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Ihr Schuldner bleibt stur? Erwirken Sie einen Vollstreckungstitel

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Von Astrid Engel,

Kommt Ihnen das bekannt vor? Sie erledigen den Auftrag Ihres Kunden, stellen Ihre Rechnung, doch die Zahlung bleibt aus. Sie erinnern den Schuldner freundlich, schicken die erste Mahnung, vielleicht sogar noch eine zweite - ohne Erfolg.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Sie erledigen den Auftrag Ihres Kunden, stellen Ihre Rechnung, doch die Zahlung bleibt aus. Sie erinnern den Schuldner freundlich, schicken die erste Mahnung, vielleicht sogar noch eine zweite - ohne Erfolg.

Dann beantragen Sie ein gerichtliches Mahnverfahren - zum Beispiel über das Internet-Angebot der deutschen Mahngerichte unter www.online-mahnantrag.de. Und nun? Wie kommen Sie an Ihr Geld?

Vom Mahnbescheid zum Vollstreckungstitel

Zunächst stellt das Gericht Ihrem Schuldner den Mahnbescheid zu. Nun kann er auf drei Arten reagieren:

  • Er zahlt endlich Ihre Rechnung und erstattet Ihnen sämtliche Kosten. Damit ist die Sache für Sie erledigt. Das kommt oft vor, denn viele Schuldner haben Angst vor weiteren Konsequenzen.
  • Ihr Schuldner widerspricht dem Mahnbescheid innerhalb von zwei Wochen. Das Gericht informiert Sie darüber. Ihnen bleibt dann die Möglichkeit, ein Klageverfahren zu beantragen.
  • Reagiert der Schuldner innerhalb der Zwei-Wochen-Frist gar nicht, können Sie beim Gericht einen Vollstreckungstitel beantragen.

Mit dem Vollstreckungstitel können Sie den Gerichtsvollzieher beauftragen

Auch gegen den Vollstreckungstitel kann der Schuldner innerhalb von zwei Wochen Einspruch einlegen. Dann haben Sie wieder die Möglichkeit, Klage zu erheben - was allerdings oft viel zu kostspielig ist. Rührt sich der Schuldner nicht, erhalten Sie eine Ausfertigung des Vollstreckungstitels. Dann können Sie den Gerichtsvollzieher mit der Vollstreckung Ihrer Forderung beauftragen.

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Die Kosten des Gerichtsvollziehers strecken Sie vor. Wenn bei Ihrem Schuldner etwas zu holen ist, werden Ihre Auslagen mit eingetrieben. Die Höhe der Kosten richtet sich nach dem Gesetz über Kosten der Gerichtsvollzieher. Rechnen Sie für die einfache Pfändung und Verwertung eines Gegenstands mit ungefähr 50 Euro.

Ein Vollstreckungstitel verjährt erst nach 30 Jahren

Ein rechtskräftiger Vollstreckungstitel verjährt erst nach 30 Jahren (§ 197 BGB). Auf diese Weise haben Sie Ihre Forderung langfristig gesichert. Schicken Sie den Gerichtsvollzieher nicht los, wenn Sie vermuten oder wissen, das Ihr Schuldner momentan zahlungsunfähig ist. Warten Sie lieber, bis er sich finanziell wieder erholt hat.

Wenn der Schuldner überhaupt kein verwertbares Vermögen hat, muss er gegenüber dem Gerichtsvollzieher eine eidesstattliche Versicherung abgeben. Die wird beim zuständigen Amtsgericht ins Schuldnerverzeichnis eingetragen. Nach spätestens drei Jahren werden Einträge ins Schuldnerverzeichnis wieder gelöscht. Dann können Sie mit Ihrem Vollstreckungstitel einen erneuten Vollstreckungsversuch unternehmen.

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