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Studienergebnis zeigt: Der Einkauf ist besonders anfällig für Korruption

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Im Juli veröffentlichte das Deutsche Institut für Interne Revision e.V. (IIR) die Ergebnisse einer Expertenbefragung aus dem Sommer 2006. Sie zeigen, dass der Einkauf beim Thema Korruption - leider - ganz vorne mit dabei ist.Der Einkaufsmanager fasst die wichtigsten Ergebnisse für Sie zusammen:(Prozentzahlen beziehen sich auf die 220 untersuchten Fälle) Der Einkauf gehört mit 37 % zu den anfälligsten Geschäftsbereichen. Die Beschaffung ist mit 45 % eine der anfälligsten Geschäftsarten. 64 % der Korruptionsfälle sind systematisch geplant, 37 % sind Wiederholungsfälle.

Im Juli veröffentlichte das Deutsche Institut für Interne Revision e.V. (IIR) die Ergebnisse einer Expertenbefragung aus dem Sommer 2006. Sie zeigen, dass der Einkauf beim Thema Korruption - leider - ganz vorne mit dabei ist.
Der Einkaufsmanager fasst die wichtigsten Ergebnisse für Sie zusammen:(Prozentzahlen beziehen sich auf die 220 untersuchten Fälle)

  • Der Einkauf gehört mit 37 % zu den anfälligsten Geschäftsbereichen. Die Beschaffung ist mit 45 % eine der anfälligsten Geschäftsarten.
  • 64 % der Korruptionsfälle sind systematisch geplant, 37 % sind Wiederholungsfälle.

 

  • Täter sind meist Männer (41-60 Jahre), vorzugsweise mit hohem Bildungsabschluss (48 % haben Hochschul- oder Fachhochschulabschluss), die sich seit 6-10 Jahren auf der relevanten Stelle befinden.
  • Sie tun es aus Habgier und Geltungsbedürfnis sowie um sich entweder einen aufwändigen Lebensstandard zu sichern oder finanzielle Engpässe abzufedern.
  • Korruption wird häufig ermöglicht durch unzureichende interne Kontrolle, durch enge Zusammenarbeit von Mitarbeitern mit Externen sowie durch Alleinbearbeitung von Projekten.
  • Die Täter nehmen die ungenügenden Kontrollen als Einladung wahr, ihnen mangelt es an Werte- und Unrechtsbewusstsein, die Hemmschwelle ist generell niedrig.
  • 71 % der untersuchten Fälle haben einen Bruttoschaden von 10.000-250.000 € verursacht, 29 % davon lagen zwischen 10.000 und 50.000 €.
  • Die Aufdeckung erfolgte meist entweder durch zufällige Umstände oder durch Hinweise (extern sowie intern).


Der Einkaufsmanager rät zu Wachsamkeit, denn: Auch bei den 4 anderen Deliktsarten Untreue/Betrug, Diebstahl, Wettbewerbsdelikte und Geldwäsche ist der Einkauf/die Materialwirtschaft immer mit dabei.
Die Zahlen der Kriminalämter sind Schwindel erregend hoch. Wirtschaftskriminelle treffen unsere gesamte Gesellschaft. Wenige Täter schädigen oft viele Opfer und bereichern sich auf deren Kosten. Hinzu kommen beträchtliche immaterielle Schäden für unsere Gesellschaft - wie etwa die Untergrabung der öffentlichen Moral („der Ehrliche ist der Dumme“).
Gründe genug, um aktiv und mit vereinten Kräften für eine integre Wirtschaftskultur einzutreten. Oftmals wissen Mitarbeiter von schädigenden Verhaltensweisen, trauen sich aber aus Angst vor Repressalien nicht, jemandem davon zu erzählen: Vielleicht ist ja auch der direkte Vorgesetzte oder der Kollege am Schreibtisch gegenüber involviert? Oder: Wie kommt es an, wenn ich auf das korrupte Verhalten eines „Mitbewerbers“ hinweise? Wird man mir überhaupt Glauben schenken und dem Hinweis nachgehen?
Einkaufsmanager-Tipp: Seien Sie jedoch sehr vorsichtig beim Umgang mit den Kommunikations-Plattformen (per Internet oder Telefonhotline) zur anonymen Anzeige von Korruptionsfällen der Landeskriminalämter. Laut ZDF-Magazin „Frontal 21“ im Juli 2007 gibt es viele Fälle, in denen Personen/Firmen völlig grundlos angeschwärzt wurden.
Was Sie tun können, um sich und Ihr Unternehmen vor Korruption zu schützen
Sie und Ihre Firma sind gut beraten, dieses Thema ganz offen anzusprechen. Finden Sie Ihr Konzept zum Schutz gegen Wirtschaftskriminelle. Die Studie zeigt klar, dass Korruption besonders dann regelmäßig auftritt, wenn Mitarbeiter über hohe Entscheidungskompetenzen verfügen, wie in den Bereichen Einkauf und Verkauf. Der ständige Kontakt mit externen Personen und der Umgang mit hohen Summen sind alltäglich.
Viele Mitarbeiter in diesen - aber auch anderen - Bereichen verfügen aufgrund ihres Wissens, ihrer Kontakte oder der schlechten Beobachtbarkeit ihres Tuns über eine Machtposition gegenüber der Firma oder Dritten.
Einkaufsmanager-Tipp: Die „Das-kann-bei-uns-nicht-passieren-Haltung“ ist naiv und grob fahrlässig.

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