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Roadmap: Mehr Klarheit für die Planung im Unternehmen

 
©Duncan Andison | Adobe Stock

Von Redaktion Wirtschaftswissen,

Um die strategische Ausrichtung zu veranschaulichen und eine bessere Planung von Produktentwicklungen oder Projekten zu ermöglichen, nutzen Unternehmen häufig eine Roadmap. Wir zeigen Ihnen, was es mit diesem Konzept auf sich hat und wie eine Roadmap erstellt werden kann.

Was ist eine Roadmap?

Bei einer Roadmap handelt es sich um eine grafische Darstellung davon, wie sich Unternehmen auf dem Markt mit ihren Produkten, Technologien und Kompetenzen zukünftig weiterentwickeln können. Beim Roadmapping werden dafür alle relevanten Informationen, wissenschaftliche Erkenntnisse, Kenntnisse über die Marktentwicklung sowie weiterer Input zusammengetragen und in ein Schaubild bzw. einen Plan übertragen. Daher hat diese Methode auch ihren Namen, denn die Roadmap ist in ihrem ursprünglichen Sinn eine Straßenkarte.

Ebenso wie eine Straßenkarte hilft die Roadmap im Unternehmen dabei, mittel- und langfristige Entwicklungen und Strategien durch eine präzise Veranschaulichung und Darstellung übersichtlicher und somit planbarer zu machen.

So unterstützt die Roadmap z.B. das Management durch das Aufstellen eines groben Fahrplans dabei, wichtige unternehmerische Entscheidungen zutreffen. Das Ziel einer Roadmap kann es sein, einem Unternehmen eine Perspektive für die Entwicklung neuer oder besserer Produkte oder für Optimierungen und Durchführungen von Projekten zu bieten.

Übrigens: Zu Beginn der 2000er-Jahre kam der Begriff „Roadmap“ auch im deutschen Sprachraum auf. Er bezeichnet allgemein eine grobe zeitliche Planung. Seit 2004 findet sich die Roadmap im Duden. Die Roadmap kann unter anderem als Begriff für einen Projektplan, Meilenstein- oder Terminplan dienen. 

Was sind die Vorteile einer Roadmap?

Roadmapping bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile, die hier kurz aufgeführt werden:

  • Es lassen sich wichtige Marktentwicklungen systematisch analysieren, beobachten und schließlich aktiv in Handlungsperspektiven umwandeln. Dadurch können Unternehmen ihre unternehmerische Tätigkeit perfekt an sich verändernde Marktbedingungen anpassen und bleiben konkurrenzfähig.
  • Innovationen lassen sich bündeln und auf ein gemeinsames Ziel konzentrieren. Auf diese Weise kann der Zusammenhalt im Unternehmen oder in Teams verstärkt werden.
  • Verschiedene Abteilungen in einem Unternehmen lassen sich, auch im Rahmen von Projekten, besser aufeinander abstimmen. So wird die Zusammenarbeit effizienter und Entwicklungszyklen lassen sich verkürzen.
  • Stakeholder und Geschäftspartner erhalten einen Ausblick auf die Zukunftsplanung und die mögliche künftige (Weiter-)Entwicklung des Unternehmens. Auf diese Weise wird das Vertrauen in das Unternehmen gestärkt.
  • Prozesse und Planungen werden übersichtlich dargestellt. Dadurch lassen sich Entwicklungszeiten und -kosten reduzieren.

Werden Roadmaps für die Produktentwicklung eingesetzt, ergeben sich weitere Vorteile:

  • Durch die Priorisierung von Arbeiten wird der gesamte Entwicklungsprozess optimiert.
  • Der gesamte Entwicklungsprozess wird transparenter und alle Beteiligten können sich dank der Dokumentation besser orientieren, wo sie gerade stehen.
  • Notwendige Abläufe werden für alle Beteiligten leichter nachvollziehbar.
  • Es lassen sich mögliche Schwachstellen früher identifizieren.

Welche Punkte gehören in eine Roadmap?

Eine Roadmap ist kein standardisiertes Modell, das immer mit den gleichen Inhalten bzw. Aspekten arbeitet. Aus diesem Grund ist jede Roadmap individuell und die darin enthaltenen Punkte richten sich nach dem Unternehmen, der Abteilung oder den Zielen, für welche das Roadmapping erfolgt.

Häufig nutzen Roadmaps mehrere Ebenen und einen zeitlichen Verlauf, um z.B. Markt- und Kundenanforderungen, Produktentwicklung oder eingesetzte Technologien abzubilden. Letztlich können aber auch Marketing-Maßnahmen oder Vertriebsstrategien bzw. -prozesse Teil der Roadmap sein.

Darüber hinaus werden in der Roadmap auch Meilensteine, geplante Ereignisse, Aktivitäten oder Produkt- und Leistungsmerkmale aufgeführt.

Eine Roadmap zeigt somit immer die Elemente und deren Zusammenhänge auf, die für die Ersteller bzw. die Empfänger der Roadmap relevant sind.

