöfen in Betrieb gingen (Kapazitätszunahme: 27 Mio. t Stahl jährlich!).

In diesem Jahr soll es in ähnlichen Größenordnungen weitergehen.

Erste Frühlingsgefühle

Diese Materialberge halten die Hersteller aber nicht davon ab, sich immer wieder an höheren Preisen zu versuchen.

In Erwartung einer wieder anspringenden Konjunktur ließen z. B. in den USA die Branchengrößen AK Steel und U.S.

Steel die Muskeln spielen und belegten die meisten Sorten mit (moderaten) Aufschlägen – die sie aber in voller Breite nicht durchsetzen konnten.

Nippon Steel & Sumitomo Metal wiederholte das Spiel in Japan.

Eine gestiegene Nachfragenach Blechen für die Autoindustrie ließ den Konzern sofort an der Preisschraubedrehen.

  • Eisenerz: Dank der chinesischen Produktionslaune haben auch die Eisenerzpreise zugelegt. Im Dezember 2013 erreichten die Notierungen mit 138,20 US$/t (Eisengehalt 62 %, Hafen Tianjin) ein 3-Monats-Hoch. Fraglich ist allerdings, ob sich dieses Niveau halten kann, da in diesem Jahr mit einem Erzüberschuss von mindestens 154 Mio. t gerechnet wird.

 

  • Kohle: Wenn auch die Nachfrage nicht so stark gestiegen ist wie erwartet, gibt sich der Markt doch leicht optimistisch. Aus den 135 US$/t für die Sorte Hard Coking Coal FOB Australien vor 4 Wochen (der niedrigste Wert seit 2009) sind inzwischen 140 US$/t geworden.

 

  • Schrott: Aufwärts geht es offensichtlich auch am für Europa wichtigen belgischen Schrottmarkt. Für Blechschrott (Schneideabfälle) legten die Preise um rund 5 €/t auf 225 €/t zu und für Gussbruch um 15 €/t auf 255 €/t.

 

Kurz informiert

Kartellbildung: Container- Reedereien unter Verdacht

Trotz Dementis stehen seit November 2013 alle großen Seefrachtanbieter von Maersk bis Hapag Lloyd unter Verdacht, Preiserhöhungen auf wichtigen Containerstrecken zwischen Schanghai, Hongkong sowie Singapur, Bremerhaven, Hamburg und Rotterdam abgesprochen zu haben.

Wenngleich EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia auch keine Namen nannte (wie immer in solchen Fällen), so „handelt es sich aber nicht um eine kleine Zahl“.

Neu sind diese Vorwürfe nicht. Bereits 2011 habe die EU-Kommission wegen Verdachts einer Kartellbildung die Büroräume verschiedener Reedereien durchsuchen lassen.

Schienentransporte: 1 % weniger

In den ersten 3 Quartalen des vergangenen Jahres wurden auf dem deutschen Schienennetz 274,1 Mio. t Güter und Waren transportiert.

Das ist ein Minus von genau 1 % zum Vorjahreszeitraum.

Im innerdeutschen Verkehr und im Auslandsverkehr waren es sogar noch weniger: –1,8 % bzw. –3,5 %. Umsatzeinbußen mussten die Bahnen besonders bei land- und forstwirtschaftlichen Waren (–11,7 %), Konsumgütern zum kurzfristigen Verbrauch (–10,6 %) sowie bei Metallen und Metallerzeugnissen (–6,6 %) hinnehmen.

Schwarze Zahlen konnten die Bahnen mit 4,8 Mio. transportierten TEU dagegen bei Containern, Wechselbehältern und bei Kohle, Rohöl sowie Erdgas schreiben.

In den ersten 3 Quartalen kamen +8,4 % heraus

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