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Der 5-Stunden-Tag im Büro - Kann das zu mehr Effizienz führen?

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Arbeitszeit
Urheber: Jamrooferpix | Fotolia

Von Yannick Esters,

Immer wieder stelle ich Ihnen an dieser Stelle Arbeitszeitmodelle vor, die ich inspirierend finde. Zum Beispiel die Idee des unbegrenzten Urlaubs oder auch die Idee des Vertrauensarbeitsortes. Mir ist natürlich bewusst, dass diese Ideen manchmal auch einfach nur ein Anreiz für uns kleine Unternehmer sind, offener zu sein.

Das Thema wurde aus meiner Redaktion vorgeschlagen – sogar noch mehr: Probiert ihr das bei Yes Investmedia doch mal aus?! Meine direkte Reaktion: Das ist wirtschaftlich überhaupt gar nicht möglich, weil wir gerade mehr als ausgelastet sind im Unternehmen. Doch dazu gleich mehr.

Die Idee des 5-Stunden-Tags

Beim 5-Stunden-Tag ist der Name Programm: Die Mitarbeiter arbeiten nur bis 13:00 Uhr – ohne Abstriche hinnehmen zu müssen. Ein Modell, das in der Start-up-Szene völlig ungewöhnlich ist: Mehr Freizeit – und trotzdem gleiche Arbeit.

Der Effekt scheint auf der Hand zu liegen. Denn wer nur 5 Stunden hat, um sein tägliches Pensum zu schaffen, der arbeitet effizienter. So sieht es zumindest der amerikanische Unternehmer Stephan Aarstol. Im Mai 2015 stellte er die Arbeitszeit auf einen 5-Stunden-Tag um, um 8 Uhr morgens erscheinen seine 11 Mitarbeiter im Büro in San Diego, um 13:00 Uhr sollen alle gehen.

In meinen Augen ein wichtiger Zusatz:

Gleichzeitig fing er an, 5 % der Gewinne unter seinen Leuten zu verteilen. Im Ergebnis verdienen einige pro Stunde jetzt fast doppelt so viel wie vorher. Nach etwas mehr als einem Jahr zieht Aarstol Bilanz und sagt: Es funktioniert.

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Die positive Bilanz des Unternehmers


„Meine Mitarbeiter und ich haben angefangen, unser Leben mehr zu genießen, als wir es je für möglich gehalten hätten“, schreibt Aarstol. „Und gleichzeitig wurden wir unglaublich produktiv im Büro.“ Ganz so großzügig, wie es klingt, war Aarstols Angebot jedoch nicht. Denn die kürzere Arbeitszeit war nicht mit geringerer Arbeitsbelastung verbunden, sie war nur eine Aufforderung, effizienter zu arbeiten. Internetsurferei, unnötige E-Mails, Privatangelegenheiten – all das hatte keinen Platz mehr im Arbeitstag.

Er gesteht aber auch ein: Es klappt nicht immer, sagt Aarstol, manchmal ist zu viel zu tun. Wer Anrufe im Callcenter beantwortet, geht meist pünktlich, erzählt er, wer dagegen einen Film für die Website dreht, schläft sogar mal im Büro, um das gut zu erledigen.

Meine Einschätzung: Fakt für mich ist, dass weniger zu arbeiten attraktiv klingt, und zwar sowohl für den Unternehmer selbst als auch für seine Angestellten. Trotzdem sehe ich die Umsetzbarkeit einer solchen Regelung kritisch. Wir könnten aktuell eher Schichtarbeit einführen, als die Arbeitszeiten auf 5 Stunden runterzufahren. Ich bin überzeugt, dass die Mitarbeiter zu mehr Effizienz angetrieben werden. Dennoch glaube ich, dass es unser Ziel sein sollte, in der vorhandenen Arbeitszeit mehr Anreize für Effizienz zu schaffen. Zum Beispiel durch Prämienmodelle. Wer viel erreicht, verdient auch mehr. Ich bin überzeugt, dass auch die Gewinnbeteiligung im genannten Beispiel einen erheblichen Beitrag zur Effizienz geleistet hat.

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