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Freiberufler oder Gewerbetreibender? So grenzen Sie sich ab

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Von Astrid Engel,

Als Freiberufler haben Sie Vorteile: Sie zahlen keine Gewerbesteuer und dürfen Ihren Gewinn per Einnahme-Überschuss-Rechnung ermitteln. Doch die Abgrenzung zum Gewerbetreibenden ist häufig unklar, vor allem, wenn Ihre Geschäftsidee in keine der üblichen "Schubladen" passt.

Als Freiberufler haben Sie Vorteile: Sie zahlen keine Gewerbesteuer und dürfen Ihren Gewinn per Einnahme-Überschuss-Rechnung ermitteln. Doch die Abgrenzung zum Gewerbetreibenden ist häufig unklar, vor allem, wenn Ihre Geschäftsidee in keine der üblichen "Schubladen" passt.

Haben Sie unterschiedliche Standbeine, ist es nicht eindeutig, ob Sie als Freiberufler gelten oder nicht. Bitten Sie in solchen Fällen Ihr Finanzamt formlos, aber schriftlich um eine rechtsverbindliche Auskunft. Diese kann die Behörde im Nachhinein auch nicht mehr anfechten.

Schildern Sie dazu Ihre Tätigkeit und begründen Sie, warum diese freiberuflich ist. Gehen Sie kein Risiko ein. Der Fiskus hat nämlich die Möglichkeit, Ihnen unter bestimmten Bedingungen den Freiberufler-Status bis zu sieben Jahre nach der Gründung wieder abzuerkennen. In einigen Fällen wird es nämlich strittig. So mancher Coach oder Berater ohne Hochschulstudium hat diese Erfahrung schon gemacht.


Wann Sie sicher Freiberufler sind

Nach § 18 des Einkommensteuergesetzes gilt als Freiberufler, wer eine wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit selbstständig ausübt (§ 18 Abs. 1 EStG).

Darüber hinaus führt der Gesetzgeber in § 18 EStG und in § 1 Partnerschaftsgesetz (PartGG) eine Reihe von Berufen – sogenannte Katalogberufe - namentlich auf, die rechtlich unumstritten als freie Berufe gelten.

Auch, wenn die sonst üblichen Einstufungsmerkmale fehlen, etwa die akademische Ausbildung, wissenschaftlich ausgerichtetes Arbeiten und Ähnliches. So kann ein Finanzamt zum Beispiel die freiberufliche Tätigkeit eines Journalisten nicht als Gewerbe einstufen, denn der Journalist ist namentlich im Gesetz als Katalogberuf genannt.

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Selbst wenn Sie sich in einem Beruf selbstständig machen, der mit den Katalogberufen nur vergleichbar ist, können Sie als Freiberufler eingestuft werden. Im Wesentlichen hängt dies von folgenden Kriterien ab:

  • Sie sind wirtschaftlich selbstständig.
  • Sie üben Ihre Tätigkeit aufgrund eigener Fachkenntnisse aus und stützen sich dabei auf Ihre persönlichen Fähigkeiten.
  • Sie arbeiten leitend und eigenverantwortlich unter Einsatz Ihrer Arbeitskraft auf eigene Rechnung.


Als Freiberufler haben Sie Vergünstigungen

1. Keine Anmeldung beim Ordnungsamt

Als Freiberufler genügt ein kurzer Anruf beim Finanzamt. Die Behörde schickt Ihnen dann Ihre Steuernummer zu. Sie müssen keine Gewerbeanmeldung ausfüllen und sparen die Gebühr.


2. Keine Gewerbesteuer

Sie müssen als Freiberufler grundsätzlich keine Gewerbesteuer zahlen, egal welche Umsätze Sie erzielen.


3. Keine komplizierte Buchführung

Unabhängig von der Höhe Ihres Umsatzes können Sie per Einnahmen- Überschuss-Rechnung Ihren Gewinn ermitteln.


4. Keine IHK-Pflichtmitgliedschaft für Freiberufler

Sie sind kein Pflichtmitglied der Industrie- und Handelskammer und müssen auch keine Pflichtbeiträge zahlen. Als Architekt, Arzt oder Anwalt sind Sie allerdings Pflichtmitglied in den berufsständischen Kammern.


Freiberufler oder Gewerbetreibender?

Beispiele für Freiberufler:

Arzt, Zahnarzt, Tierarzt, Heilpraktiker, Ergotherapeut, Architekt, Baustatiker, Diätassistent,Dolmetscher, Übersetzer, Lehrer, Unterrichtender, Journalist, Schriftsteller, Steuerberater, Rechtsanwalt, Volks- oder Betriebswirt als Berater, Wirtschaftsprüfer, Notar, Musiker, Komponist, Maler,Künstler


Beispiele für Gewerbetreibende:

Anlageberater, Finanzanalyst, Apotheker, Kosmetiker, Kfz-Sachverständiger (sofern kein Ingenieur), Buchführungshelfer, Kunstagent, Literaturagent, Groß-/Einzelhandelsfirma, GmbH, Aktiengesellschaft, Limited, Handelsvertreter, PR-Berater,  Reiseleiter, Handwerksbetrieb, Industriebetrieb

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