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Wie Sie kostendeckend arbeiten und Ihren Gewinn sichern

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Von Iris Schuler,

Viele Selbstständige verzichten auf eine Preiskalkulation. Sie passen die eigene Preise an die der Konkurrenz an oder legen die Preise nach Gefühl fest. Ohne Preiskalkulation zu arbeiten, ist jedoch gefährlich. Zu hohe Kosten könnten dauerhaft Verluste verursachen und das Aus für das Unternehmen bedeuten. Dieser Beitrag fasst kurz zusammen, wie Sie eine Preiskalkulation vornehmen.

Viele Selbstständige verzichten auf eine Preiskalkulation. Sie passen die eigene Preise an die der Konkurrenz an oder legen die Preise nach Gefühl fest. Ohne Preiskalkulation zu arbeiten, ist jedoch gefährlich. Zu hohe Kosten könnten dauerhaft Verluste verursachen und das Aus für das Unternehmen bedeuten. Dieser Beitrag fasst kurz zusammen, wie Sie eine Preiskalkulation vornehmen.

Als Selbstständiger berechnen Sie Ihren Kunden Arbeitsstunden und gegebenenfalls Material für einen Auftrag. In fünf Schritten erstellen Sie eine Preiskalkulation, die Ihnen sagt, welchen Preis Sie auf jeden Fall nehmen müssen, um nicht nur kostendeckend sondern auch gewinnbringend zu arbeiten

Schritt 1 der Preiskalkulation: Arbeitsstunden

Ermitteln Sie Ihre jährlichen Arbeitsstunden. Falls Sie Mitarbeiter beschäftigen, zählen Sie auch deren Arbeitsstunden dazu. Bedenken Sie, dass Sie Feiertage, Urlaubs- oder Krankheitstage abziehen müssen.

Für Ihre Preiskalkulation müssen Sie jetzt von den jährlichen Arbeitsstunden die Stunden abziehen, in denen Sie nicht für Ihre Kunden arbeiten. Pauschal sind das zirka 20 Prozent, die Sie für Büroarbeiten oder Organisationen benötigen.

Schritt 2 der Preiskalkulation Kostenberechnung

Ermitteln Sie zunächst für Ihre Preiskalkulation die Personalkosten. Die Kosten für Ihre Angestellten entnehmen Sie der Lohnabrechnung. Vergessen Sie Ihr eigenes Gehalt nicht. Berücksichtigen Sie ein angemessenes Gehalt.

Anschließend ermitteln Sie die Sach- und Kapitalkosten. Zu den Sachkosten gehören Mieten, Versicherungen, Energie-, Reise- und Kfz-Kosten. Kapitalkosten sind Abschreibungen und Zinsen.

Alle Kosten finden Sie in Ihrer Gewinn-und-Verlustrechnung bzw. in der Einnahmen-Überschuss-Rechnung des Vorjahres. Eine Ausnahme bildet Ihr Unternehmer-Gehalt. Passen Sie gegebenenfalls die Kosten um einen Inflations-Ausgleich von ein bis drei Prozent an.

Schritt 3 der Preiskalkulation: Berechnung des Stundensatzes

Teilen Sie nun für Ihre Preiskalkulation die ermittelten Kosten durch die berechnete Arbeitszeit. Als Ergebnis bekommen Sie Ihren Kostensatz pro Arbeitsstunde. Ihr Gewinn darf natürlich in der Preiskalkulation nicht fehlen. Diesen schlagen Sie auf Ihren Kostensatz zusammen mit der Mehrwertsteuer. So erhalten Sie den Bruttostundensatz der Preiskalkulation. Das ist der Preis, den Sie Ihren Kunden pro Arbeitsstunde berechnen müssen.

Schritt 4 der Preiskalkulation: Berechnung der Auftragskosten

Mit einer Preiskalkulation können Sie die Kosten für Ihre Aufträge kalkulieren. Schätzen Sie, wie viele Stunden Sie für einen Auftrag benötigen. Multiplizieren Sie die Stunden mit dem berechneten Stundensatz.

Schritt 5 der Preiskalkulation: Preisüberprüfung

Multiplizieren Sie den Wert, den Sie pro Stunde berechnen mit den leistbaren Stunden für ein Jahr. Sie erhalten in der Preiskalkulation den Richtwert für Ihren Jahresgewinn vor Steuern und können diesen bewerten.

Gehen Sie im Stundenpreis runter, geht auch Ihr Gewinn runter. Eine Preiskalkulation zeigt Ihnen, wie hoch der Wert liegt, dass Sie gerade noch kostendeckend arbeiten. In diesem Fall arbeiten Sie schon ohne Gewinn, einen niedrigeren Preis können Sie nur dann anbieten, wenn Sie Ihre Kosten reduzieren.

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