Gratis-Download

Durch die systematische Optimierung der Beschaffungskosten können die den Gewinn Ihres Unternehmens deutlich zu erhöhen – und das ohne schmerzliche...

Jetzt downloaden

Wertorientiert arbeiten im Einkauf: Chemie und Pharma schneiden am schlechtesten ab

0 Beurteilungen

Erstellt:

zu diesem wenig schmeichelhaften Ergebnis kommt die Münchener Consulting-Gruppe ConMoto in ihrer Studie „Wie wertorientiert arbeitet Ihr Einkauf?“ vom Oktober 2012. Danach rangieren die Industriezweige Chemie, Pharma und Medizintechnik abgeschlagen unter „ferner liefen“.

Für ihre Studie hatten die Münchener Experten Top-Manager aus 111 deutschen Unternehmen und 8 Branchen-Clustern aufgefordert, ihr Beschaffungsmanagement hinsichtlich einer Wertorientierung einzuschätzen.

Und zwar nicht allgemein, sondern mit Daten, Zahlen und Fakten, die am Unternehmenserfolg ablesbar waren und es noch immer sind. Die Gesamtnote quer durch alle Firmen und Sparten: „Befriedigend“.

Beachten Sie: ConMoto definiert Wertorientierung im Einkauf als einen „Beitrag zur Senkung der Material-, Sach- und Prozesskosten, des Kapitalbedarfs sowie die Minimierung von Beschaffungsrisiken durch ein aktives Lieferantenmanagement“.

Darüber hinaus „fördert ein wertorientierter Einkauf als Schnittstellenpartner und Prozesstreiber die Verankerung von Innovation, Ökologie und Nachhaltigkeit im täglichen Handeln“. Da verwundert es nicht, dass die Münchener ein noch viel zu wenig bekanntes „Best Cost Sourcing“ propagieren.

ConMoto liest der Beschaffungsbranche die Leviten

Die – durchaus nicht neue – Kernaussage der Münchener: Trotz stetig steigenden Kostendrucks, abnehmender Fertigungstiefe, kürzerer Produktlebenszyklen und größerer Prozesskomplexität werden die Potenziale des Einkaufs in den meisten Unternehmen nicht erkannt. Teils aus Unwissenheit, teils aus Bequemlichkeit.

Und das bei Kostengrößen, die jenseits der berüchtigten Peanuts liegen. Stattliche 16.000 Mrd. € werden in den Ländern der EU 27 für die Beschaffung von Waren und Dienstleistungen ausgegeben. Pro Jahr!

Ebenfalls nicht neu ist ConMotos Appell, dass ein moderner, wertorientierter Einkauf heutzutage weit mehr sein müsse als eine Waren- und Dienstleistungsbeschaffung zu möglichst niedrigen Preisen.

Con-Moto schreibt den Einkäufern noch 3 weitere Hausaufgaben ins Pflichtenheft:

  1. die Einbeziehung der Beschaffung vom Start weg, also vom Anfang der Wertschöpfungskette an als „State of the Art“
  2. Kooperation und Zusammenarbeit mit Lieferanten ebenso wie mit unternehmensrelevanten Bereichen, um nicht nur die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, sondern auch Innovationen und Produktentwicklungen voranzutreiben
  3. eine strategische Planung und Durchführung aller Beschaffungen, die sich einerseits aus der übergeordneten Unternehmensstrategie ableiten und sich andererseits in sie einfügen müssen.

Zu viele Sitzenbleiber im Einkauf

Das Ergebnis der Untersuchung fiele noch schlechter aus, gäbe es die Vorzeigebranche „Automotive“ nicht. Darüber hinaus verschleiert die Gesamtnote „Befriedigend“ (Durchschnitt 2,8), dass beispielsweise die Schlusslichter Chemie, Pharma und Medizintechnik bei der Bewertung von Entscheidungseffizienz und Einkaufsstrategie nur eine magere 3,2 bzw. 3,3 erhielten.

Schlimmer noch: In diesen beiden Kategorien gaben sich 18 % der befragten Unternehmen eine glatte „Sechs“. Also Ungenügend oder, ins Schullatein übersetzt: Sie blieben sitzen! Etwa gleich viele Sitzenbleiber gab es auch in den Kategorien „Warengruppen- und Lieferantenmanagement“. Abgeschlagen landeten diese beiden wichtigen Beschaffungsgrößen in der Eigenbewertung auf dem letzten bzw. vorletzten Platz.

Es gibt viel zu tun …

... packen wir’s an, lautete in den frühen 1970er Jahren einmal ein Werbeslogan. 40 Jahre später hat ConMoto (zu Recht) diesen Spruch wieder aus der Mottenkiste geholt. Denn so weit einige Unternehmen und Einkaufsabteilungen in Sachen Einkaufs-Performance und Wertorientierung auch hinterherhinken, nichts ist für die Ewigkeit. Was schlecht war, kann jeden Tag besser gemacht werden. Zum Beispiel durch eine gründliche Neuorientierung.

Da eröffnen sich selbst für die Sitzenbleiber Chancen und Möglichkeiten. Weil einfach überall in der Beschaffung große Verbesserungspotenziale stecken. Man muss sie nur finden. Packen wir‘s also an!

Einen kostenlosen Auszug der Studie finden Sie in einer Slideshare-Version unter: www.conmoto.de/studien/wertorientierter-einkauf

Einkauf & Beschaffung heute

Erweitern Sie Ihr Einkaufs-Wissen mit dem besten Praxis-Know-how, erfolgserprobten Arbeitshilfen und Best-Practice-Beispielen für Einkaufsprofis.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Preisentwicklungen und Praxis-Know-how für Einkaufsleiter weltweit

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Marktanalysen & Preis-Prognosen für Rohstoffprofis