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Wann ist der richtige Zeitpunkt für die erste Mahnung?

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Von Astrid Engel,

Rechtlich betrachtet ist eine erste Mahnung in den meisten Fällen gar nicht nötig, Denn: Wenn die Rechnung ein konkretes Zahlungsziel beinhaltet und der Kunde bis zu diesem Datum nicht bezahlt hat, ist er automatisch in Verzug.

Rechtlich betrachtet ist eine erste Mahnung in den meisten Fällen gar nicht nötig, Denn: Wenn die Rechnung ein konkretes Zahlungsziel beinhaltet und der Kunde bis zu diesem Datum nicht bezahlt hat, ist er automatisch in Verzug. Rein rechtlich könnten Sie jetzt einen Mahnbescheid verschicken.

Doch das ist weder üblich noch empfehlenswert. Ihre Kunden wären mit Sicherheit sehr verärgert und erschrocken, wenn gleich ein Mahnbescheid ins Haus flattert. Einige haben die Rechnung vielleicht nur übersehen oder hatten noch keine Zeit, zu überweisen. Das wissen Sie nicht.

Praxis-Tipp: Was Dauer-zu-spät-Zahler betrifft: Hier können Sie überlegen, ob Sie nicht doch lieber gleich einen Mahnbescheid schicken.


Diese Elemente gehören in Ihre erste freundliche, aber bestimmte Mahnung:

  • Datum der Rechnung
  • Rechnungsnummer
  • Hinweis auf den Verzug
  • Neuer, konkreter Zahlungstermin - etwa 14-Tage-Frist
  • Bankverbindung

Sie können eine Kopie der Rechnung mitschicken, um dem Kunden die Zuordnung und damit die Zahlung zu ermöglichen. Das erhöht, wenn der Kunde mehrere offene Rechnungen hat, zwar die Portokosten, aber wenn Sie dafür schneller Geld erhalten, könnte die Investition sich schnell gelohnt haben.


Verschicken Sie die erste Mahnung nicht zu früh

Ihre erste Mahnung sollte sich nicht mit der späten - aber noch fristgerechten - Zahlung des Kunden überschneiden. Berücksichtigen Sie dafür auch die Banklaufzeiten. Versenden Sie Ihre erste Mahnung daher erst sechs bis acht Tage nach Fälligkeit der Rechnung.

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Der Grund: Die Bearbeitung einer Überweisung durch die Banken kann im ungünstigsten Fall bis zu fünf Werktagen dauern. Falls der Kunde nicht zahlt, sollten Sie die zweite Mahnung ebenfalls nach Ablauf von sechs bis acht Tagen nach Überschreiten der neuen Zahlungsfrist versenden.


Erste Mahnung als E-Mail, Fax, Brief oder Einschreiben mit Rückschein?

Sie können Mahnungen als ganz normalen Brief verschicken. Wenn in der Vergangenheit Probleme mit bestimmten Kunden aufgetreten sind, verschicken Sie den Brief als Einschreiben mit Rückschein. Der Empfänger muss den Erhalt des Schreibens schriftlich quittieren. Dann kann sich der Empfänger nicht herausreden, er hätte nichts erhalten.

Beachten Sie jedoch: Ein Standardbrief per Einschreiben mit Rückschein ist ungefähr achtmal teurer als ein normaler Standardbriefversand innerhalb Deutschlands. Das werden Sie nicht bei jeder Mahnung investieren wollen.

Da das Faxgerät in Unternehmen häufig für viele Mitarbeiter zugänglich ist, sollten Sie Mahnungen nicht per Fax verschicken.

Der Versand per E-Mail ist ebenfalls tabu. Das wirkt nicht wichtig genug; die Mahnung kann schnell mit einem Klick gelöscht werden.

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