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Sollten Sie ein gerichtliches Mahnverfahren eröffnen, wenn Ihr Kunde nicht zahlt?

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Von Astrid Engel,

Einer Ihrer Kunden bezahlt seine Rechnung nicht, obwohl Sie Ihre Leistung wie vereinbart erbracht haben. Sie haben mit ihm hinterher telefoniert und ihn schon mehrfach schriftlich gemahnt, aber trotz seiner Versprechungen sehen Sie kein Geld von ihm. Was tun?

Einer Ihrer Kunden bezahlt seine Rechnung nicht, obwohl Sie Ihre Leistung wie vereinbart erbracht haben. Sie haben mit ihm hinterher telefoniert und ihn schon mehrfach schriftlich gemahnt, aber trotz seiner Versprechungen sehen Sie kein Geld von ihm. Was tun?

Natürlich können Sie einen Kunden, der auch nach der zweiten Mahnung nicht zahlt, noch weiterhin anrufen oder schriftlich mahnen. Die Praxis allerdings zeigt, dass dies wenig erfolgreich ist. Wer nach der zweiten Mahnung nicht zahlt, muss dazu leider gezwungen werden. In dieser Situation haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Beauftragen Sie einen Rechtsanwalt (sein Honorar und seine Auslagen müssen Sie allerdings vorschießen - und bleiben eventuell auf einem Teil davon sitzen) oder
  • eröffnen Sie das (kostenpflichtige) gerichtliche Mahnverfahren, wenn Sie auf Ihre Forderung nicht verzichten möchten.
  • Schreiben Sie Ihre Forderung ab, wenn es um weniger Geld geht, als der Anwalt oder Mahnbescheid kosten würde. Es bringt dann nichts, noch mehr Zeit und Geld in die Angelegenheit zu investieren.


Billiger: Sie eröffnen selbst ein Mahnverfahren

Wenn Sie auf Ihrer Forderung bestehen wollen, sollten Sie zunächst selbst ein gerichtliches Mahnverfahren eröffnen. Dazu brauchen Sie keinen Anwalt.

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Mahnverfahren eröffnen - so geht’s:

Beantragen Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid. Das amtliche Formular dafür ist im Schreibwarenhandel erhältlich. Tragen Sie hier Ihre Forderung ein.

Reichen Sie den Mahnbescheid bei Ihrem Amtsgericht ein. Dafür fallen Gebühren an, deren Höhe sich nach dem Streitwert richtet (z. B. 12,50 Euro bei einer Forderung von 300 Euro). Hinzu kommt noch eine geringe Zustellgebühr.

Das Mahnverfahren können Sie auch über das Internet eröffnen, unter www.online-mahnantrag.de.

Das Gericht prüft nicht, ob Ihre Forderung zu Recht besteht, sondern stellt Ihrem Kunden den Mahnbescheid zu; dieser hat eine Widerspruchsfrist von zwei Wochen.


Wie Ihr Schuldner auf den Mahnbescheid reagieren kann

  • Er zahlt und trägt die Kosten des Mahnverfahrens. Dann ist die Sache erledigt - Sie haben Ihr Geld.
  • Er widerspricht Ihrer Forderung bei Gericht. Dann war der Mahnbescheid erfolglos, es sei denn, Sie wollen Klage erheben.
  • Es reagiert gar nicht. Dann können Sie zwei Wochen nach Zustellung des Mahnbescheids einen Vollstreckungsbescheid beantragen. Hierdurch entstehen Ihnen keine weiteren Kosten. Mit dem Vollstreckungsbescheid, dem "Titel", haben Sie Ihr Forderung 30 Jahre lang gesichert und können zum Beispiel einen Gerichtsvollzieher mit der Zwangsvollstreckung beauftragen.


Fazit: Mahnungen sind unangenehm, kosten wertvolle Zeit und führen leider nicht immer dazu, dass Sie ausstehende Gelder erhalten. Seien Sie von Anfang an konsequent, Ihre offenen Forderungen auch einzutreiben! Versenden Sie Ihre Rechnungen frühzeitig.

Helfen Sie - wenn die Zahlung nach Ablauf des Fälligkeitsdatums ausbleibt - sofort mit einer Zahlungserinnerung nach, und warten Sie nicht lange mit Ihren Mahnungen. Damit säumige Kunden nicht den Eindruck gewinnen, dass sie davonkommen.

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