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Finanzplan erstellen und zuverlässig die Liquidität planen

 
Finanzplan erstellen
© Freedomz | Adobe Stock

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Haben Sie einmal darüber nachgedacht, wieso Banken in der Lage sind, täglich eine Unzahl an Krediten termingerecht auszuzahlen? Am grenzenlosen Eigenkapital kann es nicht liegen: Die Kernkapitalquote der Deutschen Bank liegt 2021 bei etwa 13 Prozent der Bilanzsumme. Erstellen Sie den Finanzplan für Ihr Unternehmen – als Bestandteil des Businessplans oder als Hilfsmittel zur Unternehmensführung. Damit sorgen Sie für eine zuverlässige Liquiditätsplanung – wie eine Bank.

Finanzplan verständlich definiert

Die betriebliche Finanzplanung beinhaltet für einen bestimmten Planungszeitraum (Tag, Woche, Monat, Quartal oder Jahr) alle anfallenden Einnahmen und Ausgaben. Das Ergebnis ist der Finanzplan, der somit die Grundlage der Liquiditätsplanung darstellt. Er gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit im beobachteten Zeitraum. Der Kapitalbedarf wird deutlich und Investitionen werden solide geplant.

Der Finanzplan im Businessplan für Start-ups und als laufende Finanzplanung für Unternehmen

Ob Finanzierungsmittel bei Banken beantragt werden oder Investoren überzeugt werden müssen: Die Entscheidung wird maßgeblich aufgrund vorliegender Zahlen getroffen. Ein überzeugender Businessplan enthält daher grundsätzlich einen ebenso gut aufgebauten Finanzplan. Banken müssen sicherstellen, dass Kredite zurückgezahlt werden. Investoren wollen den Erfolg Ihrer Unternehmung erkennen.

Für erfolgreiche Unternehmer gehört der Finanzplan zu den wichtigen Instrumenten eines fundierten Controllings. Es lohnt sich also, in die Erstellung genügend Zeit zu investieren. Potenzielle finanzielle Engpässe werden rechtzeitig erkannt und können abgewendet werden. Der Erfolg Ihrer Unternehmung ist eindeutig erkennbar.

Aussagekräftiger Finanzplan: Darstellung der Investitionen und Renditen für das Unternehmen

Die wesentlichen Möglichkeiten des Finanzplans lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

  • Im Finanzplan beschäftigt sich das Start-up mit seiner Geschäftsidee und erkennt, ob mit hinreichendem Gewinn zu rechnen ist
  • Gegenüber Investoren oder Banken kann der Unternehmer sein Geschäft anschaulich darstellen und die Effizienz von Investitionen verdeutlichen
  • Im laufenden Geschäft ist der Finanzplan das Frühwarnsystem für zukünftige Liquiditätsengpässe
  • Die Ermittlung des Kapitalbedarfs in einer bestimmten Periode ermöglicht die Wahl der optimalen Finanzierung
  • Der Soll-Ist-Vergleich von Ausgaben und Einnahmen wird erleichtert und erfolgt zeitnah
  • Als Controlling-Instrument ist er Grundlage für einen soliden Investitionsplan

Wo sind die Nachteile bei den ganzen Vorteilen? Die Nachteile finden Sie nicht in der Auswirkung, sondern ausschließlich im Aufwand. Die Zusammenstellung der benötigten Zahlen und die Erstellung eines Finanzplans erfordern einen hohen Zeitaufwand. Nicht alle Unternehmer verfügen über die nötigen Kenntnisse und sind daher auf fremde Hilfe angewiesen. Dies ist wiederum mit zusätzlichen Kosten verbunden. Lösungen können hilfreiche Tools sein.

Struktur des Finanzplans: Das sollte er beinhalten

Es existiert keine verbindliche Struktur für den Finanzplan. Wichtig ist, dass er logisch aufgebaut ist und elementare Zahlen ausweist. Sinnvoll ist ein Zeitraum von mehreren Jahren, unterteilt in Quartale und Monate. Je nach Branche sind unterschiedlich lange Perioden zu planen.

Gute Gliederung sorgt für schnellen Überblick und hohe Aussagekraft

Der Finanzplan enthält generell folgende relevante Angaben:

Umsätze

Welche Umsätze und sonstige Einnahmen erwarten Sie innerhalb der nächsten Monate? Die Kalkulation entnehmen Sie als Gründer Ihrem Businessplan.

Variable Kosten

Listen Sie in dem Bereich Ihre Kosten auf, die mit dem laufenden Geschäft, also umsatzabhängig, entstehen. Im Handel sind dies beispielsweise die Kosten für den Wareneinkauf.