Wie erstellt man eine Roadmap?

Die Erstellung einer Roadmap umfasst immer mehrere Schritte. Exemplarisch können Sie zum Beispiel bei einer Produkt-Roadmap so vorgehen:

Schritt 1: Legen Sie eine Produktstrategie fest

Hier einigen Sie sich im Team zuvor auf eine Strategie für die Produktentwicklung. Darin enthalten sind

  • die Produktidee,
  • Spezifikationen zur Gestaltung des Produkts,
  • die Zielgruppen für das Produkt,
  • der Status Quo der Produktentwicklung,
  • voraussichtliche Entwicklung des Absatzmarktes,
  • das Problem, welches das Produkt für die künftigen Kunden löst,
  • die USP des Produkts und 
  • die Zielsetzungen, die mit dem Produkt verbunden sind

Schritt 2: Definieren Sie Meilensteine und für die Zielerreichung erforderliche Aufgaben

Über Zwischenziele soll schließlich der Weg von der Entwicklung bis zur Markteinführung eines Produkts beschrieben werden.

Beantworten Sie dafür folgende Fragen:

  • Wann sollen die einzelnen Meilensteine erreicht werden?
  • Welche Aufgaben sind dafür notwendig?
  • Welchen Mehrwert erzielen Sie mit der Erfüllung der Aufgaben?
  • Wie lässt sich prüfen, ob der Meilenstein erreicht wurde?

Schritt 3: Gestalten Sie die Roadmap grafisch

Erstellen Sie den groben Plan am besten anhand einer x/y-Achse. Auf der X-Achse wird zunächst die Timeline fixiert bis hin zur Deadline. Die Timeline lässt sich in Zeiteinheiten einteilen, zum Beispiel in Quartale, Monate oder Tage.

Anschließend wird für jede zu erfüllende Aufgabe ein Balken bzw. „Kästchen“ in die Timeline eingetragen. Der Balken reicht vom Beginn bis zur Erfüllung der Aufgabe. Verwenden Sie am besten für jeden Balken unterschiedliche Farben. So wird auf der Roadmap schnell ersichtlich, wann welche Aufgaben erfüllt werden müssen, um Meilensteine zu erreichen.

Schritt 4: Gruppieren Sie Ihre Aufgaben

Durch das Sortieren der Aufgaben in Balken können Sie diese zum Beispiel einem bestimmten Team oder einer Abteilung zuordnen. So wissen alle Beteiligten schneller, wann ihr Task gefordert ist.

In der Praxis kann die Roadmap durch die Gruppierung der Balken dann zum Beispiel für das Marketing oder die Produktentwicklung übersichtlicher werden. Es ist aber auch möglich, die Balken anhand der unterschiedlichen Projekte anzuordnen.

Schritt 5: Priorisieren Sie einzelne Aufgaben

Zum Schluss können Sie die einzelnen Balken bzw. Aufgaben priorisieren, indem Sie zum Beispiel die wichtigeren Tasks nach oben setzen und die anderen in absteigender Wichtigkeit darunter anordnen.

Da es keine Standards für die Erstellung von Roadmaps gibt, sind Sie bei deren Gestaltung sehr frei. Letztlich geht es immer darum, Aufgaben und Verantwortlichkeiten sowie die damit verbundenen Prozesse übersichtlich zu gestalten, um die Arbeit im Unternehmen effizienter zu gestalten.

Praktische Tools zum Erstellen einer Roadmap

Roadmaps lassen sich ganz klassisch auf dem Papier erstellen oder Sie verwenden entsprechende Tools dafür. Es gibt eine große Zahl an unterschiedlichen Anbietern.

  • Airfocus: Das kostenpflichtige Programm legt den Fokus auf die Priorisierung von Aufgaben.
  • Aha! : Mit diesem Tool stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um Ihre Roadmap grafisch darzustellen.
  • Productboard: Neben Roadmaps finden sich bei diesem Anbieter noch weitere Tools für das Projektmanagement.
  • wrike: Bei diesem Anbieter lassen sich Roadmaps in Echtzeit gemeinsam bearbeiten und erstellen.

Erstellen Sie Ihre Roadmap dennoch gerne mit dem Papier, können Sie das Ergebnis später fotografieren und auf diese Weise digitalisieren. Möglich ist auch die Erstellung mit einem Tablet und Eingabestift.

Selbstverständlich bieten sich für die Roadmap-Erstellung auch Office-Tools wie Microsoft Word oder Excel sowie Bildbearbeitungssoftware wie Photoshop oder Gimp an.

Fazit: Mit der Roadmap zu mehr Übersichtlichkeit in der Projektarbeit und Entwicklung

Roadmaps sind ein einfaches Mittel, um komplexe Prozesse übersichtlich darzustellen und geplante Entwicklungen zu visualisieren. Roadmapping kann als Grundlage für die erfolgreiche Projektarbeit genutzt werden.

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