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Insbesondere das Thema „Gefährdungsbeurteilung von Arbeitsmitteln gemäß der BetrSichV“ sorgt für Fragen und Verunsicherung. Hier finden Sie alle...

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Der Fahrstuhl und der Arbeitsschutz

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Von Martin Weyde,

Frage: Wir bekommen demnächst einen Fahrstuhl. Welche Vorschriften müssen wir im Hinblick auf den Arbeitsschutz beachten?

 

Antwort: Mit dem Fahrstuhl befassen sich gleich vier Technische Regeln für Betriebssicherheit, und natürlich die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV).
Nach § 1 BetrSichV ist Ihr Fahrstuhl eine überwachungspflichtige Anlage. In § 12 BetrSichV ist festgelegt, dass diese nach dem Stand der Technik montiert, installiert und betrieben werden muss. Dazu gehört unter anderem, dass Sie als Betreiber des Fahrstuhls sicherstellen müssen, dass Sie auf Notrufe in angemessener Zeit reagieren und Befreiungsmaßnahmen sachgerecht durchführen können.
Nach § 15 BetrSichV muss ein Personen-Fahrstuhl alle zwei Jahre geprüft werden. Zwischen diesen Hauptprüfungen ist eine zusätzliche Zwischenprüfung des ordnungsgemäßen Betriebs und Zustands der Tragmittel vorgeschrieben. Diese sollten Sie möglichst in der Mitte zwischen den Hauptprüfungen durchführen.
Früher war der Aufzugwärter der Herr des Fahrstuhls. Heute nennt man diesen Kollegen „Beauftragte Person für Aufzugsanlagen“. In der TRBS 3121 „Betrieb von Aufzugsanlagen“ ist im Abschnitt 3.3 „Beauftragte Personen“ festgelegt, dass Sie als Betreiber des Fahrstuhls einen oder mehrere Kollegen damit beauftragen müssen,

  • die Aufzugsanlage zu beaufsichtigen,
  • regelmäßige Kontrollen durchzuführen und
  • eingeschlossene Personen zu befreien.

 

 


Diese Kollegen müssen volljährig sein und für ihre Aufgabe besonders unterwiesen werden. Die Unterweisung müssen Sie dokumentieren und regelmäßig wiederholen. Durchführen kann die Unterweisung zum Beispiel der Montagebetrieb oder das Instandhaltungsunternehmen Ihres Fahrstuhls.
Hier kommt die TRBS 1121 „Änderungen und wesentliche Veränderungen von Aufzugsanlagen“ ins Spiel. Diese enthält eine Tabelle der Arbeiten, die an Aufzugsanlagen vorgenommen werden können, und der Anforderungen, die sich daraus ergeben. Auch nach solchen Arbeiten ist gegebenenfalls eine zusätzliche Unterweisung fällig.
Und noch zwei weitere Technische Regeln sind für Sie und Ihre beauftragte Person von Bedeutung:
In der TRBS 1201 Teil 4 geht es um die „Prüfung von überwachungsbedürftigen Anlagen - Prüfung von Aufzugsanlagen“. Sie behandelt hauptsächlich die Einzelheiten der Prüfung, bevor Sie den Fahrstuhl in Betrieb nehmen, sowie die der wiederkehrenden Haupt- und Zwischenprüfungen.
Die TRBS 2181 befasst sich mit dem „Schutz vor Gefährdungen beim Eingeschlossensein in Personenaufnahmemitteln“. Darin geht es um die Beurteilung, Ermittlung und Bewertung dieser Gefährdungen. Im Anhang der TRBS 2181 finden Sie technische Mindestanforderungen und organisatorische Voraussetzungen für den Notruf.

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