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Wenn der Schuldner stur bleibt: Sollten Sie ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten?

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Von Astrid Engel,

Das gerichtliche Mahnverfahren bietet sich immer dann an, wenn Sie nicht mit Einwendungen des Vertragspartners gegen die Forderung rechnen müssen, also keine Mängelrügen oder ähnliche Beanstandungen vorliegen. Ein gerichtliches Mahnverfahren können Sie selber einleiten. Sie benötigen dazu keinen Rechtsanwalt.

Das gerichtliche Mahnverfahren bietet sich immer dann an, wenn Sie nicht mit Einwendungen des Vertragspartners gegen die Forderung rechnen müssen, also keine Mängelrügen oder ähnliche Beanstandungen vorliegen. Ein gerichtliches Mahnverfahren können Sie selber einleiten. Sie benötigen dazu keinen Rechtsanwalt.

Bedenken Sie aber, dass Ihr persönlicher Einsatz und Zeitaufwand zur Eintreibung Ihrer Forderungen später nicht durch den Schuldner bezahlt wird.

Anders sieht es bei Fremdkosten aus, beispielsweise bei den Bearbeitungskosten des Gerichts oder eines Inkassounternehmens. Diese Kosten können Sie später geltend machen, vorausgesetzt natürlich, der Schuldner ist zahlungsfähig.


Gerichtliches Mahnverfahren einleiten - so geht's

Das Verfahren selbst ist einfach: 

  • Besorgen Sie sich im Schreibwarenhandel den amtlichen Vordruck.
  • Tragen Sie in die entsprechenden Felder Ihre Forderung ein. Vergessen Sie nicht die Nebenkosten, also Mahngebühren und Verzugszinsen.
  • Reichen Sie den Antrag bei Ihrem zuständigen Amtsgericht ein. Je nach Höhe Ihrer Forderung erhebt das Amtsgericht eine Gebühr. Beispiel: Bei einer Forderung von 5.000 Euro beträgt die Gebühr 60,50 Euro, die Sie zunächst selbst aufbringen müssen.
  • Das Gericht prüft Ihre Forderung nicht sachlich, sondern lediglich auf Plausibilität. Daraufhin erlässt es den Mahnbescheid gegenüber dem Schuldner.
  • Nach der Zustellung hat der Schuldner 14 Tage Zeit, vor Gericht Widerspruch einzulegen.
  • Widerspricht der Schuldner, geht das Mahnverfahren auf Ihren Antrag in ein ordentliches Gerichtsverfahren über.
  • Zahlt der Kunde innerhalb der 14- Tages-Frist, trägt er die Kosten des Mahnverfahrens und alles ist erledigt.
  • Hat der Schuldner weder widersprochen noch gezahlt, erlässt das Gericht auf Ihren weiteren (kostenlosen) Antrag einen Vollstreckungsbescheid.

Mit diesem sogenannten Titel können Sie Ihre Forderung über einen Gerichtsvollzieher durchsetzen.

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Sie können das Mahnverfahren auch über das Internet einleiten. Öffnen Sie die Seite www.online-mahnantrag.de und rufen Sie den Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids auf. Füllen Sie den Antrag online aus und senden Sie ihn elektronisch an das zuständige Amtsgericht. Alternativ können Sie den Antrag auch ausdrucken und per Post an das Gericht schicken.


Bevor Sie das Mahnverfahren durch einen Profi einleiten lassen

Sie können auch einen Rechtsanwalt damit beauftragen, das Mahnverfahren für Sie einzuleiten. Allerdings müssen Sie sein Honorar und seine Auslagen zunächst selbst übernehmen.

Falls bei dem Schuldner nichts zu holen ist, bleiben Sie zusätzlich noch auf den Rechtsanwaltskosten sitzen. Das gleiche gilt, wenn Sie ein Inkassobüro beauftragen oder sich zur Klage entschließen.

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