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Finanzieller Engpass des Kunden: Mahnbescheid oder Verhandlungen? (Teil 2)

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Von Astrid Engel,

Wenn ein Kunde seine Rechnung nicht zahlen kann, weil er vorübergehend einen Engpass hat, können Verhandlungen über einen Zahlungsaufschub sinnvoll sein. Prüfen Sie zunächst, ob sich das lohnt. Wie, darum ging es im Teil 1. Das können Sie nun unternehmen:

Wenn ein Kunde seine Rechnung nicht zahlen kann, weil er vorübergehend einen Engpass hat, können Verhandlungen über einen Zahlungsaufschub sinnvoll sein. Prüfen Sie zunächst, ob sich das lohnt. Wie, darum ging es im Teil 1. Das können Sie nun unternehmen:

Kunde steht vor der Insolvenz: Mahnbescheid auf den Weg bringen


Ergeben Ihre Recherchen und Überlegungen, dass der Kunde vor der Insolvenz steht, wird er freiwillig nichts mehr zahlen. Insofern bringen Verhandlungen nichts.
Wenn Sie die Kosten dafür investieren wollen, beantragen Sie sofort einen gerichtlichen Mahnbescheid mit anschließender Zwangsvollstreckung. Die können Sie dann mit etwas Glück noch einleiten, solange etwas zu pfänden ist.
Ein Mahnbescheid kostet je nach Höhe Ihrer Forderung mindestens 18 Euro (für Forderungen bis 600 Euro); für eine Forderung von z. B. 10.000 Euro werden 98 Euro fällig. Widerspricht der Schuldner dem Mahnbescheid nicht, kommen Sie so zu einem Vollstreckungstitel gegen ihn, der erst nach 30 Jahren verjährt. Wird dann tatsächlich ein Insolvenzverfahren eingeleitet, werden Sie als Titelinhaber immerhin vorrangig behandelt.
Allerdings haben Sie dann nur geringe Chancen, noch viel von Ihrem Geld zu sehen. Denn bei einem Insolvenzverfahren werden die Forderungen aller Gläubiger in einen Topf geworfen und nur zu dem Anteil ausgezahlt, zu dem noch "Masse" vorhanden ist - in den meisten Fällen erhalten Sie nichts bis maximal noch 5 %.

Kunde ist zahlungsfähig, aber nicht -willig: Mit Mahnbescheid drohen


Haben Sie den Eindruck, dass der Kunde zwar zahlen könnte, Sie aber ohne Not hinhält? Dann gehen Sie ebenfalls rigoros vor. Schalten Sie einen Anwalt ein, der ein - letztes - Mahnschreiben verfasst und darin den Mahnbescheid androht.

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Wollen Sie die Kosten für den Anwalt sparen, versuchen Sie es so: Besorgen Sie sich im Schreibwarenhandel einen "Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids". Füllen Sie den genau so aus, als wollten Sie ihn tatsächlich bei Gericht einreichen. Dann schicken Sie dem Kunden eine Ablichtung davon mit einem kurzen Hinweis (reicht z. B. handschriftlich auf einem gelben Klebezettel). Formulieren Sie Ihren Hinweis so:
Sehr geehrter Kunde,
zweimal habe ich die offene Forderung bereits angemahnt. Jetzt bin ich es leid. Falls das Geld nicht binnen 4 Tagen auf meinem Konto gutgeschrieben ist, geht die Sache an das zuständige Gericht.
Freundliche Grüße
Max Mustermann

In vielen Fällen wird der Kunde dann zahlen, weil er erkennt, dass Sie es ernst meinen. Wenn nicht, schicken Sie den ausgefüllten Originalantrag tatsächlich los.

Kunde hat einen vorübergehenden finanziellen Engpass: Verhandlungen aufnehmen


Sie kommen zu dem Ergebnis, dass der Kunde zahlungswillig ist und den Betrag nur momentan nicht aufbringen kann? Wenn Sie nicht befürchten müssen, dass er Insolvenz anmeldet, haben Sie etwas mehr Zeit. Verzichten Sie zunächst auf rechtliche Schritte, die Ihnen ja Kosten verursachen.
Suchen Sie das Gespräch mit dem Nichtzahler. (Lässt er sich allerdings nicht sprechen, sind die Verhandlungen beendet, bevor sie beginnen: Drohen Sie dann doch sofort schriftlich mit dem Mahnbescheid.)

Versuchen Sie in den Verhandlungen, eine Stundung, Ratenzahlung oder notfalls gar Preissenkung zu vereinbaren.

Fruchtet das alles nicht, können Sie immer noch einen Mahnbescheid losschicken.

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