Gratis-Download

Durch die systematische Optimierung der Beschaffungskosten können die den Gewinn Ihres Unternehmens deutlich zu erhöhen – und das ohne schmerzliche...

Jetzt downloaden

Weizen: Die Preise fahren Fahrstuhl

0 Beurteilungen

Erstellt:

Wie bei vielen Rohstoffen, so hat die Ukraine-Krise auch die Weizenmärkte erreicht. In der Folge kletterten die Notierungen mit fast 725 US-Cent/Scheffel (engl. Bushel = 27,22 kg) Anfang Mai auf ein 13-Monats- Hoch – nur um in den folgenden 4 Wochen auf 575 US-Cent/Scheffel zu fallen. Die erneute Wende kam Mitte Juni, als die Preiskurve wieder (leicht) nach oben drehte. Auf lange Sicht hat die Ukraine-Krise die Abwärtsbewegungen der vergangenen Jahre (weltweit gute Ernten, vergrößerte Anbauflächen) wohl lediglich für kurze Zeit und besonders nur während der Kämpfe um die Hafenstadt Odessa unterbrochen. Beachten Sie: Die Ukraine ist der sechstgrößte Weizenexporteur (und der drittgrößte Maisexporteur) der Welt. Über den Schwarzmeerhafen Odessa werden beinah 90 % der ukrainischen Kornexporte abgewickelt.

Die Misere von 2012 ist vergessen

Verheerende Dürreperioden, in den USA z. B. die schlimmste seit 1956, hatten vor 2 Jahren die Welternte mit 660 Mio. t auf einen Tief- und die Preise auf einen Höchststand gedrückt. Im Jahr darauf ergibt sich ein komplett anderes Bild.

Die in Rom ansässige UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) meldete eine Rekordernte von fast 720 Mio. t Weizen.

In diesem Jahr dürfte es etwas weniger sein. Die FAO schätzt die 2014er-Ernte auf knapp 705 Mio. t.

Das reicht nicht für eine neue Rekordernte, weil ausgerechnet die Marktgrößen USA, Kanada und Australien geringere Erträge melden.

In den USA und Kanada hatten die Bauern unter einem extrem harten Winter zu leiden und in Australien unter Trockenheit.

Russland legt eine Schippe drauf

Von der Natur weniger gebeutelt wurden dagegen die russischen Weizenanbauer.

So konnte Agrarminister Nikolai Fjodorow Ende Juni in Moskau stolz verkünden, dass Russland (im weltweiten Ranking die Nummer 3) seine Weizenexporte um 15 % auf rund 22 Mio. t erhöhen wird. Möglich machen diese Steigerung gute Ernteerträge von 53 Mio. t.

Alle Preise auf Korrekturkurs

Der Markt hat sich nicht nur erstaunlich schnell vom Schock der Ukraine-Krise erholt, überhaupt wird heute die Versorgungslage wesentlich optimistischer eingeschätzt als noch vor ein paar Wochen. Mit dieser Erholung sind auch alle Ängste einer gravierenden Ressourcenverknappung verschwunden.

Das für Einkäufer erfreuliche Fazit: Neue Höhenflüge der Weizenpreise sind nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Die weltweit gute Versorgungslage deutet eher auf fallende Notierungen hin, sodass die gegenwärtigen 600 US-Cent/Scheffel ganz sicher noch nicht ihren Boden erreicht haben.

Einkauf & Beschaffung heute

Erweitern Sie Ihr Einkaufs-Wissen mit dem besten Praxis-Know-how, erfolgserprobten Arbeitshilfen und Best-Practice-Beispielen für Einkaufsprofis.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Preisentwicklungen und Praxis-Know-how für Einkaufsleiter weltweit

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Marktanalysen & Preis-Prognosen für Rohstoffprofis