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Wenn Ihre Kunden nicht zahlen - Alternative: Factoring

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Von Astrid Engel,

Da kann das Forderungs- und Mahnmanagement noch so straff sein: Manchmal reicht die Zeit nicht, um das Ende des "Mahnmarathons" abzuwarten, weil schnell Geld her muss. Auch hierfür gibt es eine Lösung - der Name: Factoring!

Da kann das Forderungs- und Mahnmanagement noch so straff sein: Manchmal reicht die Zeit nicht, um das Ende des "Mahnmarathons" abzuwarten, weil schnell Geld her muss. Auch hierfür gibt es eine Lösung - der Name: Factoring!

Factoring bedeutet,dass Sie Ihre Forderung an einen Dritten verkaufen. Oder anders ausgedrückt: Mit Factoring machen Sie Ihre Forderungen zu Geld, das Ihnen sofort zur Verfügung steht - zunächst nicht in voller Höhe des ursprünglichen Forderungsbetrags, aber dafür eben besonders schnell.

Und so funktioniert Factoring

Ihr Partner beim Factoring ist der sogenannte Factor, also ein Geldinstitut, an das Sie Ihre Geldforderungen aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen verkaufen.

1. Wie Sie den passenden Factor finden

Bei Ihrer Suche nach einem Factor sollten Sie zunächst schauen, ob nicht eine Tochtergesellschaft Ihrer Hausbank oder einer Ihrer anderen Partner in Kreditgeschäften Factoring anbieten.

Mit denen lassen sich unter Umständen bessere Konditionen aushandeln. Ansonsten wenden Sie sich am besten an einen Spezialisten für kleinere Betriebe. Eine Auswahl seriöser Anbieter finden Sie unter www.bundesverbandfactoring.de.

2. So funktioniert beim die Zusammenarbeit mit dem Factoring-Institut

  • Zunächst untersucht der Factor Ihren Forderungsbestand daraufhin, wie zuverlässig Ihre Kunden Sie in der Vergangenheit bezahlt haben.
  • Wenn ihn das Ergebnis überzeugt, kommt ein Rahmenvertrag zustande, und der Factor kauft Ihren aktuellen Forderungsbestand an.

Sie bekommen innerhalb weniger Tage den Wert Ihrer Außenstände überwiesen - abzüglich eines Abschlags, den der Factor für seine Arbeit und sein Risiko berechnet.

Beim Verkauf Ihrer Rechnungsaußenstände zahlt Ihnen der Factor zwischen 80 und 90 % Ihrer Forderungssumme. Den Rest - abzüglich seiner Beteiligung erhalten Sie dann, wenn Ihr ehemaliger Schuldner (Debitor) gezahlt hat.

Ihr Vorteil: Mit Factoring erhöhen Sie Ihre kurzfristige Umsatzfinanzierung!

Beispiel: Sie haben einen Handwerksbetrieb und haben bei einer Firma den kompletten Hof neu gepflastert. Der Firma haben Sie ein Zahlungsziel von 30 Tagen gewährt.

Um sicherzugehen, dass Sie Ihr Geld schnellstmöglich erhalten, damit Sie Ihren Mitarbeitern den Lohn auszahlen und das Material bezahlen können, entscheiden Sie sich für Factoring. Der Factor kauft Ihnen dann im Rahmen eines Vertrags die entstandenen Forderungen ab.

Informieren Sie Ihre Kunden, dass Sie Factoring einsetzen

Wenn Sie sich für Factoring entschieden haben, sollten Sie zunächst Ihren Geschäftskunden mitteilen, dass der Rechnungsbetrag ab sofort an den Factor zu zahlen ist. Zusätzlich können Sie durch einen Aufkleber auf der Rechnung Ihre Kunden vom Verkauf der Forderung an das Factoring-Institut aufmerksam machen. Dem Factor liefern Sie entsprechend Rechnungskopien über die Forderungen.

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Das Factoring-Institut prüft genau, ob Sie die dem Abnehmer in Rechnung gestellten Leistungen auch auftragsgemäß erfüllt haben, ebenso, ob die Rechnungsbeträge im vereinbarten Rahmen liegen. Stellt der Factor keine Mängel fest, kauft er die Forderung und zahlt sofort bis zu 90 % des Rechnungsbetrags aus.

Die restlichen 10 oder 20 % überweist Ihnen das Factoring-Institut erst nach Eingang der Zahlung durch den Debitor oder spätestens bei Fälligkeit der Forderung. Dieser so genannte Sicherheitseinbehalt dient dem Factor als Ausgleich von Rabatten, Skonti oder eventuellen Mängeleinreden durch Ihre Kunden.

Full-Factoring: Sie brauchen sich um nichts zu kümmern

Das so genannte Full-Factoring beinhaltet darüber hinaus die Übernahme des Debitorenmanagements durch den Factor. Das heißt, dass die Factoring-Gesellschaft für Sie das gesamte Inkasso übernimmt und auch Schuldner über die abgetretenen Forderungen informiert.

Factoring erfüllt für Sie also im Wesentlichen die folgenden drei Funktionen:

  • Finanzierung ist gesichert - Liquiditätszufuhr von außen
  • Delkredere - Entlastung vom Risiko des Zahlungsausfalls
  • Service - Entlastung im Bereich der Debitorenbuchhaltung

Das kostet Factoring

Die Kosten fürs Factoring liegen ungefähr bei Skontohöhe, je nach Branche, Ausfallrisiko und Umfang der Dienstleistung.

Sie müssen dem Factor aber dafür einstehen, dass die Forderung auch tatsächlich so besteht, wie das aus der Rechnungskopie ersichtlich ist. Bei Rechnungsstellung müssen Sie also dieselbe peinliche Sorgfalt walten lassen wie bisher.

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