Fixkosten

Dies sind alle Kosten, die unabhängig vom Umsatz entstehen und die Sie kurzfristig nicht verändern können. Hierzu zählen beispielsweise laufende Mieten, Raten für Bankkredite, Lohnkosten und Gehaltskosten.

Gründungskosten

Diese Kosten bedeuten Kapitalbedarf, der geplant werden muss. Zeigen Sie als Unternehmensgründer, dass Sie an alles gedacht haben. Im Gespräch mit Banken oder Investoren begründen Sie damit plausibel den Kapitalbedarf und in welcher Zeit sich Investitionen amortisieren.

Investitionen

Bei der Gründung eines Unternehmens sind die Anfangsinvestitionen deutlich umrissen. Die Büroausstattung muss angeschafft werden und beim Handel ist der Anfangsbestand an Waren eine der größten Investitionen. In anderen Branchen sind es die ersten Maschinen zur Produktion der Produkte oder Lizenzkosten. Jede Unternehmung macht ebenso neue Investitionen erforderlich. Nicht nur für den laufenden Betrieb. Die Eroberung weiterer Märkte erfordert zunächst Aufwendungen. Expansionen durch die Eröffnung neuer Niederlassungen sind Investitionen in die Zukunft und nur durch die Bereitstellung von weiterem Kapital möglich.

Liquidität

Sind Umsatzplanung, Investitionsplanung, Gründungskosten sowie alle anderen Kosten erfasst, stehen die Daten für eine Liquiditätsplanung zur Verfügung. Fügen Sie nun den Anfangsbestand des Kapitals hinzu. Anschließend sehen Sie die Entwicklung der Liquidität und erkennen auf einen Blick, zu welchem Zeitpunkt Kapitalbedarf entsteht.

Finanzierungsplan und Kapitalbedarf

Im Finanzierungsplan und Kapitalbedarfsplan stellen Sie dar, welche Kapitalart Sie für den festgestellten Kapitalbedarf geplant haben: Eigenkapital oder Fremdkapital. Innerhalb der Liquiditätsplanung hinterlegen Sie den Betrag als Kapitalzufluss, nachdem Sie zuvor das Anfangskapital erfasst haben. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass bei der Liquiditätsplanung zu keinem Zeitpunkt ein negativer Betrag erscheint.

Beispiel für einen Finanzplan im Unternehmen

Sie gründen einen Onlineshop und planen, innerhalb von einem Jahr die ersten Gewinne zu realisieren. Über diesen Zeitraum müssen Sie 90.000 Euro vorfinanzieren. Für die Einrichtung des Lagers, der Büros und weiterer Gründungskosten fallen 60.000 Euro an. Zum Start in die Selbstständigkeit bringen Sie 50.000 Euro Eigenkapital mit. Sie stellen somit einen Fremdkapitalbedarf von 100.000 Euro fest und tragen dies in die Liquiditätsplanung ein.

Die Liquiditätsplanung für das nächste Jahr:

Unterdeckung (Umsätze abzüglich Kosten) 90.000 Euro
Gründungskosten 60.000 Euro

Der Finanzplan:

Kapitalbedarf 150.000 Euro
Eigenkapital/Startkapital 50.000 Euro
Fremdkapital 100.000 Euro
Kapitalbedarf 0 Euro

 Wichtig: Der Kapitalbedarf sollte am Ende immer Null betragen. Gründer zeigen damit möglichen Investoren oder den finanzierenden Banken, dass ihre Planung schlüssig und nachvollziehbar ist.

Rentabilitätsvorschau: Mit welchen Gewinnen und Verlusten können Sie rechnen?

Haben Sie alle Zahlen im Finanzplan zusammengestellt, kommen Sie zu einer der Kernaussagen jeder Unternehmung: die Rentabilität. Die Rentabilitätsvorschau ist die von Ihnen geplante Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Für eine realistische Bewertung umfasst der Zeitraum drei bis fünf Jahre.

