Gratis-Download

Durch die systematische Optimierung der Beschaffungskosten können die den Gewinn Ihres Unternehmens deutlich zu erhöhen – und das ohne schmerzliche...

Jetzt downloaden

Yuan vs. Dollar: China kratzt am Status des US-Dollar

0 Beurteilungen

Erstellt:

Die Etablierung des Yuan als neue Leitwährung betreibt Peking allerdings in Trippelschritten. Eines dieser Schrittchen war zum Beispiel vor ein paar Monaten, London neben Hongkong als weiteren Handelsplatz für den chinesischen Yuan in der sogenannten Offshore-Version zu etablieren. Für die Großbank HSBC nicht nur ein Trippelschritt, sondern geradezu ein Meilenstein auf dem Weg zur neuen, globalen Reservewährung. Ingo Nolden, Leiter der Abteilung Debt Capital Markets bei HSBC Deutschland, meinte seinerzeit: „Zug um Zug wird China die Dominanz des USDollar schwächen und die Rolle der eigenen Währung stärken.“

Der lange Atem der Chinesen

Während Europa und die USA von einer Finanzkrise in die nächste schliddern, kann sich die Volksrepublik seelenruhig in Position bringen. Begonnen hatte sie damit schon vor 3 Jahren, als sich die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) zu ihrem ersten Gipfel im russischen Jekaterinburg trafen. Im Abschluss-Kommuniqué hieß es 2009 sinngemäß: Wir glauben, dass ein stabiles, vorhersehbares und stärker diversifizierteres internationales Währungssystem dringend vonnöten ist.

Einen Schritt weiter gingen die 4 großen Schwellenländer auf ihrem zweiten Gipfel 2010. Damals kamen sie überein, den US Dollar als Leitwährung im Handel zwischen den BRIC-Ländern durch ihre nationalen Währungen abzulösen. In der Folge haben eine ganze Reihe kleinerer Länder mit China, Russland und Brasilien ähnliche Vereinbarungen abgeschlossen, ihren Handel in den Landeswährungen abzuwickeln.

Beachten Sie: Ende Dezember 2011 schloss selbst Japan mit China ein Abkommen, nach dem künftig der direkte Warenaustausch in Yuan und Yen ohne Umweg über den US-Dollar erfolgen wird. Mit dieser Entscheidung dürfte Peking einen großen Schritt weitergekommen sein, den USDollar als Handelswährung auch für die entwickelte Industrieländer abzulösen.

Chinas Lust und Last

Für Peking hat dieses Hegemoniestreben allerdings auch seine Schattenseiten. Denn mit dem Machtzuwachs wachsen auch die Probleme der zweitgrößten Volkswirtschaft.

Nach der US-Notenbank Federal Reserve investiert nämlich kein Land so viel in amerikanische Staatsanleihen wie China. Peking ist mit anderen Worten der größte Gläubiger der USA und mit dem Land enger verbandelt, als Partei und Regierung lieb sein können.

China kann also gar nicht anders, als in Trippelschritten das große Ziel zu erreichen, den US-Dollar als Leitwährung abzulösen. Würde sich Peking zum jetzigen Zeitpunkt von seinen billionenschweren US-Dollar-Staatsanleihen trennen (vorausgesetzt, dafür fänden sich überhaupt Käufer), schnitte sich die Volksrepublik ins eigene Fleisch. Mit dem radikalen Kursverfall des US-Dollar würden auch die Gewinnmargen der Chinesen radikal sinken.

Beachten Sie: In der Regel hinterlegen alle Regierungen ihre Devisenreserven in Staatsanleihen. Wobei für Anleger nur die großen Märkte, sprich Länder, als Investitionsobjekt interessant sind. Und da gibt es derzeit keinen anderen Finanzmarkt, der ein ebenso großes wie liquides und gleichzeitig von den Rating-Agenturen hoch bewertetes Anleihenangebot offeriert als die USA. Ein lukrativer Markt, der China in der Vergangenheit dazu verleitet hat, über 1.000 Mrd. US$ anzulegen.

Einkauf & Beschaffung heute

Erweitern Sie Ihr Einkaufs-Wissen mit dem besten Praxis-Know-how, erfolgserprobten Arbeitshilfen und Best-Practice-Beispielen für Einkaufsprofis.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Preisentwicklungen und Praxis-Know-how für Einkaufsleiter weltweit

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Marktanalysen & Preis-Prognosen für Rohstoffprofis