Die Rentabilitätsberechnung besteht aus folgenden Daten:

  • Betriebliche Einnahmen: Umsätze der Umsatzplanung
  • Rohertrag: Betriebseinnahmen abzüglich der direkt den Umsätzen zuzuordnenden Kosten, auch Deckungsbeitrag genannt
  • Ergebnis vor Einberechnung der Zinsen und AfA: Rohertrag abzüglich der Gründungskosten sowie der Fixkosten
  • Ergebnis vor Einberechnung der Steuern: vorheriges Ergebnis abzüglich Zinsen und Abschreibungen
  • Ergebnis nach Einberechnung der Steuern: vorheriges Ergebnis abzüglich Steuern, auch Jahresüberschuss genannt

So gelingt Ihnen der Finanzplan für Ihr Unternehmen

Betrachten Sie Ihren Finanzplan vor allem als hilfreiche betriebswirtschaftliche Auswertung. Die Reihe rückwärts zu rechnen, erkennen sowohl Investoren als auch Kreditgeber. Das soll bedeuten: Solange den Umsatz rechnerisch zu erhöhen, bis keine Liquiditätslücke entsteht, wird Sie spätestens beim ersten Engpass einholen.

Bleiben Sie realistisch und planen Sie als Start-up nicht mit zu ambitionierten Umsatzentwicklungen. Damit treten Sie bei Banken als solider Geschäftspartner auf.

Daneben können Sie noch folgende Ratschläge berücksichtigen:

  • Planen Sie Puffer ein: Damit zeigen Sie, dass Sie als vorausschauender Unternehmer auf Schwankungen eingestellt sind
  • Gestalten Sie Ihren Finanzplan für Dritte nachvollziehbar: Dies erreichen Sie neben einer logischen Struktur durch verständliche Erklärungen und den Verweis auf Recherchen wie Branchenerhebungen
  • Vermeiden Sie Rechenfehler, wenn dies auch banal klingt. Bei fehlerhaften Planrechnungen entstehen nicht nur Liquiditätslücken – Ihren Gesprächspartnern erscheinen Sie nicht unbedingt als ein Unternehmer, der rechnen kann
  • Der äußere Eindruck wirkt zuerst. Ob Start-up oder erfahrender Unternehmer: Gegenüber Investoren und Kreditgebern wirkt die Präsentation der Ergebnisse. Befriedigen Sie die ersten Blicke mit einem ansprechenden Layout und einer guten Übersicht. Das Firmenlogo rundet die äußere Form ab
  • Nehmen Sie rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch. Selbst erfolgreiche Unternehmer verfügen nicht immer über fundierte kaufmännische Fachkenntnisse. Einer der ersten Ansprechpartner ist der Steuerberater. Darüber hinaus bieten spezialisierte Unternehmensberater oder Coaches ihre Dienstleistungen an. In einigen Fällen werden die Beratungskosten über Förderprogramme finanziert

Vorlagen und Tools erleichtern die Erstellung eines Finanzplans

Für eine fehlerfreie Erstellung eines Finanzplans existieren heute vielfältige Mustervorlagen und Tools. Beachten Sie dabei, ob die Hilfestellungen aus soliden Quellen stammen.

Verfügen Sie über kaufmännische Grundkenntnisse, erleichtern Ihnen solche Tools eine fehlerfreie Erstellung. Ebenso hält sich damit der zeitliche Aufwand in Grenzen.

Zwei Tools zur Erstellung eines Finanzplans sind beispielsweise:

  • Formblitz: bietet großes Angebot an digitalen Vorlagen; dort erhalten Sie einen Finanzplan als Excelvorlage
  • SIHK Finanzplanungstool: Die südwestfälische IHK zu Hagen hat in Zusammenarbeit mit der Diplomkauffrau Marianne Kofahl ein Finanzplanungstool entwickelt. Das Tool wendet sich auch an Start-ups und wird laufend aktualisiert. Es steht auf der Website der Südwestfälischen IHK kostenlos als Download zur Verfügung

Fazit: Geplanter Erfolg wird sichtbar mithilfe des Finanzplans

Während Sie als Start-up oder als Unternehmer Ihren Finanzplan erstellen, setzen Sie sich intensiv mit dem Geschäftszweck auseinander. Nicht zuletzt prüfen Sie die Rentabilität. Sie haben die Geschäftsentwicklung über den gesamten Planungszeitraum im Blick und werden vor Liquiditätsengpässen gewarnt. Ihre Investitionsplanung bei der Gründung oder laufenden Finanzplanung steht somit auf soliden Füßen. Ebenso präsentieren Sie Kreditgebern sowie möglichen Investoren selbstbewusst die Investitionsrechnung Ihres Unternehmens.

Gründer-Wissen

Sie haben eine Geschäftsidee? Sie suchen ein zweites Standbein? Sie wollen frischen Wind in Ihr Leben bringen? Aber Sie wissen nicht, wie Sie „es“ anfangen sollen? Was Sie als erstes tun müssen, damit Ihre Idee auch ein Erfolg wird? Lesen Sie „Gründer-Wissen“!

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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